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Test: Deviltech Fragbook DTX - mit der Radeon 5870 zum Performance-Gipfel

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Seite 2: Die Ausstattung

Bevor wir uns genauer mit dem Case des Fragbook DTX befassen wollen, heißt es erst einmal ein Gefühl für die verbaute Hardware zu bekommen.

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Dass die Leistung beim Fragbook im Mittelpunkt steht, zeigt bereits ein Blick auf die verbaute CPU. Deviltech entscheidet sich gegen die momentan allgegenwärtigen 32-nm-CPUs und verbaut mit einem Core i7-820QM eines der aktuellen „Maxi-Modelle“ mit vier Kernen und 8 MB an L3-Cache. Der Grundtakt beträgt 1,73 GHz und liegt damit deutlich niedriger als bei den i5-Modelllen. Allerdings wird der Turbo-Modus seinem Namen hier noch einmal deutlich mehr gerecht als bei den kleinen Geschwistern. Satte 3,06 GHz leistet der i7-820QM, wenn denn nur ein Kern gebraucht werden sollte. Damit wird der niedrige Grund-Takt in den meisten Fällen mühelos wieder aufgefangen, wie unsere Benchmarks zeigen. Während die Leistung also kein sonderliches Problem für den i7-820QM darstellt, sieht das bei der Leistungsaufnahme anders aus. Der i7-820QM wird noch in 45 nm breiten Strukturen gefertigt, was zusammen mit der Nehalem-Architektur für einen üppigen Stromhunger sorgt – Intel gibt die TDP entsprechend mit 45 Watt an. Deutlich besser lässt sich dieser Sachverhalt aber natürlich mit den Laufzeiten darstellen: bislang hielt kaum ein Gerät unter Last länger als 60 Minuten durch, manche Probanden lagen sogar deutlich darunter. Für den normalen Gebrauch sind daher die neueren 32-nm-CPUs, die auf der diesjährigen CES gezeigt wurden, die bessere Wahl, da sie ebenfalls eine ansprechend hohe CPU-Performance bieten.

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Der verbaute Arbeitsspeicher liegt mit 4 GB im aktuell üblichen Rahmen. Da unser Testmuster über eine 64-Bit-Version von Windows 7 Home Premium verfügt, war es möglich, den gesamten Arbeitsspeicher zu nutzen. War das in den Zeiten von Windows Vista noch eine Seltenheit, erfolgte mit dem Launch von Windows 7 erfreulicherweise ein Umdenken – aktuell kommen die meisten Notebooks mit 64 bittigen Betriebssystemen zu ihren Käufern, was sicherlich die richtige Entwicklung ist. Für die Datenspeicherung wurde unser Sample mit einer 320 GB fassenden HDD ausgestattet, die mit flotten 7200 rpm zu Werke geht. Das stellt aber nur eine der reichhaltigen Auswahlmöglichkeiten dar, denn Deviltech bietet beinahe das gesamte Portfolio der aktuell zur Verfügung stehenden HDD-Sparte – von der kleinen 250 GB HDD mit 5400 rpm bis hin zur sündhaft teuren Luxus-SSD. Optische Medien können von einem DVD-Laufwerk gelesen und natürlich auch beschrieben werden. Zudem besteht gegen einen Aufpreis die Möglichkeit, einen Blu-ray-Leser einzubauen.

Das Highlight unseres Testmusters stellt aber natürlich ATIs aktuelle State of the Art GPU Mobility Radeon 5870 dar. ATI stieg, analog zum Desktop-Segment relativ schnell auf DirectX-11-fähige GPUs um und hat damit aktuell die Nase vorn. Mit Hinblick auf die enorme Leistung, die Fermi abverlangt, liegt der Verdacht aktuell nahe, dass es auch noch eine Zeit lang so bleiben wird. Der Kern- beträgt analog zum Shader-Takt 700 MHz, der 1 GB fassende Video-RAM wird mit 1000 MHz getaktet und über ein 128 Bit breites Interface angebunden. Weiterhin stehen 40 TMUs und TAUs sowie 16 ROPs zur Verfügung - für genügend Rechenleistung dürfte also gesorgt sein. Wie es aber bei allen Gaming-GPUs der Fall ist, geht natürlich auch die Mobility-Version der Radeon HD5870 nicht zimperlich mit dem lieben Strom um. Gefertigt in 40 nm breiten Strukturen soll sie laut Gerüchten rund 40 Watt konsumieren.

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Das Display unseres Barebones bringt es auf eine Diagonale von 17,3 Zoll und eine Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Damit hat man in dieser Disziplin die Nase im direkten Vergleich mit ASUS‘ G73 vorn, das kann nämlich nur 1600 x 900 Bildpunkte vorweisen. Zudem bietet das Fragbook DTX damit einen hohen Praxisnutzen. Allerdings verzichtet man bei Clevo auf eine moderne LED-Hintergrundbeleuchtung.

Wie bereits erwähnt verbaut Deviltech mit einem Core i7-820QM und einer Mobility Radeon HD5870 alles andere als sparsame Komponenten. Daher ist es nicht ganz verständlich, weshalb der verbaute Akku mit 3800 mAh respektive 42,81Wh recht schwachbrüstig ausfällt. Das große 17-Zoll-Gehäuse müsste eigentlich Platz für einen wesentlich üppigeren Stromspeicher bieten. Dass das Fragbook DTX somit keine neuen Spitzenwerte hinsichtlich der Laufzeiten aufstellen wird, dürfte jetzt schon klar sein.

Eckdaten: Deviltech Fragbook DTX
Prozessor: Intel Core i7-820QM
Prozessor - Takt: Grundtakt:1,73 GHz
Turbo: 3,06 GHz
Prozessor - Fertigung: 45 nm
Prozessor - Cache: L2-Cache: 512 KB
L3-Cache: 8 MB
Chipsatz: Intel HM55
   
Arbeitsspeicher: 4 GB - DDR 3
Festplatte:

1x 320 GB

Festplatte - Geschwindigkeit: 7200 rpm
Laufwerk: Multiformat-DVD-Brenner
   
Grafik: ATI Mobility Radeon HD5870
Grafik - Videosppeicher: 1 GB VRAM
Grafik - Takt: GPU: 700 MHz
RAM: 1000 MHz
   
Display - Diagonale: 17,3 Zoll
Display - Auflösung: 1920 x 1080 Pixel
Display - Glare-Type: ja
Display - LED: nein
   
Tastatur - Anzahl der Tasten: 99
Tastatur - Tastengröße: 14 x 14
Tastatur - Numblock: ja
Touchpad - Größe: 82 x 50
Touchpad - Multitouch: nein
   
Akku: 3800 mAh / 42,81 Wh
Gewicht: 4,0 kg
Abmessung: 410 x 280 x 39 - 48
Preis: 1825 Euro
Garantie 24 Monate