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Ausprobiert: Synology Diskstation Manager 6.0 Beta 2

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Seite 9: Fazit

Was wir in der zweiten Beta von DiskStation Manager 6.0 gesehen haben, hat uns gut gefallen. Synology hat einige interessante neue Features zusammengestellt, bzw. vorhandene Funktionen weiter verbessert. Wer ein kompatibles NAS hat, kann es einfach upgraden - CeBIT-Besucher können es auch Mitte März bereits am Synology-Stand einmal vortesten

Der Bereich rund um die "Cloud Station" wurde weiter ausgebaut und ist flexibler nutzbar. Cloud Station für die Zwei-Wege-Synchronisation zwischen mehreren Geräten und dem NAS hat eine intelligentere und platzsparende Versionierung bekommen und als Synchronisationsziel können nun auch einzelne Verzeichnisse ausgewählt werden. Cloud Sync zum Synchronisieren der NAS-Inhalte mit Cloud-Anbierten wie Dropbox oder Onedrive kann nun auch zu mehreren Dienstleistern gleichzeitig synchronisieren. Mit Cloud Station Backup ist es nun möglich, quasi kontinuierlich ein Backup vom eigenen Rechner auf das NAS zu fahren. Im Bereich der klassischen Backups auf andere NAS oder rSync-Server hat Synology die Pakete etwas umgebaut, welche nun unter HyperBackup und HyperVault zu finden sind. Die Versionierung ist effizienter, ebenso wie es neue Optionen für den Datentransfer gibt, die Zugriffsmöglichkeiten auf Daten innerhalb von Backups via File Station verbessert wurden und kleine Optimierungen im Bereich Verschlüsselung oder das Mitsichern von Permissions eingebaut wurden.

dsm module 01s 
DSM 6.0 Beta 2 - die neuen Pakete.

Der Bereich Datensicherung hat weiterhin die Einführung des btrfs-Dateisystems als großes Thema. btrfs bietet potentiell Vorteile bei der Datensicherheit und ermöglicht sehr ressourcenschonend und schnell das Anlegen von "Schnappschüssen" der Daten auf dem NAS, aus welchen sich flexibel und einfach wieder Daten wiederherstellen lassen. Snapshots sind insgesamt natürlich als sinnvolle Ergänzung von klassischen Backups zu sehen. Hier gilt es allerdings anzumerken, dass nicht alle DiskStations, die auch DSM 6.0 bekommen, die neue Technik auf btrfs-Basis werden nutzen können. Momentan scheint Synology btrfs ausschließlich den neueren DiskStations der Plus-Serie mit Intel-Technik vorzubehalten.

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DSM 6.0 Beta 2 - Gruppenbild neuer Module

Deutlich umgekrempelt hat Synology den Bereich der auf dem NAS laufenden Applikationen, die über das Thema Datensicherung/-Speicherung hinausgehen. Synology hat nun einige Anwendungen eingeführt, die Aufgaben vom Endgerät auf das NAS selbst verlagern. Bei einem reinen Datenspeicher wird man z.B. Daten suchen, indem man mit dem Explorer nach Dateinamen sucht und bei Treffern diese dann auf dem PC öffnet, um den Erfolg der Suche zu bestätigen. Mit DSM 6.0 kann über den Browser - also auch besser per "remote" - per File Station nach den Daten gesucht werden, welche dann dank Indizierung und Inhaltssuche schneller und treffsicherer gefunden werden. Ist die Datei gefunden, dann kann sie gleich mit dem in DSM integrierten Dokumentenbetrachter, welcher mit den wichtigsten Dateitypen umgehen kann, geöffnet werden. Der Download der Datei auf den PC ist dann häufig schon optional. Auch bietet DSM 6.0 einige andere Features, die z.B. Dropbox so attraktiv machen. So können Dateien flexibel und auch "optisch ansprechend" per Freigabelink mit anderen geteilt werden. Aber auch andere Funktionen bzw. Tools möchte Synology direkt auf dem NAS laufen sehen, was in vielen Fällen auch Sinn macht, denn das NAS hat eine zentrale Position inne und ist flexibel erreichbar. So läuft auf DSM die Note Station, welche zur Aggregation und Verwaltung von Informationen bzw. Notizen dient, und auch SpreadSheet als Tabellenkalkulation/Kollaborations-Tool, bei dem mehrere User gleichzeitig an "Daten in Tabellenform arbeiten können, profitiert davon.

Mit MailPlus und MailPlus Server steht in DSM 6.0 eine Mailserver-Umgebung zur Verfügung, die sicher primär kleine und mittelständische Unternehmen ansprechen wird. Synology bietet hier die Möglichkeit, auf einem eigenen NAS bzw. einem ausfallsicheren Verbund aus NAS-Systemen einen Mailserver zu hosten, welcher einen guten Umfang bzgl. Datensicherheitsoptionen bietet. Vorteilhaft an MailPlus ist ebenso, dass der Clientzugriff über ein Webinterface erfolgt, welches einen recht vollständigen Umfang an Managementfunktionen mitbringt.

Für Heimanwender wird an DSM 6.0 wahrscheinlich die verbesserte Cloud Station am interessantesten sein. Besitzer von HighEnd-Diskstations haben zukünftig mit btrfs ein alternatives Dateisystem, welches mit seiner Snapshot-Funktion klassische Backup-Strategien erweitern kann.

 

 

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Kommentare (8)

#1
Registriert seit: 10.08.2007

Fregattenkapitän
Beiträge: 2767
Auf meiner DS214Se wird die Version nicht angezeigt.
Neuste Version 5.2
#2
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Registriert seit: 07.09.2003

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1417
Schön wäre es mal, wenn es gehen würde, dass ich eine externe Festplatte direkt an das NAS hängen kann um dann in unregelmäßigen Abständen das komplette NAS (oder wahlweise Teile davon) "per Knopfdruck" verschlüsselt auf die externe Festplatte zu sichern.

Aktuell muss ich das jedes mal umständlich per Hand machen. TrueCrypt-Container auf der externen Festplatte erstellt und dann per Hand die einzelnen Ordner auf die externe Festplatte sichern und dann ab damit in einen anderen Brandabschnitt.
#3
Registriert seit: 18.07.2006
Leverkusen
Bootsmann
Beiträge: 752
Liegt wahrscheinlich daran, dass es eine Beta ist. ;)

Selbst beim RC warnt Synology ja vor der Nutzung auf Produktivsystemen:

Zitat

Before Starting

Please read the following before installing DSM 6.0 RC.

-For evaluation only -- DSM 6.0 RC is for evaluation purposes only, so we do not suggest installing it in production environments. You are strongly recommended to read the Known Issues section before installing it. Synology cannot be held responsible for any accidental data loss caused by this beta software.

-Not downgradable -- After installation, you will not be able to downgrade the DSM version on your Synology NAS to a previous version.


https://www.synology.com/de-de/dsm/6.0beta/ReleaseNote
#4
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Registriert seit: 23.01.2009
Hannover
Bootsmann
Beiträge: 686
Zitat 2fast4u;24392992
Schön wäre es mal, wenn es gehen würde, dass ich eine externe Festplatte direkt an das NAS hängen kann um dann in unregelmäßigen Abständen das komplette NAS (oder wahlweise Teile davon) "per Knopfdruck" verschlüsselt auf die externe Festplatte zu sichern.

Aktuell muss ich das jedes mal umständlich per Hand machen. TrueCrypt-Container auf der externen Festplatte erstellt und dann per Hand die einzelnen Ordner auf die externe Festplatte sichern und dann ab damit in einen anderen Brandabschnitt.


Realtalk, so ein feature fehlt mir auch.
"Per Knopfdruck das ganze NAS inkl. Datenbanken, Einstellungen, Nutzern etc sichern"
#5
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Registriert seit: 01.11.2004
RLP
Flottillenadmiral
Beiträge: 4484
Was ich nicht ganz verstehen kann ist, dass die Beta 2 ausgiebig getestet wurde wenn am 03.06.2016 der RC released wurde ?
#6
Registriert seit: 18.07.2006
Leverkusen
Bootsmann
Beiträge: 752
Zitat XTaZY;24393226
Was ich nicht ganz verstehen kann ist, dass die Beta 2 ausgiebig getestet wurde wenn am 03.06.2016 der RC released wurde ?


Wahrscheinlich hat man die Beta 2 einige Zeit angetestet, den Bericht geschrieben und dummerweise kam relativ zeitgleich der RC raus.
#7
Registriert seit: 12.06.2010

Obergefreiter
Beiträge: 108
Weiß jemand, ob man BTRFS mit Raid 6 oder Raid 1 und mehr als zwei Platten einsetzen kann? Meines Wissens nach kann BTRFS als RAID 1 nicht auf mehr als zwei Platten schreiben.
#8
Registriert seit: 17.08.2009

Bootsmann
Beiträge: 708
Zitat: Auch wenn btrfs viele Vorzüge hat, im Raum steht ebenfalls ein höherer RAM-Bedarf und die Tatsache, dass sich über den Status von btrfs in der Linux-Welt - stable oder nicht - teilweise noch gestritten wird.

Ich bin da skeptisch denn es steht auch im Raum das die BTRFS Impelmentierung seitens Synology nur schlecht gelöst wurde. BTRFS auf Synology kann Fehler nicht korrigieren und ebenso kann es verheerend ausgehen wenn Bits im Speicher kippen.
Das die kleinen Synos 216+/716+ keinen ECC Speicher verbaut macht zwar sowieso keinen Sinn, denn der N3050/3150 unterstützt ECC Speicher nicht.
Ich finde es aber falsch das Synlogy auf der Homepage damit wirbt: "Automatische Korruptionserkennung und Reparatur", wenn Synology es so impelmentiert hat, das Fehler nur erkannt, nicht aber korrigiert werden !
Das Fehler nicht automatisch korrigiert werden hat Synology schon bestätigt.
Wie dem auch sei, wenn Bits im Speicher kipppen funktioniert ohne ECC Speicher auch keine Reparatur, sprich korrupte Daten werden korrupt auf das Medium geschrieben.
Kann bei der Datenbankbasierten Datensicherung mittles Hyperbackup noch ein richtiger Bumerang werden, wenn sich das Backup nicht mehr öffnen lässt.
Es bleibt spannend.......
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