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Test: Toshiba X500-13R - groß, schwer, schnell

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Seite 2: Die Ausstattung

Bevor wir uns mit dem Gehäuse des X500 beschäftigen, soll zunächst einmal ein Überblick über die zum Einsatz kommende Hardware geboten werden. Wie bereits erwähnt, sollte es für das Toshiba in diesem Punkt „nicht kleckern, sondern klotzen“ heißen, schließlich ist der Preis des X500 nicht ohne.

Das Herzstück des X500-13R stellt Intels aktuelles Einsteiger-Modell in die Top-Klasse der mobilen 4-Kern-45nm-Prozessoren dar. Beim Core i7-740QM handelt es sich bereits um ein gerefreshtes Modell, denen wir einen ausführlichen Artikel gewidmet haben. Leider hat sich Intel bei seinem Update lediglich dafür entschieden, den Takt des Grund- und Turbo-Takts um jeweils einen Speed-Bin zu erhöhen (was bei den aktuellen Notebook CPUs 133 MHz sind). Der i7-740Qm bietet also einen Grundtakt von 1,73 GHz und kann je nach Auslastung auf bis zu 2,93 GHz gepusht werden, der L3-Cache beläuft sich noch immer auf üppige 8 MB. Mit Hinblick auf das enorme Leistungspotential, das die Prozessoren ohnehin bieten, wäre es sinnvoller gewesen, zunächst die Fertigung auf den Strom sparenden 32-nm-Prozess umzustellen – die große Wärmeentwicklung und die kurzen Akkulaufzeiten stellen momentan nämlich das größte Problem für die 45-nm-Quad-Cores dar. Wie unser Test zudem gezeigt hat, bietet die überarbeitete Generation kaum merkliche Leistungsvorteile gegenüber ihren Vorgängern.

Besonders interessant ist aber natürlich erneut die verbaute GPU. Analog zu den Desktop-Modellen ist die GTX 460M im 40-nm-Verfahren gefertigt. Dass dies gerade bei den ersten Fermi-Desktop-Modellen nichts am exorbitant hohen Stromverbrauch ändern konnte, haben die Reviews gezeigt (zum ausführlichen Hardwareluxx-Review). Da kann man nur hoffen, dass es NVIDIA bei den Desktop-Varianten ein wenig besser hinbekommen hat – die Hoffnung besteht aber, denn für die GTX 460M wird ein GF106-Chip ausgelesen. Der konnte zumindest in der Desktop-Variante mit akzeptablen Verbrauchswerten bei der GeForce GTS 450 punkten. Der Kerntakt liegt bei 675 MHz, die Shader werden entsprechend mit 1350 MHz befeuert. Der Grafikspeicher fällt mit 1536 MB an GDDR5-Modulen sehr üppig für das Mobile-Segment aus und wird mit 625 MHz getaktet. Insgesamt stehen 24 ROPs und 192 Unified Shader zur Verfügung. Wie sich all diese Werte auf die Benchmarks auswirken, das werden wir im weiteren Verlauf dieses Tests sehen.

In die Vollen geht Toshiba auch im Storage-Bereich. Der üppige Platz, den ein 18-Zoll-Gehäuse bietet, wird voll ausgenutzt. Entsprechend kommen gleich zwei 500 GB fassende HDDs zum Einsatz, die mit 7200 rpm arbeiten. Leider verzichtet Toshiba allerdings darauf – wie es auch die meisten Konkurrenten tun – die beiden HDDs in einem RAID-Modus zu kombinieren, oder zumindest die Option anzubieten. Hier konnte MSIs GX660, das wir in Hardwareluxx [printed] 01/2011 genauer unter die Lupe nehmen, einen angenehmen Sonderstatus für sich beanspruchen. Leider verzichtet man bei Toshiba aber auch darauf eine SSD als System-Platte einzusetzen. Mit Hinblick auf den hohen Preis, wäre dies sicherlich eine Option gewesen. Der Arbeitsspeicher besitzt mit 8 GB das aktuell übliche Volumen der mobilen Top-Klasse – Einschränkungen wird es hier also sicherlich nicht mehr geben. Abgerundet wird der Storage-Part von einem Blu-ray-Player, der zudem auch in der Lage ist, DVDs aller Arten zu brennen.

Passenderweise besitzt das 18,4 Zoll große Maxi-Display eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten, sodass Blu-ray-Discs optimal dargestellt werden können. Wenig überraschend ist es darüber hinaus, dass Toshiba ein Glare-Type-Panel verbaut, das (passend zur restlichen Optik) recht stark verspiegelt ist. Von selbst versteht es sich in der Notebook-Top-Klasse in der Zwischenzeit, dass die moderne LED-Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz kommt. Die längere Akkulaufzeit, die so geboten werden kann, ist bei einem Maxi wie dem X500 aber sicherlich nicht von gesteigertem Interesse.

Wenn wir gerade bei der Akkulaufzeit sind: Hier bietet Toshiba einen mit 87 Wh sehr üppig bemessen Stromspeicher an. So sollte trotz der sehr starken Hardware eine gewisse rudimentäre Mobilität geboten werden. Ob diese bei einem 4,6 kg schweren Maxi jedoch von Bedeutung ist, das muss jeder Nutzer mit sich selbst ausmachen – es ist aber stark davon auszugehen, dass das X500 seinen Schreibtisch-Stammplatz nur selten verlassen wird.

Eckdaten: Toshiba X500-13R
Prozessor: Intel Core i7-740QM
Prozessor - Takt: Grundtakt: 1,73 GHz
Turbo-Takt: 2,93 GHz
Prozessor - Fertigung: 45 nm
Prozessor - Cache: L2-Cache: 512 KB
L3-Cache: 8 MB
Chipsatz: Intel HM55
   
Arbeitsspeicher: 8 GB - DDR 3
Festplatte:

Seagate Momentus: 2x 500 GB

Festplatte - Geschwindigkeit: 7200 rpm
Laufwerk: Blu-ray-Reader / DVD-Brenner
   
Grafik: NVIDIA GeForce GTX 460M
Grafik - Videospeicher: 1,5 GB VRAM
Grafik - Takt: GPU: 675 MHz
RAM: 625 MHz
   
Display - Diagonale: 18,4 Zoll
Display - Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: ja
   
Tastatur - Anzahl der Tasten: 105
Tastatur - Tastengröße: 15 x 16
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Größe: 82 x 49
Touchpad - Multitouch: ja
   
Akku: 87 Wh
Gewicht: 4,6 kg
Abmessung: 443 x 294 x 42 mm
Preis: ab 2000 Euro
Garantie 24 Monate