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Synology DS216play im Test

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Seite 1: Synology DS216play im Test

synology ds216play teaserDie im letzten Jahr vorgestellte Synology Diskstation DS216play ist ein 2-Bay-NAS, welches besonders durch seine Transkodierungsfähigkeiten hervorstechen soll und somit auf den Multimedia-Bereich zielt. Das DS216play soll dank eines leistungsfähigen ARM-SoCs auch hochauflösende 4K-Videos transkodieren können, wobei mehrere parallele 1080p-Transkodierungen ebenfalls möglich sein sollen. Im Vergleich zum Vorgängermodell DS214play ist die neue DS216play sogar günstiger zu haben, weswegen wir uns diese Diskstation einmal näher angeschaut haben.

Synology dürfte auch in Deutschland Marktführer im Bereich "Network Attached Storage" (NAS) sein und kann daher mit einer breiten Paletten von NAS-Systemen aufwarten, die vom Heimanwenderbereich bis hin zu zum mittleren Unternehmensbereich fast alle Bereiche abdeckt. Dabei entwickeln sich NAS-Systeme zunehmend weiter und sind über ihre eigentliche Rolle, nämlich in einem Netzwerk flexibel Speicherplatz zur Verfügung zu stellen, mittlerweile hinaus gewachsen. Beispielsweise ist der Bereich Videoüberwachung, bei der das NAS zentral alle per Netzwerk angeschlossenen Überwachungskameras managed und steuert, bei Synology ein wichtiges Thema und es gibt mittlerweile speziell dafür angepasste NAS-Systeme im Angebot.

An Heimanwender - vom Einsteiger bis hin zum Enthusiasten - richten sich die drei Serien "J", "Value" und "Plus". Modelle der "J-Serie" stellen die Einstiegs-NAS-Systeme dar, die zwar mit geringerer Leistung auskommen müssen, aber durch die Verwendung der "Disk Station Manager"-Oberfläche trotzdem einen breiten Funktionsumfang bieten. Das DS215j ist beispielsweise ein sehr empfehlenswertes Modell für den typischen Heimanwender. Die Modelle der Value-Serie bieten dann schon mehr Performance und auch einige Features mehr, so z.B. weitere Möglichkeiten im Bereich Videostreaming oder Modelle wie die DS715 oder DS1515 mit Support für Erweiterungseinheiten. Die "play"-Modelle werden dabei ebenfalls zur Value-Serie gerechnet. Die NAS der Plus-Serie richten sich dann klar an Anwendungen in kleinen bis mittleren Unternehmen sowie natürlich auch noch an "ambitionierte" Privatanwender. In der Theorie klingt das eigentlich recht übersichtlich, in der Praxis hingegen ist die Wahl dann nicht ganz so einfach, da manchmal Merkmale wie die CPU auch in Modellen unterschiedlichen Serien verbaut werden. Der "NAS-Berater" auf Synologys Website hilft Einsteigern im Bereich NAS aber etwas weiter und die Konkurrenz wie z.B. QNAP macht die Sache auch keinesfalls besser im Sinne von "übersichtlicher".

ds15s
Synology Diskstation DS216play

Die Diskstation DS216play ist ein kompaktes NAS für zwei 3,5-Zoll- oder 2,5-Zoll-Laufwerke, welche als besonderes Feature über eine leistungsstarke Videotranskodierungs-Engine verfügt. Mit den zwei Laufwerkschächten sind zur Zeit maximal 16 TB im JBOD/RAID0- und 8TB im RAID1/SHR-Betrieb in dem DS216play nutzbar. Aufgrund der Transkodierungsfähigkeit und des vergleichsweise niedrigen Preises kommt bei der DS216play ein spezialiserter SOC zum Einsatz und nicht ein Intel x86-System, wie teilweise bei früheren play-Modellen.

Der verbaute STM Monaco STiH412 ist ein Dual-Core-Prozessor mit ARM-Architektur, welcher mit 1,5 GHz getaktet ist. Teil des SOCs ist ein Hardwareverschlüsselungsmodul, wenngleich dieses nicht annähernd die Performance einer AES-NI-Erweiterung erreicht. Der CPU stehen 1 GB DDR3 Speicher zur Verfügung. Auf der Rückseite des NAS bieten ein USB-3.0- und ein USB-2.0-Port ausreichende Erweiterungsmöglichkeiten. Gegenüber dem Vorgänger DS215play sind bei der DS216play der zweite USB-3.0-Anschluss sowie der SD-Card-Reader und der Front-USB-Anschluss weggefallen. Zur Anbindung ans Netzwerk steht eine Gigabit-Netzwerkschnittstelle zur Verfügung, d.h. Link Aggregation etc. ist bei der DS216play nicht möglich bzw. würde auch keinen Sinn machen.

Vom Preis her liegt die DS216play mit einem Straßenpreis von ca. 240 Euro für eine 2-Bay-NAS im mittleren Bereich und verglichen zum Vorgänger ist sie auch ein gutes Stück günstiger, was aber aufgrund der abgespeckten Ausstattung realistisch ist.

Technische Daten
Hersteller Synology
Modell Diskstation DS216play
Hardware STM Monaco Arm STiH412 (Dual-Core 1.5 GHz, Cortex A9, 32-bit)
Speicher Platz für zwei 2,5" bzw. 3,5"-Festplatten
Anschlüsse Vorne: - , Hinten: 1 x USB 3.0, 1x USB 2.0, 1x Gigabit-Ethernet
Maße (HxBxT) 165 mm x 100 mm x 226 mm
Gewicht 0,9 Kg
Besonderheiten Videotranskodierung (4K / 1080p)
Preis ca. 240 Euro
 

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Kommentare (8)

#1
Registriert seit: 24.11.2010

Matrose
Beiträge: 21
Die Gehäuse sehen auch immer billiger aus. Das kann die Konkurrenz aber viel besser.
#2
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Registriert seit: 03.10.2002
Deutschland
Flottillenadmiral
Beiträge: 4278
Vergleichswerte wären schon gewesen. Vor allem zur DS215+
#3
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Registriert seit: 25.12.2013
Hoch im Norden
Hauptgefreiter
Beiträge: 238
Witzig. Hab mir, ohne vorher von diesem Artikel zu wissen, heute mittag eine bestellt :D Zufälle gibts.
#4
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Registriert seit: 13.07.2014

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 490
Zitat Os;24246071
Die Gehäuse sehen auch immer billiger aus. Das kann die Konkurrenz aber viel besser.


Ist doch unwichtig wie sonst nur was. Das Ding kommt in eine Ecke und gut ist, solange es Leistung bringt. Verstehe nicht wieso ein NAS nun auch noch ästhetische Ansprüche erfüllen soll/muss.
Einzig das der SD-Card Reader weg ist, finde ich schade. Zum direkten entleeren der Karte nach Foto-Sessions mit der DSLR durchaus praktisch.

Seite 2,letztes Bild: Hier ist ein Fehler in der Bildunterschrift. Es ist die rede von "den beiden Gigabit LAB-Ports",wo das Gerät doch nur einen Port hat.
#5
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Registriert seit: 11.06.2013
AT
Matrose
Beiträge: 9
Zusammenfassung für die Punkte die mir wichtig sind:

Zielgruppe: Leute die nicht daheim sind, wenn sie Videos ansehen. Somit limitiert Internet/Lan. Geräte die man direkt an den Bildschirm/Fernseher stöpseln kann gibt es genug und bessere.
4k ist noch nicht verbreitet, es funktioniert aber soundso (noch) nicht wirklich.
Wer auf seiner NAS ein alternatives Betriebssystem installieren will sollte sich überlegen ob er unbedingt Synology braucht.
Das große Plus bei Synology ist für mich bisher gewesen: Das Ding überlebt und ich muss nichts herumfrickeln. Dafür zahlt man aber auch.

Kleiner Hinweis von mir als jahrelanger Synology Besitzer: Updates bei "Apps" die Daten verarbeiten deaktivieren. Updates erst ein Monat später installieren.
Hat man ein Problem nach dem Update bekommt man die Info: "Wer wichtige Daten hat sollte sicher gehen, dass diese nicht verloren gehen. Überhaupt gehört auch ein NAS gesichert."
Ich habe daraus gelernt...

Bis die USB Ports kaputt sind ist eine neue Diskstation angeschafft. somit finde ich 1* USB3 für die Sicherung und einmal USB2 für wasauchimmer (Kamera z.B.) in Ordnung. Drucker, USB-Sticks usw. gehören an den Router. Wer ständig sein NAS aus dem Kasten holt sollte sich überlegen warum er das tut.
- somit, wenn der SD Slot bzw. USB vorne weggefallen ist.

Die VPN Erweiterungen werde ich mir mal ansehen. Es wird mir aber weiterhin fehlen, dass ich auf der DS Internetsurfen kann. Das wäre ein großer Pluspunkt: In der Arbeit anonym und uneingeschränkt surfen wäre super. So wird weiterhin der PC gestartet.
#6
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Registriert seit: 29.05.2005
Nähe Bremen
Leutnant zur See
Beiträge: 1145
Ein Vergleich zur 214play wäre noch ganz gut.
#7
customavatars/avatar208420_1.gif
Registriert seit: 13.07.2014

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 490
Zitat ert666;24252264

Kleiner Hinweis von mir als jahrelanger Synology Besitzer: Updates bei "Apps" die Daten verarbeiten deaktivieren. Updates erst ein Monat später installieren.
Hat man ein Problem nach dem Update bekommt man die Info: "Wer wichtige Daten hat sollte sicher gehen, dass diese nicht verloren gehen. Überhaupt gehört auch ein NAS gesichert."
Ich habe daraus gelernt...

Synology macht es dem User sehr leicht Back-Ups anzulegen. Wer das nicht von Anfang an nutzt, der gehört mit Datenverlust gestraft.
#8
Registriert seit: 17.08.2009

Bootsmann
Beiträge: 640
Zitat Os;24246071
Die Gehäuse sehen auch immer billiger aus. Das kann die Konkurrenz aber viel besser.


Da sieht man mal, das Du überhaupt keine Ahnung hast !
Das Gehäuse gibt es schon seit seit 2011 in Form der DS212j, nur das es schwarz gefärbt ist.

Davon mal ab. Synology ist ein Kastrator, genau wie Canon.
Man kann Geräte künstlich beschneiden, aber Syno und Canon treiben das mit ihren Produkten auf die Krone.
Preis/Leistung ausreichend.
Ich habe die DS212j, aber mein nächstes NAS wird vermutlich eines von Qnap oder Asustor. Preis/Leistung ist hier in meinen Augen gut !
Hatte als Zweitgerät das DS115 hier. Der verbaute 60er Lüfter ist voll für den Hintern, deswegen ging das Ding auch wieder Retoure.

Von der Zuverlässigkeit habe ich aber nichts zu meckern bei der DS212j.
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