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Test: mySN XMG U700 - 6 Kerne, Fermi und 3 SSDs in einem Notebook

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Seite 2: Die Ausstattung

Wir haben es bereits angekündigt – alles, was Rang und Namen hat, wird in unserem U700 verbaut. So läuft dem Hardware-Fan beim Betrachten der Features das Wasser im Munde zusammen, ein anschließender Blick auf die Aufpreisliste wird dann aber nur bei den wenigsten Anwendern für keine trockene Kehle sorgen – etwas träumen sollte dabei aber jedem gestattet sein.

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Die Besonderheit des X7200-Barebones liegt darin begründet, dass normale Desktop-CPUs in einem Notebook verbaut werden können. Es muss also nicht nur ein passendes Mainboard eingesetzt werden, sondern auch eine entsprechende Kühllösung, denn Desktop-CPUs gehen natürlich lange nicht so sparsam mit dem Strom um, wie ihre Mobile-Geschwister. Ein Blick auf den verbauten Prozessor zeigt zugleich, dass es mySN ernst meint, mit seinem Bestreben, die Möglichkeiten des Machbaren mit Hinblick auf die Leistung zu realisieren: Es kommt Intels aktuelle Desktop-Extreme-Edition i7-980X zum Einsatz, die auf sechs Kerne zurückgreifen kann. Da auch Hyperthreading mit von der Partie ist, können also bis zuzwölf Aufgaben gleichzeitig bearbeitet werden. Getaktet wird das gute Stück mit 3,33 GHz, was bereits eine enorme Leistung verspricht. Im Turbo-Mode wird das 980X sogar auf bis zu 3,6 GHz getaktet. Einen ausführlichen Test des Desktop-Prozessors haben wir bereits zu dessen Vorstellung online präsentiert. Das Mainboard ist passenderweise mit Intels aktuellem High-End-Chipsatz X58 bestückt. Da beide Komponenten bekanntlich nicht gerade zimperlich mit dem Strom umgehen, sind wir bereits jetzt gespannt, ob zumindest eine grundlegende Mobilität geboten werden kann.

Neben der verbauten CPU hat es auch der Grafikprozessor in sich. Nach langem Warten hat NVIDIA vor Kurzem endlich seine mobile Fermi-Inkarnation präsentiert, die DX11-Grafik am Notebook nun endlich auch mit einer NVIDIA-Lösung zulässt. Nachdem Fermi bereits im Desktop-Segment neue Höchstmarken bei der Abwärme und dem Stromverbrauch aufgestellt hat, sind wir nun doppelt gespannt, wie sich das gute Stück im Notebook verhält. Dass NVIDIA natürlich mit einigen Reduzierungen in die mobile Welt startet, versteht sich von selbst: so arbeitet die GTX 480M mit einem Kerntakt von 425 MHZ, während die Shader-Kerne mit 850 MHz agieren. Der insgesamt 1 GB fassende Grafikspeicher bringt es auf einen Takt von 1,2 GHz und wird über ein 256 Bit breites Interface angebunden. Die Eckdaten lesen sich schon einmal recht vielversprechend, man darf also gespannt sein, was es schlussendlich mit der Leistung auf sich hat.

Die ersten beiden betrachteten Komponenten vermitteln bereits den Eindruck der schieren Leistungsfähigkeit, da kann sich natürlich der gesamte Speichertrakt nicht verstecken. Als Massenspeicher setzt mySN auf gleich drei Postville-SSDs aus dem Hause Intel und kombiniert diese in einem RAID-0-Array. Schiere Leistungsfähigkeit ist somit auf jeden Fall geboten. Dennoch sollte diese Kombination auch ein wenig kritisch betrachtet werden. Zum einen fällt der verfügbare Netto-Speicherplatz mit 240 GB gemessen am Preis nicht allzu üppig aus, zum anderen leben Anwender, die drei Laufwerke im RAID 0 kombinieren natürlich in der ständigen Angst des Datenverlusts. Natürlich sind SSDs hier bereits zuverlässiger als normale HDDs, die gefühlte Geschwindigkeitssteigerung bei SSDs im RAID gegenüber einer einzelnen SSD ist aber nur noch minimal. So würden wir dafür plädieren, weiterhin eine SSD als Systemlaufwerk zu nutzen, dafür aber zwei Seagate Momentus XT als Massenspeicher zu nutzen. Da diese über 4 GB an zusätzlichem SLC-Cache verfügen, besitzen sie vergleichsweise kurze Zugriffszeiten, bieten dafür aber dennoch einen recht üppigen Speicherplatz. Schnell, teuer und luxuriös ist die vorhandene Kombi aber auf jeden Fall. Auch die verbaute Speichermenge darf an dieser Stelle natürlich nicht zurückstehen: 12 GB sollten nun wirklich für alle Eventualitäten mehr als genug sein. Abgerundet wird der Speicherbereich, wie sollte es auch anders sein, von einem Blu-ray-Brenner – auch hier hält der Luxus also Einzug.

Ein Blick auf die Eckdaten des verbauten TN-Panels zeigen die ersten Neuerungen des neuen Barebones. Das Panel wird künftig nicht mehr als 16:10-Format ausgeführt, sondern dem aktuellen 16:9-Trend angepasst. Während die horizontale Auflösung von 1920 Bildpunkten gleich geblieben ist, wurde die vertikale Auflösung leicht reduziert und bringt es nun auf 1080 Bildpunkte – Blu-rays können also bequem im FullHD-Format ohne störende Balken betrachtet werden. Als Hintergrundbeleuchtung kommt nun die LED-Technik zum Einsatz, bislang wurde der Monitor von CCFL-Röhren beleuchtet.

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Nicht ganz zu diesem Auftreten mag der Akku passen, der mit 5300 mAh respektive 78,44 Wh vergleichsweise schwachbrüstig ausfällt. Mit Hinblick auf die verbaute Hardware wird eines schnell klar: ein Langläufer ist unser heutiger High-Ender mit Sicherheit nicht. Dennoch hat der Stromspeicher erneut eine Besonderheit zu bieten, die wir schon beim Vorgänger gesehen haben: der Akku wird nicht in das Gehäuse hereingeklippt, wie man es von den meisten normalen Notebooks kennt, sondern fest mit diesem verschraubt.

Eckdaten: mySN XMG U700
Prozessor: Intel Core i7-980X
Prozessor - Takt: Grundtakt: 3,33 GHz
Turbo-Takt: 3,6 GHz
Prozessor - Fertigung: 32 nm
Prozessor - Cache: L2-Cache: 512 KB
L3-Cache: 12 MB
Chipsatz: Intel X58
   
Arbeitsspeicher: 12 GB - DDR 3
Festplatte:

3x Intel Postville 80 GB @ RAID0

Festplatte - Geschwindigkeit: SSD
Laufwerk: Blu-ray-Brenner
   
Grafik: NVIDIA GeForce GTX 480M
Grafik - Videospeicher: 1 GB VRAM
Grafik - Takt: GPU: 425 MHz
RAM: 1200 MHz
   
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1920 x 1080
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: nein
   
Tastatur - Anzahl der Tasten: 100
Tastatur - Tastengröße: 13 x 15
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Größe: 90 x 47
Touchpad - Multitouch: nein
   
Akku: 5300 mAh / 78,44 Wh
Gewicht: 3,3 kg
Abmessung: 374 x 263,5 x 29-42mm
Preis: ca 4400 Euro
Garantie 24 Monate