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Round-Up: Vier Netbooks mit dem gewissen Extra

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Seite 2: Die Hardware

Eckdaten: Netbooks 
  Acer Aspire One D250 ASUS EeePC T101MT MSI Wind U160 Samsung NB30
Prozessor: Intel Atom N270 Intel Atom N450 Intel Atom N450 Intel Atom N450
Arbeitsspeicher: 1 GB 1 GB 1 GB 1 GB
Festplatte: 1x 250 GB 1x 320 GB + 500 GB Webstorage 1x 160 GB

1x 250 GB

Laufwerk: - - - -
Grafik: Intel i945 IGP Intel GMA3150 Intel GMA3150 Intel GMA3150
Display: 10,1 Zoll - 1024 x 600 - Glare 10,1 Zoll - 1024 x 600 - Touch 10,1 Zoll - 1024 x 600 - Glare 10,6 Zoll - 1024 x 600 - Matt
Akku: 5200 mAh 4900 mAh 4400 mAh 4400 mAh
Gewicht: 1,27 kg 1,3 kg 1,2 kg 1,26 kg
Preis: 1 Euro / ab 270 Euro (ohne UMTS) ab 445 Euro ab 345 Euro ab 285 Euro
Garantie 24 Monate 24 Monate 24 Monate 24 Monate

 

Die grundlegende Hardware-Ausstattung stimmt bei drei der vier Kandidaten überein. Das Herzstück stellt die Pinetrail-Plattform mitsamt einem Intel Atom N450 und dem Chipsatz NM10 dar. Eine Ausnahme in diesem Zusammenhang ist einzig Acers Aspire One. Zwar kommt auch hier Intels Atom-Lösung zum Einsatz, allerdings greift man auf die ältere Plattform zurück und verbaut einen Atom N270. Hinsichtlich der CPU-Leistung wird es zwar kaum Unterschiede geben, bei der Akkulaufzeit und der GPU-Performance können jedoch theoretisch größere Unterschiede auftreten – wir können also gespannt sein auf unsere Benchmarks.

Klassisch gibt sich auch die Speicher-Ausstattung: 1 GB an Arbeitsspeicher und 160 GB bzw. 250 GB auf einer mechanischen HDD sind das, was beinahe alle Konkurrenten aktuell bieten – Acer und Samsung verbauen direkt etwas größere mechanische Speicher, lassen Web-Lösungen aber außen vor. ASUS wagt sich als einziger Hersteller noch einmal ein Stück nach vorn und setzt auf einen 320 GB fassenden Massenspeicher. Zusätzlich hat also noch immer ASUS mit seiner Web-Speicher-Lösung EeeStorage die Nase vorn. Verwunderlich, dass es hier noch immer keinem Konkurrenten gelungen ist, ein ähnliches Angebot zu initiieren.

Für die Grafik zeigt sich Pinetrail-üblich Intels in die CPU integrierter GMA 3150 verantwortlich. Acer setzt entsprechend auf die integrierte Grafik des Intel i945, der schon bei zahlreichen anderen Netbooks für ruckelnde Darstellungen gesorgt hat. Unsere bisherigen Tests haben aber gezeigt, dass die maximalen Frameraten nicht weit auseinanderliegen.

Rudimentär betrachtet bieten alle Netbooks den gleichen WLAN-Support – Netze nach den Standards B, G und N werden unterstützt. So sollte für jeden Router mindestens ein unterstütztes Format mit an Bord sein. Auch hinsichtlich der kabelgebundenen Möglichkeiten unterscheiden sich unsere Probanden nicht – bis zu 1 Gbit/s kann die gesammelte Mannschaft durch das gute alte Kabel pumpen. Ist man jedoch auf der Suche nach der grenzenlosen Mobilität, so hat hier Acers Aspire One ganz eindeutig die Nase vorn. Es handelt sich um das einzige Gerät im Testfeld, das UMTS-Verbindungen zulässt. Genau genommen hätten wir uns dieses Feature am ehesten von Samsungs Business-Netbook erwartet.

Ein Blick auf die verbauten Stromspeicher zeigt, dass alle Hersteller ihre Modelle recht ähnlich ausstatten. Sowohl Samsung als auch MSI spendieren ihren Netbooks Akkus mit 4400 mAh. ASUS verbaut ein etwas stärkeres 4900-mAh-Modell, das so den zusätzlichen Stromverbrauch des Touchscreens auffangen soll. Acer legt noch einmal eine Schippe drauf und setzt auf einen Akku mit 5200 mAh. Mit Hinblick auf die „veraltete“ Atom-Plattform, die im D250 zum Einsatz kommt, erscheint auch dies als die richtige Wahl. Wie sich unsere theoretischen Überlegungen in der Praxis bemerkbar machen, wird schlussendlich aber unser Test zur Akkulaufzeit klären.

Im Grunde stimmen alle unsere Testkandidaten auch überein, wenn es um das Display geht: LED-Backlight, 10 Zoll und eine native Auflösung von 1024 x 600 Bildpunkten sind die Eckdaten. So konnten schon zahlreiche Netbooks überzeugen, warum sollte sich das hier also ändern. Unterschiede gibt es aber dennoch zu vermelden. MSI und Acer zeigen sich klassisch und verbauen analog zum Großteil der Konkurrenz Glare-Type-Panels. Das ist schick, muss aber gerade beim Outdoor-Einsatz, auf den die meisten Netbooks zugeschnitten sind, nicht unbedingt ein Vorteil sein. Samsung begründet einen Großteil der Business-Orientierung des NB30 über das Display, das matt ausgeführt ist und damit noch immer eine Seltenheit im Netbook-Dschungel darstellt – die Konkurrenz schläft aber natürlich nicht und so kommen aktuell immer mehr Hersteller auf die gleiche Idee. Dass sich natürlich auch der EeePC T101MT von der Masse absetzen muss, versteht sich von selbst, schließlich verfügt er über ein Touch-Display. Anders als man es aber beispielsweise vom iPad oder iPhone kennt, kommt kein Hochglanz-Display zum Einsatz, sondern eine klassische, sehr matte Beschichtung, die dem T101MT im täglichen Einsatz das Leben schwer macht – dazu aber später noch mehr.