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Test: mySN XMG6.3D - Mobil in die dritte Dimension

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Seite 2: Die Ausstattung

mySN wäre nicht mySN, würde unsere Version des XMG6.3D nicht das ein oder andere Schmankerl fernab des 120-Hz-Panels für uns bereithalten und seinen Built-to-Order-Vorteil so auf der ganzen Linie ausspielen. Leider macht sich das aber natürlich auch preislich bemerkbar – knappe 2300 Euro müssen für unser Testmuster investiert werden. Günstiger geht’s aber natürlich auch – 1650 Euro müssen für den Einstand in die dritte Dimension investiert werden. Erfreulich ist aber, dass das 3D-Kit bereits im Preis enthalten ist. Bei 120-Hz-Monitoren muss dies in der Regel zusätzlich erworben werden.

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Das Herzstück des XMG6.3D stellt Intels aktuelles Einsteiger-Modell in die Top-Klasse der mobilen 4-Kern-45nm-Prozessoren dar. Beim Core i7-740QM handelt es sich bereits um ein gerefreshtes Modell, denen wir einen ausführlichen Artikel gewidmet haben. Leider hat sich Intel bei seinem Update lediglich dafür entschieden, den Takt des Grund- und Turbo-Takts um jeweils einen Speed-Bin zu erhöhen (was bei den aktuellen Notebook CPUs 133 MHz sind). Der i7-740Qm bietet also einen Grundtakt von 1,73 GHz und kann je nach Auslastung auf bis zu 2,93 GHz gepusht werden, der L3-Cache beläuft sich noch immer auf üppige 8 MB. Mit Hinblick auf das enorme Leistungspotential, das die Prozessoren ohnehin bieten, wäre es sinnvoller gewesen, zunächst die Fertigung auf den Strom sparenden 32-nm-Prozess umzustellen – die große Wärmeentwicklung und die kurzen Akkulaufzeiten stellen momentan nämlich das größte Problem für die 45-nm-Quad-Cores dar. Wie unser Test zudem gezeigt hat, bietet die überarbeitete Generation kaum merkliche Leistungsvorteile gegenüber ihren Vorgängern.

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Durch die Nutzung der 3D-Vision-Technik wird mySN bei der Grafik-Lösung natürlich auf eine GPU aus dem Hause NVIDIA festgelegt. Mit dem neuen Top-Modell, der mobilen Fermi-Inkarnation GeForce GTX 480M, gibt es unseren 3D-Künstler noch nicht, dafür kommt mit der GeForce GTX 285M die bisherige Speerspitze zum Einsatz. Gerechnet wird auf der in 55 nm gefertigten GPU mit 576 MHz. Der Shadertakt beläuft sich auf 1500 MHz, der 1 GB fassende Videospeicher wird über ein 256 Bit breites Interface angebunden und läuft mit 1020 MHz. Dabei verbrauchen die insgesamt 754 Millionen Transistoren 75 Watt – genau das werden wir später übrigens auch noch lautstark zu hören bekommen. Auf DirectX 11 muss natürlich noch verzichtet werden.

Damit aber noch lange nicht genug der Highlights. Als Massenspeicher kommt in unserem Muster eine Seagate Momentus XT mit einer Kapazität von 320 GB zum Einsatz. Der Clou an der Platte: Seagate verbaut zusätzlich einen 4 GB fassenden SLC-Cache, sodass mit etwas Wohlwollen von einer Hybrid-Lösung aus HDD und SSD besprochen werden kann. Auf die SSD-typischen Übertragungsraten kommt die Momentus XT auf diese Weise zwar nicht, die Zugriffszeiten können im Vergleich zu klassischen mechanischen HDD-Lösungen aber merklich reduziert werden. Der Arbeitsspeicher beläuft sich auf 4 GB, was der aktuelle Standard ist. Die Menge kann dank der Nutzung eines 64-bittigen Windows 7 Home Premium zudem vollständig genutzt werden. Eine weitere Besonderheit bietet unser Testmuster beim optischen Laufwerk. mySN verbaut bereits einen Blu-ray-Player, der zudem normale DVDs beschreiben kann.

Dass besagtes Laufwerk unterwegs nicht allzu viel Sinn macht, das liegt am verbauten 120-Hz-Panel. Die native Auflösung liegt für einen 15,6-Zöller bei recht geringen 1366 x 768 MHz. So kann die hohe Auflösung der Blu-ray-Discs nicht genutzt werden. Zudem wäre eine etwas höhere Auflösung auch aus produktiver Hinsicht angenehm. Auf der anderen Seite wird die GPU aber geschont, wenn in der nativen Auflösung gezockt wird – bei 3D-Gaming macht das doppelt Sinn. Da auch ASUS auf ein 15,6-Zoll-Panel mit 1366 x 768 Bildpunkten setzt, liegt der Verdacht zudem nahe, dass es aktuell noch an 120-Hz-Panels in kleineren Dimensionen mangelt.

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Zu guter Letzt noch ein kurzer Blick auf den verbauten Akku: 42,18 Wh bei 3800 mAh. Diese Werte unterstreichen nachdrücklich, dass es sich beim XMG6.3D um ein Desktop-Replacement-System in Reinform handelt. Kurze Laufzeiten, bedingt durch den 45-nm-Core-i7 und die stromhungrige Grafikkarte liegen auf der Hand – mehr dazu aber später.

Eckdaten: mySN XMG6.3D
Prozessor: Intel Core i7-740QM
Prozessor - Takt: Grundtakt: 1,73 GHz
Turbo-Takt: 2,93 GHz
Prozessor - Fertigung: 45 nm
Prozessor - Cache: L2-Cache: 512 KB
L3-Cache: 8 MB
Chipsatz: Intel HM55
   
Arbeitsspeicher: 4 GB - DDR 3
Festplatte:

Seagate Momentus: 1x 320 GB + 4 GB SLC-Cache

Festplatte - Geschwindigkeit: 7200 rpm
Laufwerk: Blu-ray-Brenner
   
Grafik: NVIDIA GeForce GTX 285M
Grafik - Videospeicher: 1 GB VRAM
Grafik - Takt: GPU: 576 MHz
RAM: 1020 MHz
   
Display - Diagonale: 15,6 Zoll
Display - Auflösung: 1366 x 768 Pixel
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: nein
   
Tastatur - Anzahl der Tasten: 99
Tastatur - Tastengröße: 15 x 15
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Größe: 81 x 49
Touchpad - Multitouch: ja
   
Akku: 3800 mAh / 42,18 Wh
Gewicht: 3,3 kg
Abmessung: 374 x 263,5 x 29-42mm
Preis: 2286 Euro
Garantie 24 Monate