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Test: Alienware M11x - beschleunigt mit Core i5-U520

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Seite 2: Die Ausstattung

Gaming-Notebooks zeichnen sich normalerweise nicht nur durch ein aggressives Styling aus, sondern auch durch Hardware, die Frameraten im Überfluss produzieren soll. Dass dieses Vorhaben bei einem Maxi wie mySNs XMG U700 ohne große Probleme vonstatten geht, ist klar – im 11-Zoll-Format ist das Vorhaben hingegen deutlich komplizierter zu bewerkstelligen.

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Lange hat es gedauert, nun kann es endlich losgehen. Nachdem sich die bisherigen CULV-Modelle in vielen Slimnotebooks und auch im M11x der ersten Ausbaustufe großer Beliebtheit erfreut haben, stehen die Nachfolger in den Startlöchern. Alienware verbaut in unserem M11x einen Intel Core i5-U520. Wie wir es bereits von den ausgewachsenen i5-Modellen kennen, spendiert Intel auch seinem i5-Ultra-Low-Voltage-Prozessor einen Turbo-Modus. Der Grundtakt der 32-nm-CPU liegt bei 1060 MHz und wird bei Bedarf und Nichtauslastung eines Kerns auf bis zu 1866 MHz erhöht. Insgesamt kann der Prozessor auf zwei Cores zurückgreifen, die Dank Hyper-Threading bis zu vier Aufgaben in einem Rutsch bewältigen können. Arrandale-typisch gibt es einen integrierten Speicher-Controller, der aktuelle DDR3-Module unterstützt. Auch den integrierten Grafikprozessor hat man übernommen. Für sparsame Notebooks, die nicht zum Zocken genutzt werden müssen, erscheint dies besonders interessant – Alienware muss hier natürlich einen anderen Weg gehen. Alles in Allem erscheint die Neuauflage der CULV-Reihe geglückt, die Eckdaten lesen sich sehr gut.

Wie nicht anders zu erwarten war, setzt Alienware bzgl. der GPU auf ein Hybrid-Konzept. So liegt die integrierte Grafik nicht brach und kann helfen Strom zu sparen, auf der anderen Seite soll aber eine GeForce GT 335M für genügend Gaming-Power sorgen. Dass dies klappt, hat bereits die Early-2010-Version des M11x gezeigt, das auf der gleichen GPU basierte. Diese kann einen Kerntakt von 450 MHz und Shadertakt von 1080 Mhz vorweisen. Der 1 GB große Video-Speicher geht mit 1066 MHz zu Werke und wird über ein 128 Bit breites Interface angebunden. Die Eckdaten lesen sich soweit recht vielversprechend, einzig das Fehlen von DX11 ist ärgerlich – noch wäre Fermi aber sicher nicht die richtige Wahl für ein Kleinstnotebook.

Natürlich setzt Alienware in diesem Zusammenhang auf die Optimus-Technik. Die ist im Grunde genommen nichts Neues, denn den Ansatz, den NVIDIA verfolgt, gab es bereits häufiger: Es werden zwei Grafikchips in einem Notebook verbaut, ein leistungsfähiger, dafür aber stromhungriger und ein leistungsschwacher, dafür aber sehr genügsamer. Das Neue an Optimus liegt aber darin, wie und wann zwischen den beiden Chips umgeschaltet wird. Bislang war es meistens der Fall, das entweder dann geswitcht wurde, wenn das Notebook vom Strom getrennt wurde oder eine Taste vorhanden war. Optimus zeigt sich hier wesentlich fortschrittlicher. NVIDIAs Treiber erkennt, ob es sich um eine 3D-Anwendung handelt und schaltet erst dann auf die potentere Grafikeinheit um, wenn es auch wirklich sein muss. Das Umschalten erfolgt dabei sehr „smooth“, ohne dass der Nutzer im Betrieb etwas davon mitbekommen würde. Ein flackernder Bildschirm oder gar ein Neustarten des Systems gehören somit endgültig der Vergangenheit an. In der Praxis weiß NVIDIAs Konzept von der Handhabung damit durchaus zu gefallen, einfacher kann es für den Anwender kaum sein. Ob sich die gewünschte Kombination aus Leistung und Akkulaufzeit auch in der Praxis einstellt, wird sich in unseren Praxis-Tests aber erst noch herausstellen müssen.

In die Vollen geht Alienware im Kapitel Massenspeicher. Unsere Testkonfiguration kann auf eine 256 GB fassende SSD aus dem Hause Samsung zurückgreifen. Hohe Datenraten sind damit garantiert, auch wenn der Geldbeutel im gleichen Zuge natürlich leiden muss. Alienware konfiguriert das M11x standardmäßig mit einer 250 GB fassenden HDD, die mit 7200 rpm zu Werke geht. Das Upgrade auf unsere SSD schlägt da mit üppigen 520 Euro zu Buche. Wer gegenüber unserer Testkonfiguration also Geld sparen möchte, der sollte am besten zu einer HDD greifen, da die SSD das Budget bei einem Notebookgrundpreis von 999 Euro über Gebühr belastet. Beim Arbeitsspeicher geht es klassischer zu. Es kommen 4 GB zum Einsatz, die aktuell natürlich für alle Bereiche voll und ganz ausreichend sind. Auf ein optisches Laufwerk muss bei einer Größe von 11-Zoll indes verzichtet werden – Dank Bezugsmöglichkeiten wie Steam, stellt das aber kein allzu großes Problem dar.

Das verbaute Display bringt es, wie schon mehrfach erwähnt, auf eine Diagonale von 11 Zoll. Als Auflösung für das 16:9-Panel wählt Alienware 1366 x 768 Bildpunkte, was zunächst vergleichsweise üppig für das recht kleine Display erscheint. Auf ein LED-Backlight verzichtet Alienware überraschenderweise – nicht aber auf die verspiegelte Oberfläche.

Der Akku kann eine Kapazität von 64 Wh vorweisen. Gemessen am kleinen, handlichen Gehäuse, handelt es sich hier um eine stattliche Konfiguration. Viele Slimline-Notebooks müssen mit weniger groß dimensionierten Akkus auskommen. Zudem sind so in Kombination mit dem verbauten Ultra-Low-Voltage-Prozessor und der hybriden Grafiklösungen lange Laufzeiten zu erwarten.

Eckdaten: Alienware M11
Prozessor: Intel Core i5-U520
Prozessor - Takt: Grundtakt: 2x 1,06 GHz
Turbotakt: 2x 1,8 GHz
Prozessor - Fertigung: 32 nm
Prozessor - Cache: L2-Cache: 512 KB
L3-Cache: 3 MB
Chipsatz: Intel QM57
Arbeitsspeicher: 4 GB - DDR 3
Festplatte:

1x 250 GB

Festplatte - Geschwindigkeit: SSD
Laufwerk:
Grafik: NVIDIA GeForce GT335M
Grafik - Kerntakt: 450 MHz
Grafik - Shadertakt: 1080 MHz
Grafik - VRAM: 1 GB
Grafik - VRAM - Takt: 1066 MHz
Display - Diagonale: 11,1 Zoll
Display - Auflösung: 1366 x 768 Pixel
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: nein
Tastatur - Anzahl der Tasten: 87
Tastatur - Tastengröße: 14 x 16
Tastatur - Numblock: nein
Touchpad - Größe: 80 x 43
Touchpad - Multitouch: ja
Akku: 64 Wh
Gewicht: 1,78 kg
Abmessung: 285,7 x 233,3 x 32,7 mm
Preis: ab 999 Euro (ohne SSD) (SSD: +520 Euro)
Garantie 12 Monate