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AVM FRITZ!Powerline mit bis zu 1 GBit/s und WLAN-Erweiterung ausprobiert

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Seite 1: AVM FRITZ!Powerline mit bis zu 1 GBit/s und WLAN-Erweiterung ausprobiert

avm powerline logoBei Hausbau und größeren Renovierungen ist eine ordentliche Netzwerkverkabelung in Haus und Wohnung inzwischen sicherlich Standard. Dennoch müssen dafür Mehrkosten eingeplant werden und nachträglich die Wände aufzustemmen, um dort Netzwerkkabel zu verlegen, ist nicht immer möglich. WLAN-Netzwerke können einen Teil des heimischen Datenverkehrs auffangen, aber diesen drahtlosen Verbindungen sind trotz 802.11ac-Standard mit theoretisch über 1 GBit pro Sekunde Grenzen aufgesetzt - gerade in Ballungszentren, in denen sich auf einem Kanal auch gerne einmal mehrere WLAN-Netzwerke tummeln. Powerline heißt das Stichwort und auch wenn sich gleich mehrere Anbieter auf diesem Gebiet breitgemacht haben, schauen wir uns heute einmal an, wie sich ein Haushalt mit der Netzwerkverbindung über das Stromnetz sinnvoll verkabeln lässt, wo die Fallstricke sind und welche Leistung von solchen Lösungen zu erwarten ist.

Powerline oder PowerLAN ist der Oberbegriff der Technik, die vorhandene Stromleitungen im Haushalt zum Aufbau eines Netzwerks zur Datenübertragung verwendet. Powerline verwendet dazu eine Trägerfrequenzanlage, die in den Adaptern steckt, welche in die Steckdose gesteckt werden. Der Sender moduliert das Datensignal im Hochfrequenzbereich (zwischen 2 und 68 MHz) auf die Stromleitung. Vom Empfänger wird das Signal wieder demoduliert. Verwendet wird dazu ein Orthogonal Frequency-Division Multiplexing (OFDM), das auf der Sendeseite jeweils eine Vielzahl an Signalen gleichzeitig auf eine Trägerfrequenz phasen- und amplitudenmoduliert (Frequenzmultiplexverfahren). Das verwendete Frequenzspektrum wird dabei in Kanäle aufgeteilt, um die Störanfälligkeit zu verringern bzw. entsprechende Gegenmaßnahmen (Fehlerkorrektur- und Interleavingverfahren) zu ermöglichen. Die Theorie sieht auf diese Art und Weise Übertragungsraten von bis zu 1.200 MBit pro Sekunde vor, welche über 300 m ermöglicht werden sollen.

Soweit die Theorie, denn die Gegebenheiten der Praxis stellen sich weitaus komplizierter dar. Die Übertragung erfolgt auf einer Phase, in Haushalten werden die drei zur Verfügung stehenden Phasen aber meist in unterschiedlichen Bereichen verwendet. Die Adapter sehen aber meist vor, dass die Verbindung auf mindestens einer Phase besteht, sodass über diese Bereiche hinaus miteinander kommuniziert werden kann. Das Übersprechen auf andere Phasen reduziert die Leistung aber erheblich. Weitere Effekte wie Leitungsdämpfung, Leitungslänge und gegebenenfalls Störer mindern die Übertragung ebenfalls. In den Messungen werden wir die beiden Leistungsklassen später in verschiedenen Abständen betreiben und die Übertragungsrate aufzeichnen.

AVM FRITZ!Powerline
AVM FRITZ!Powerline

AVM unterteilt seine Adapter in bestimmte Kategorien, die mit bis zu 500 oder 1.000 MBit pro Sekunde arbeiten. Untereinander kompatibel sind diese aber nur innerhalb der eigenen Leistungsklasse. Ein 1.000-MBit-Adapter lässt sich zwar in ein bestehendes 500-MBit-Netz einbinden, arbeitet dann aber natürlich nur noch mit dieser Geschwindigkeit. Grundsätzlich aber ist es möglich mehrere Adapter in einem Netzwerk zu betreiben, was wir später auch so versuchen werden. Weiterhin bietet AVM unterschiedliche Adapter an, die entweder eine weitere Steckdose bieten, ein WLAN aufspannen können oder die Steckdose schaltbar machen sowie deren Stromverbrauch aufzeichnen.

Auf die einzelnen Adapter gehen wir aber auf den kommenden Seiten noch etwas genauer ein und schauen uns auch die dazugehörige Software etwas genauer an. Auf verschiedenen Leitungslängen haben wir auch einige Messungen durchgeführt, zu denen wir später noch kommen.

 

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Kommentare (18)

#9
Registriert seit: 01.08.2011
Wien
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 432
ich hatte so was damals in einer alten wg in wien (weiß aber nicht mehr von welchem Hersteller) übertragungsrate war eklatant(ca das 4fache) unter dem wert den man mit lan-kabel erreicht, ping soweit ok

im Prinzip ist es eine solide stabile lösung wenn man kein highspeed Streaming whatever macht
#10
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Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29105
Für alle die 1.200-GBit/s-Adapter mit Steckdose von AVM wollen, da soll in den kommenden Monaten was kommen. Ebenfalls eine Lösung mit WLAN ist geplant. Genaueres gibt es dazu aber noch nicht.

Zitat a_thunder;23416169
Wenn ich das richtig sehe haben die 1200er Adapter Gigabit-LAN Anschlüsse, die 500er nur 100MBit. Bei euch liest es sich als hätten sie alle nur 100er.
Aber wie kommt ihr bei 100MBit Anschlüssen auf Datenraten von z.B. 240MBit? Ist das ein Wert, der vom Adapter angezeigt wird oder ein Praxiswert?


So haben wir das im Text auch beschrieben. Die angegebenen Datenraten betreffen zunächst einmal nur die Powerline-Verbindung und ja, da limitieren gegebenenfalls die Anschlüsse und nicht das Powerline.
#11
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Registriert seit: 19.10.2007
Rostock!
Flottillenadmiral
Beiträge: 4921
1,2 TBit/s? Da freu ich mich aber schon drauf :)
#12
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Registriert seit: 13.05.2008
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Kapitän zur See
Beiträge: 3284
Ich habe einizge Zeit ein Produkt von TP Link genutzt und war absolut happy damit. Kaum einbußen (in der Geschwindigkeit) gegenüber zum Netzwerkkabel und in 4 Monaten zwei oder drei Verbindungsabbrüche. Ansonsten sind die Dinger echt klasse.
#13
Registriert seit: 23.10.2005
Sachsen
Admiral
Beiträge: 10245
Zitat awehring;23415703
Schade, dass im Test nicht die Nettodatenrate mit iperf gemessen wurde. Das ist wenig Aufwand und hätte höchstwahrscheinlich gezeigt, dass nicht einmal die 100 MBit/s erreicht werden können - jedenfalls zeigt sich das in anderen Tests (z. B. c't).

Sich auf die Anzeige der Verbindungsgeschwindigkeit im Gerät zu verlassen ist etwas amateurhaft.

@Romek, danke das ist sehr aufschlussreich!


This! Damit ist der Test für die Tonne.
#14
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Registriert seit: 13.06.2003
RheinMain
Vizeadmiral
Beiträge: 7437
Kann aus eigener Erfahrung mit 1GBit- und 500MBit-Adaptern von Devolo und TP-Link berichten, dass die echte Datenrate, die man mit Tools messen kann erheblich von den Herstellermessungen der hauseigenen Software abweicht.

Während Devolo bspw. im DLAN-Cockpit bei den 1GBit-Adaptern noch 245MBit/s Empfangen anzeigt, liegt der tatsächliche Wert beim Windows-Kopiervorgang einer 5GB-Datei bei nur noch knappen 100MBit/s.

Ich habe dann die Erfahrung gemacht, dass zwischen den 500MBit- oder 1000MBit- oder gar 1200MBit-Adaptern kaum Unterschiede in der tatsächlichen Empfangsleistung bestehen. Lediglich ein Unterschied zu den 200MBit-Adaptern wird überdeutlich.
#15
customavatars/avatar178171_1.gif
Registriert seit: 07.08.2012
Raum Stuttgart
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1446
Finde den Test ebenfalls fuer die Tonne.
Wichtig bei den Dingern ist doch einfach nur die Nutz-Datenrate.

Egal wie sie aussehen oder welcher Name draufsteht.

Sie sollen Daten uebertragen. Und zwar so schnell und effizient wie moeglich. Deshalb sind realistische Messungen bei solchen Tests unabdingbar.
SMB/iPerf etc haette ich mir gewuenscht.

Komme mir hier ja langsam vor wie bei den ganzen Endstufen bei denen 10.000Watt draufsteht.
#16
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Registriert seit: 20.07.2009

Bootsmann
Beiträge: 580
und damit sind ALLE Adapter die auf 100 mbit Ethernet limitiert sind völliger BLÖDSINN.

100mbit ist SCHNECKENPOST in Zeiten von Files die mehrere GIGABYTE gross sind. und das ist bloss die BRUTTOdatenrate. Tatsächlich wird das Powerline damit filetransfer in einer Geschwindigkeit bieten die kaum besser als die eines superantiken össeligen WLANS ist mit 50-100 mbit. Der Gigabit Adapter ist somit der einzige der überhaupt Sinn macht. Der Rest ist obsoleter Müll.

Die Investitionen sind in ordentliche Überputz Kabel und für den ders nötig hat dementsprechende Verkleidungen samt Überputz Buchsen
wohl deutlich besser angelegt. A ) Maximaler SPeed B) MAXIMALE Störunempfindlichkeit C) Maximale Sicherheit

und WLAN nebenher geht ja eh noch
#17
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Registriert seit: 13.01.2011
Scummbar
Leutnant zur See
Beiträge: 1153
Was schafft des teil des in der Praxis?
#18
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Registriert seit: 09.08.2005

Gefreiter
Beiträge: 46
Bei meiner Installation habe ich seinerzeit von 200 über 500 auf 650 MBit aufgerüstet.
Die Sprünge waren stets spürbar.

Bemerkenswert war der Schritt von 500 auf die 650 MBit. das gab ca 40% Boost. (Netto ca 7 - 10 MB/s).
Dies ist auf die in den 650er Devolo Adpatern verbaute Technik zurückzuführen, die alle 3 Leitungen einer Steckdose nutzt.
Die Gigabit Variante hab ich mir bisher verkniffen, da kein Test nennenswerte Steigerungen verzeichnet (außer im Herstellertool).
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