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Test: Sony Vaio VPC Z13 - 13,3-Zöller mit Quad-SSD und FullHD

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Seite 2: Die Ausstattung

Nach unserer allgemeinen Einführung wollen wir uns nun genauer mit der Hardware beschäftigen – und die hat es bekanntlich in sich. So viele High-End-Komponenten findet man nur selten in einem Notebook-Gehäuse und so gut wie gar nicht im 13,3-Zoll-Format. Schade ist dabei aber, dass unser Testmuster noch auf der Arrandale-Generation basiert. Wir sind aber sicher, dass ein Sandy-Bridge-Update in Kürze erfolgen wird.

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Wie immer wollen wir mit dem Prozessor beginnen, der beinahe als unspektakulär beschrieben werden kann. So ganz richtig ist das dann aber doch nicht, denn Sony geht genau genommen in die Vollen. Sony verbaut mit einem Core i7-640M den schnellsten Dual-Core-Prozessor der Arrandale-Klasse – dank HyperThreading können allerdings vier Threads auf einmal abgearbeitet werden. Entsprechend kommt die CPU im 32-nm-Gewand daher. Da es sich um eine Dual-Core-CPU handelt, fällt der Grundtakt mir 2800 MHz bereits deutlich höher aus, als bei den Vierkernern. Der L3-Cache beläuft sich auf 4 MB, die TDP wird mit 35 Watt angegeben. Dass es noch keine Sandy-Bridge-CPU gibt, liegt schlichtweg daran, dass unser Testmuster schon länger am Markt verfügbar ist – ein Upgrade wird es aber hoffentlich bald geben.

Dass es sich trotz des gehobenen Preises nicht um ein Gaming-Notebook handelt, liegt auf der Hand. Dennoch verbaut Sony eine dedizierte GPU in Form einer GeForce GT330M. Die arbeitet mit einem Kerntakt von 575 MHz und besitzt 48 Pipelines und 486 Millionen Transistoren. Gefertigt wird die GPU im 40-nm-Verfahren. Der insgesamt 1 GB fassende Grafikspeicher wird mit 1066 MHz betrieben und über ein 128 Bit breites Interface angebunden. Sony nutzt leider nicht die Optimus-Technik, sodass kein Umschalten der Grafikeinheiten ohne Bildaussetzer möglich ist. Man darf zudem gespannt sein, ob die Sandy-Bridge-Version des Z13 erneut eine dedizierte GPU besitzen wird, denn zum Spielen taugt das verbaute Modell nun sicherlich kaum – bei der integrierten Arrandale-Grafik kommt man allerdings kaum um eine schwache dedizierte GPU herum.

Nachdem es sich bislang aber größtenteils um normale Komponenten handelt, geht es nun deutlich extremer weiter. Dass eine SSD einen signifikanten Vorteil gegenüber einer HDD darstellt und gerade bei der gefühlten Nutzung bietet, betonen wir immer wieder. Sony treibt den SSD-Vorteil nun aber auf die Spitze und kombiniert vier 64-GB-Flash-Module in einem RAID-0-Verbund. Schier grenzenlose Performance sollte damit sichergestellt sein. Da es sich nicht um Module mit dem allerneuesten Controller wie beispielsweise bei der Vertex 3 (zum Test) handelt, ist aber davon auszugehen, dass die Leistung der aktuellen Modelle nicht ganz erreicht werden wird. Das Speichervolumen ist mit 256 GB darüber hinaus begrenzter, als es bei vielen aktuellen Geräten mit mechanischer HDD der Fall ist, denn dort hat sich in der letzten Zeit die 500-GB-Klasse etabliert. Abschließend natürlich wie immer noch ein paar Worte zur Datensicherheit in einem RAID-0-Verbund: Auch wenn sich SSDs in der Regel als weniger anfällig als HDDs erweisen, so wird die Ausfallwahrscheinlichkeit dennoch mit jeder weiteren SSD drastisch erhöht. Ob man das in Kauf nehmen möchte, muss jeder für sich selbst entscheiden. Gewöhnlicher geht es da schon beim flüchtigen Speicher zu, denn Sony setzt hier auf insgesamt 4 GB – auch das wird sich beim Refresh wohl nach oben korrigieren, denn in den letzten Monaten gab es hier einen deutlichen Trend zu mehr RAM. Abschließend darf natürlich auch kein normales DVD-Laufwerk zum Einsatz kommen. Entsprechend verbaut Sony ein Blu-ray-Laufwerk, das auch als DVD-Brenner genutzt werden kann.

Neben dem SSD-RAID-Verbund stellt das verbaute Display ein weiteres Highlight des Z13 dar. Trotz des 13-Zoll-Formats hat sich Sony dazu entschlossen, die FullHD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten zu nutzen. Eine höhere Pixeldichte ist uns in den vergangenen Monaten definitiv nicht untergekommen. Einerseits wird dem User so ein schier grenzenloser Platz auf einem so kleinen Desktop geboten, auf der anderen Seite fällt die Darstellung aber natürlich bereits recht klein aus – man bedenke, dass eine ähnliche Pixeldichte sonst auf einem 24-Zöller geboten wird. Gerade professionelle Office-User (und das wird sicherlich das größte Klientel des Z13 sein), werden das genutzte Panel lieben, denn produktiver konnte man im 13-Zoll-Format bislang noch nicht arbeiten. Passend dazu verzichtet Sony natürlich auf eine Glare-Oberfläche, sondern setzt auf ein mattes Display mit einem ganz leichten Spiegeleffekt. Der soll dem Kontrast-Verhältnis entgegenkommen, gleichzeitig aber nicht störend sein. Damit aber noch immer nicht genug. Um auch Foto-Fans zufriedenzustellen, wurde zudem ein Panel mit einem erweiterten Farbraum verbaut – man darf also äußerst gespannt auf unseren Monitor-Test sein.

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Damit sind wir aber noch immer nicht am Ende, wenn es um die Besonderheiten des Z13 geht – und erneut steht die Business-Fähigkeit im Mittelpunkt des Interesses. Neben den obligatorischen WLAN und Gigabit-LAN-Optionen bietet Sony auch eine UMTS-Lösung. Es muss einfach eine SIM-Karte verbaut werden, eine entsprechende Software wird direkt mitgeliefert. Da Sony zudem eine komfortable Software-Lösung zum Verwalten der verschiedenen Netzwerk-Schnittstellen bietet, geht die Bedienung bestens von der Hand – hier sichert sich das Z13 schon einmal die volle Punktzahl.

Damit das Z13 auch abseits der Steckdose eine gute Figur macht – schließlich steht die grenzenlose Mobilität bislang im Mittelpunkt unseres High-End-13,3-Zöllers - muss natürlich auch die Akkulaufzeit überzeugen. Sony setzt hier auf ein Modell mit 5400 mAh, was ein guter Kompromiss aus Leistung und Gewicht zu sein scheint. Gerade in Kombination mit der IGP-Lösung erscheinen so lange Laufzeiten möglich.

Alles in allem hinterlässt das Z13 bislang einen hervorragenden aber natürlich auch mehr als exklusiven Eindruck – es bleibt also noch abzuwarten, ob unser 13-Zöller in der Praxis eine ebenso gute Figur wie auf dem Papier macht.

Sony Vaio VPC Z13

Prozessor: Intel Core i7-640M
Prozessor - Takt:

Grundtakt: 2,8 GHz

Prozessor - Fertigung: 32 nm
Prozessor - Cache:

L3-Cache: 4 MB

Chipsatz: Intel HM55
Arbeitsspeicher: 4 GB - DDR 3
Grafikkarte: NVIDIA GeForce GT330M
Grafikkarte - Grafikspeicher: 1 GB V-Ram
Festplatte:

256 GB - Quad SSR-RAID 0

Festplatte - Geschwindigkeit: SSD
Laufwerk: Blu-ray
Display - Diagonale: 13,3 Zoll
Display - Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Display - 3D-fähig: nein
Display - Glare-Type: nein
Display - LED: ja
Tastatur - Tastengröße: 13 x 13 mm
Tastatur - Tastenabstand: 5 mm
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Größe: 81 x 41
Touchpad - Multitouch: nein
Akku: 5600 mAh
Gewicht: 1,45 kg
Abmessungen:

314 x 201 x 23,8

Preis: ab 3900 Euro
Garantie 24 Monate