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Test: Acer Aspire 5950G - Nobles Multimedia-Notebook mit i7-2630QM und Mobility HD6850

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Seite 2: Die Ausstattung

Sandy Bridge kann als das bisherige Top-Thema des IT-Jahres 2011 gehandelt werden, auch wenn die Berichterstattung nach dem Auftreten des Chipsatz-Problems sicherlich nicht immer positiv war. In unseren Notebook-Reviews konnte die neue Plattform bislang aber stets einen positiven Eindruck hinterlassen und wirkte im Grunde genommen, wie für das Mobile-Segment entwickelt – was auch sein kann, schließlich handelt es sich bei Sandy Bridge um die erste Notebook-Plattform, die zeitgleich mit ihrem Desktop-Pendant startet – durchaus zurecht, wie wir finden. Dass Intel zudem Großes mit Sandy Bridge für Notebooks verfolgt, zeigt die schiere Masse der direkt zum Start angekündigten Notebook-CPUs: Insgesamt 15 verschiedene CPUs werden wir in Mobile-Designs finden.

Den Start in das Sandy-Bridge-Zeitalter machen die i7-Quadcore-Modelle, bis es die kostengünstigeren und damit insbesondere für die Consumer-Riege interessanten i5- und i3-CPUs geben wird, dauert es noch etwas. Acer hat sich beim 5950G für einen i7-2630QM entschieden, bei dem es sich aktuell um das kleinste Quadcore-Modell der neuen Generation handelt. Gefertigt wird die CPU wie alle Sandy-Bridge-Modelle in 32 nm. Die vier Kerne werden mit 2,0 GHz getaktet. Der maximale Takt bei der Auslastung nur eines Kerns liegt bei 2,9 GHz. Bei zwei genutzten Kernen kann die CPU kurzzeitig auf 2,8 GHz beschleunigt werden und bei allen vier Kernen bleiben noch 2,6 GHz übrig. Wie bei Sandy Bridge üblich, ist in Form der Intel HD Graphics 3000 auch eine GPU integriert. Diese besitzt einen Kerntakt von 650 MHz, der Speicher wird mit 1100 MHz betrieben. Interessanterweise gibt es zudem das Modell i7-2635QM, das sich lediglich im Speichertakt der GPU um 100 MHz vom hier genutzten i7-2630QM unterscheidet – ob es da wirklich ein weiteres Modell gebraucht hätte? Die TDP der CPU beträgt 45 Watt, was der Standard bei den 4-Kernern ist (einzig die Extreme Edition verpulvert noch einmal zehn zusätzliche Watt).

Wie unsere bisherigen Tests gezeigt haben, bietet die in Sandy Bridge integrierte Grafik zwar durchaus genügend Wumms, um rudimentäre Spielchen zu ermöglichen, für die performancehungrige Anhängerschaft, auf die mit den ersten Sandy-Bridge-Geräten abgezielt wird, ist das aber natürlich nicht ausreichend. Entsprechend setzt Acer bei unserem Test-Kandidaten auf eine dedizierte GPU in Form einer ATI Mobility Radeon HD6850. Die GPU besitzt einen Kern- und Shadertakt von 675 MHz. Der insgesamt 1 GB fassende Grafikspeicher wird über ein 128 Bit breites Interface angebunden und mit 800 MHz getaktet. Im Grunde genommen handelt es sich hier aber lediglich um das Rebranding einer bestehenden Plattform, denn im Vergleich zum Vorgänger, der HD5850, hat sich kaum etwas verändert.

Wie wir es aktuell immer häufiger sehen, heißt es dabei für Acer im Speicher-Segment „nicht Kleckern, sondern Klotzen“. Entsprechend wird das Aspire 5950G direkt mit 16 GB an RAM bestückt – ob das in der Praxis für einen Großteil der Anwender einen wirklichen Vorteil mit sich bringt ist fraglich, störend ist ein üppig dimensionierter Arbeitsspeicher aber natürlich auf keinen Fall. Auch die Festplatte ist nicht gerade von der kleinen Sorte und stellt mit einem Fassungsvermögen von 750 GB das aktuelle Maximum im 2,5-Zoll-Segment dar. Die Rotationsgeschwindigkeit liegt bei 7200 rpm. Zwar wäre in der aktuellen Luxus-Klasse eine SSD immer wünschenswert, würde den Preis aber natürlich noch einmal deutlich in die Höhe treiben. Standesgemäß abgerundet wird das Ausstattungspaket an dieser Stelle von einem Blu-ray-Laufwerk.

Leider erweist sich das genutzte Display-Panel als nicht 100-prozentig standesgemäß, denn auch wenn ein 15-Zoll-Monitor eingesetzt wird, so greift Acer doch zu einer nativen Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten. Für unser Empfinden ist dies gemessen an der Größe etwas zu grob – man bedenke, dass auch 11 Zoll-Panels bereits diese Auflösung vorweisen. Für ein Oberklasse-Notebook, wie es das Aspire 5950G ohne Zweifel ist, hätten wir uns vielmehr 1600 x 900 oder (je nach Geschmack) gar 1920 x 1080 Bildpunkte gewünscht. So wird im Falle unseres Testkandidaten zwar die Hardware geschont, die ist aber ohnehin kräftig genug, um auch hohe Auflösungen zu befeuern.

Auch wenn die Sandy-Bridge-4Kerner deutlich sparsamer mit dem Strom umgehen, als ihre Vorgänger, so ist eine solche High-End-Konfiguration, wie wir sie bei unserem Ethos-Exemplar vorfinden, natürlich alles andere als Strom sparend. Dessen ist sich auch Acer bewusst und stattet das 5950G daher direkt mit einem üppigen Akku aus, der 6000 mAh respektive 87 Wh vorweisen kann. Lange Laufzeiten sollten so garantiert sein.

Bevor wir uns nun aber mit dem Gehäuse beschäftigen, hier noch ein kurzer Überblick über alle wichtigen Daten.

Eckdaten: Acer Aspire 5950G

Prozessor: Intel Core i7-2630QM
Prozessor - Takt:

Grundtakt: 2,0 GHz

Prozessor - Fertigung: 32 nm
Prozessor - Cache:

L3-Cache: 6 MB

Chipsatz: Intel HM55
Arbeitsspeicher: 16 GB - DDR 3
Grafikkarte: ATI Mobility Radeon HD6850
Grafikkarte - Grafikspeicher: 2 GB V-Ram
Festplatte:

1x 750 GB

Festplatte - Geschwindigkeit: 5400 rpm
Laufwerk: Blu-ray
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 1366 x 768 Pixel
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15 mm
Tastatur - Tastenabstand: 4 mm
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Größe: 90 x 52
Touchpad - Multitouch: ja
Akku: 6000 mAh / 87 Wh
Gewicht: 3,3 kg
Abmessungen:

382 x 269 x 39 mm

Preis: ab 1599 Euro
Garantie 24 Monate