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ASUS M6S00NE mit 2.10 GHz Dothan

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Seite 1: ASUS M6S00NE mit 2.10 GHz Dothan

Einen echten Allrounder schickte ASUS uns bereits mit dem M6B00N. Nun erreichte uns das M6S00NE, eine aufgebohrte Version mit noch höher getaktetem Prozessor. Der in diesem Notebook verbaute Pentium M Dothan taktet dabei mit 2.10 GHz und wurde erst vor wenigen Tagen vorgestellt. Ihm stehen neben 1024 MB DDR333-RAM auch eine 60 GB große Festplatte und ein 15.4 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1680 x 1050 zur Seite. Für die grafische Ausgabe zeichnet sich eine ATI Mobilty Radeon 9700 mit 64 MB Grafikspeicher verantwortlich. Auf den ersten Blick also eine perfekte Symbiose aus Mobilität und Performance auch für Spiele. Wie sich das ASUS M6S00N gegen die Konkurrenz bestehend aus dem Dell Inspiron 8600 mit Banias und Dothan Prozessor sowie der eigenen Konkurrenz schlägt, zeigen die folgenden Seiten.

ASUS gehört in der Zwischenzeit zu den ganz großen auf dem Notebook Markt. Im letzten Jahr konnte man den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 85% steigern, was vor allem auf den Notebookmarkt zurückzuführen ist. In diesem Jahr erwartet man gar, mehr Notebooks zu verkaufen als Mainboards. Der Trend bei den Notebooks geht dabei zum Wide Screen Display, allerdings sollte das Hauptaugenmerk natürlich auch auf der Mobilität derer liegen. ASUS wird in Zukunft ebenfalls am digitalen Zuhause arbeiten und wird daher verstärkt auf die Verknüpfung der verschiedenen Komponenten achten und mit der Media Center Edition von Microsoft auch auf die entsprechende Software setzen.

Den neuen Pentium M mit 2.10 GHz gibt es erst seit ein paar Tagen - das Modell mit der Prozessornummer 765 stellt den aktuell schnellsten Prozessor von Intel für den mobilen Markt. Er basiert weiter auf einem 400 MHz FSB und baut auf den i855-Chipsatz. Intels Nachfolgechipsatz, die Sonoma-Plattform, wird erst für nächstes Jahr erwartet und wird voraussichtlich im 1. Quartal 2005 am Markt erhältlich sein. Dann kann der Pentium M auch auf PCI-Express zurückgreifen, erhält ein Dual Channel DDR2-Interface und wird auch weitere Features der aktuellen Grandsdale- und Alderwood-Chipsätze erhalten, wie Serial ATA und High Definition Audio.

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Die Architektur vom Dothan-Prozessor haben wir uns schon angesehen. Der Dothan ist bekanntermaßen der Prescott für Notebooks und wird in 90 anstatt 130 nm gefertigt. Bei kleineren Fertigungsstrukturen rechnet man meistens mit einer Verringerung der Abwärme, da gleichzeitig die Kernspannung der Prozessoren gesenkt werden kann. Beim Prescott ist das etwas in die Hose gegangen, denn statt einer Senkung der Abwärme ist der Prescott zu einem recht heissen Stück Silizium geworden. Während für Desktop-Prozessoren dies höchstens in einer Kühlproblematik endet, kommt bei Notebook-Prozessoren neben dem viel kleineren Raum für Kühlkörper auch noch die Akkuproblematik hinzu. Wie wir Anhand des Prescott 3.20 GHz im Dell Inspiron 9100 gesehen haben, eignet sich der Prescott generell nicht für mobile Rechner.

Der Pentium M besitzt jedoch eine komplett andere Architektur als ein Pentium 4. Im Endeffekt hat er mit diesem nur die Netburst-Architektur in ähnlicher Form gemeinsam, intern arbeitet er sehr viel effizienter, er hat eine sehr viel höhere Pro-Takt Leistung und muß demnach bei weitem nicht so hoch getaktet werden, um eine hohe Leistung zu erreichen. In unseren bisherigen Notebook-Reviews  konnten wir die Leistungsfähigkeit eines Pentium M einschätzen und feststellen, dass ein Pentium M mit 1.6 Ghz ungefähr die Leistung eines Pentium 4 mit 2.30 bis 2.50 GHz erreicht, der Pentium M 1.70 GHz kommt sogar in einigen Benchmarks auf die Leistung eines Pentium 4 mit 2.60 GHz. Der Dothan 2.10 GHz aus diesem Review könnte also an die Leistung des oben genannten Prescott 3.20 GHz herankommen.

Zu der kleineren Fertigungsstruktur von nun 90nm kommt ein L2-Cache, der nun 2 MB groß ist. Wie beim Banias-Kern ist dieser so unterteilt, dass jeweils nur derjenige Bereich aktiv ist, der auch verwendet wird. Der Rest wird abgeschaltet und benötigt somit keinen Strom. Auch gibt es Standard-, Low-Voltage- und Ultra-Low-Voltage-Prozessoren. Interessant ist, dass es Intel geschafft hat, trotz über 2 Ghz Taktfrequenz die TDP von 24,5 W bei den Banias-Modellen auf 21 W zu senken. Damit dürfte trotz der höheren Leistung beispielsweise keine massivere Kühlung benötigt werden - und auch die Akkulaufzeit wird nicht negativ beeinflusst.

Da wir das ASUS M6B00N bereits im Test hatten, welches sich bis auf den Prozessor und eine 20 GB größere Festplatte nicht von unserer Teststellung unterscheidet, verzichten wir in diesem Fall auf eine ausführliche Betrachtung von Design und Ausstattung, Display, TV-Out und VGA-Out, Eingabegeräte und Ergonomie sowie Stromsparprogramme. Wer möchte, kann sich diesbezüglich in unserem ersten Testbericht informieren.

Auf der nächsten Seite werfen wir zunächst einen Blick auf die Ausstattung dieses Notebooks, anschließend gehen wir auf den Stromverbrauch und das Testsystem ein und starten dann gleich mit den Benchmarks des 2.1 GHz-Prozessors und des ASUS M6B00NE.