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Wohnzimmertauglich: QNAP HS-210 im Test

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Seite 3: Einrichtung & Software

Die Ersteinrichtung des Betriebssystem, also QTS, ist sehr einfach. Besitzer eines Smartphones können einen beiligenden QR-Code scannen, den neunstelligen "Cloud-Key" eingeben und werden dann direkt zur Einrichtungsseite des NAS weitergeleitet - ohne Suche von IPs oder ähnlichem. Am Desktop bzw. Notebook, oder in Umgebungen in denen es kein Internet gibt, funktioniert die Einrichtung natürlich auch über das Webinterface mit der IP, die dem HS-210 via DHCP zugewiesen wurde.

QNAP QRS 4

Die Festplatten werden standardmäßig als RAID-1 konfiguriert, möglich sind aber auch ein RAID-0 oder JBOD. Egal welches Format man wählt, die Platten werden grundsätzlich neu formatiert - wichtige Daten sollte man also vorher löschen. Ist die Software einmal installiert, gelangt man zur Hauptseite des NAS, einer Art Desktop im Browser, von dem aus man alle Dienste des Geräts konfigurieren und nutzen kann. Direkt nach der Installation sind schon allerhand "Apps" wie "Musicstation" oder "Photostation" für Musik- bzw. Fotowiedergabe installiert. Via App Center lässt sich eine nicht enden wollende Liste von Software nachinstallieren, wobei die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt sind. Ein Antivirenprogramm zum Scannen direkt auf dem NAS, ein Downloadclient, diverse PHP-Anwendungen und sogar eine App, die es ermöglicht, eine Webcam via USB direkt am NAS anzuschließen - alles kein Problem. Nur muss man beachten, dass der kleine Prozessor doch relativ schnell in die Knie geht, je mehr Dienste man installiert.

Ob man all diese Apps braucht, sei mal dahingestellt, aber die Möglichkeit alles installieren zu können, ist natürlich nie verkehrt. Im Test haben wir uns auf Dienste wie Music Station und Videostation beschränkt. Außerdem haben wir Qsync, den Cloudclient von QNAP unter die Lupe genommen. So erhält man eine Dropbox-Alternative, bei der die eigegen Daten zu Hause und nicht auf einem Server in den USA liegen. Sowohl am Mac als auch am PC funktioniert die Synchronisation gut, mit entsprechend schnellem Internet funktioniert das Synchronisieren auch von außerhalb des eigenen Netzwerks.

Qmanager - QNAPs mächtiges Verwaltungstool

Auch für das Smartphone bietet QNAP Apps an. Am wichtigsten sind hierbei Qmanager, mit der sich das NAS sehr komfortabel via App verwalten lässt, Qfile um auf die Daten des NAS zugreifen zu können und Qmusic, was das Streamen von Musik auf das Smartphone erlaubt. Alle Apps sind natürlich kostenlos und für iOS wie auch für Android erhältlich - für Windows Phone gibts leider keine passenden Anwendungen.

QNAP Qfile - für den Zugriff vom Smartphone

Die Apps finden das HS-210 selbstständig im Netzwerk, das Herstellen der Verbindung geht schnell von der Hand. Der Qmanager dient hier zur Administration und erlaubt weitreichende Änderungen, neue Nutzer und Freigaben können erstellt und einzelne Dienste ein- und ausgeschaltet werden. Außerdem gibt es eine Übersicht über Auslastung von Prozessor und Ram, sowie Zustand der Festplatten und der Speicherplatzauslastung. Insgesamt eine sehr nützliche App. Der Zugriff auf die Daten über die Qfile-App gestaltet sich ebenso einfach. NAS suchen und anmelden - fertig. Einmal angemeldet erhält man (abhängig von den Zugriffsrechten) Zugang zu allen Daten auf dem NAS. Kompatible Daten können entweder direkt abgespielt oder auf das Smartphone heruntergeladen werden. Videos liefen in unserem Test flüssig, allerdings gilt es hier die Vorgaben der jeweiligen Plattform zu beachten. Zu guter Letzt werfen wir noch einen Blick auf Qmusic, eine App speziell für den Zugrifff auf Musik. Es kann gestreamt und heruntergeladen werden, außerdem sind Playlists möglich. Wer seine Musik direkt auf dem NAS speichert, kann sich so das Synchronisieren via iTunes sparen - außerdem lässt sich so Speicherplatz sparen, da man die Musik nicht unbedingt auf dem Smartphone speichern muss, sondern eben auch direkt streamen kann.

 

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Kommentare (13)

#4
Registriert seit: 20.12.2008

Bootsmann
Beiträge: 734
Also ich stelle mein NAS nicht wegen dem Aussehen nicht ins Wohnzimmer, sondern weil es schlicht und einfach Sinnfrei ist.
Es ist doch letztendlich auch vollkommen egal wo es steht, hauptsache es funktioniert einwandfrei. :)
#5
Registriert seit: 16.09.2008

Matrose
Beiträge: 34
Naja, du könntest es ja auch noch als Streaming-Client missbrauchen ;)
Sollte ich mir jemals ein NAS zulegen wirds wohl ein selbstgebautes mit Kabini sein. Und das darf dann eben auch gleich noch Videos streamen/abspielen und vielleicht reichts auch um über Steam Spiele zu streamen.
#6
customavatars/avatar105675_1.gif
Registriert seit: 03.01.2009
ein unbeugsames Dorf im Rheinland
Kapitänleutnant
Beiträge: 1917
Seite 3:
"Am Desktop bzw. Desktop oder ...."

....oder vielleicht doch am Desktop ;-)

Wenn das Ding schon als NAS fürs Wohnzimmer gedacht ist, hätte man ja auch mal testen können, ob ein smarter Fernseher die Daten auch vernünftig in FullHD übers Netz gestreamt kriegt, oder ein paar hundert Fotos von SD-Karte zügig durchblättert, statt nur den Standardtest mit einer großen oder vielen kleinen Dateien zu machen.

Wenn nämlich der kleine Prozessor schon von einer der Aufgaben sehr stark gefordert ist, könnte die Performance des gleichzeitigen "Netzwerkens" stark darunter leiden.
#7
Registriert seit: 17.09.2006
München
Redakteur
Beiträge: 3609
Zitat XdiamondheroX;22285203
"Gewicht 1,56 Kg (phne Festplatten)"
Es muss denke ich ohne Festplatten heißen oder ? :D

Huch, ist korrigiert, danke!

Zitat Urban51;22285696
hässliche laute Schrankkisten haben HDMI und dieses Wohnzimmermodell nicht?!!

Naja HDMI ist in der Preisklasse noch nicht drin, da kostet die Hardware einfach etwas mehr.

Zitat Kuzorra;22286198
Seite 3:
"Am Desktop bzw. Desktop oder ...."

....oder vielleicht doch am Desktop ;-)

Ebenfalls korrigiert!
#8
Registriert seit: 15.11.2009

Obergefreiter
Beiträge: 73
Tja, leider ist die FW bei Qnap wirklich mies seit einiger Zeit. Darum hab ich mir einen eigenen NAS zusammengewürfelt auf dem Nas4free läuft.
#9
Registriert seit: 25.03.2011

Hauptgefreiter
Beiträge: 146
Zitat DL84;22288859
Tja, leider ist die FW bei Qnap wirklich mies seit einiger Zeit. Darum hab ich mir einen eigenen NAS zusammengewürfelt auf dem Nas4free läuft.


Kenn beide Systeme. Was meinst du mit mies? Mies zu händeln oder Funktionalität/Stabilität?
#10
Registriert seit: 15.11.2009

Obergefreiter
Beiträge: 73
Z.b. dass Backups zerstört werden wegen FW-Fehlern..naja in den Qnap Foren kann man sich das alles durchlesen.
#11
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Registriert seit: 23.08.2008
Bitz
Anime und Hardware Otaku
Beiträge: 10921
Das ist Bullshit. Verwende verschiedene QNAP Modelle seit 6 Jahren. Immer die aktuellste Firmware draufgespielt, NIE Probleme gehabt.
#12
Registriert seit: 01.05.2007

Korvettenkapitän
Beiträge: 2190
Da die meisten HiFi-Geräte eine Breite von ca. 43 cm haben, frage ich mich, warum QNAP das Gerät nur 41 cm breit macht.
Und bei der Größe passen auch drei 3,5"-Platten oder vier 2,5" Platten ins Gehäuse und es wäre sogar an der Front noch Platz für USB oder einen SD-Steckplatz.
Das Bild von der Front ohne Abdeckung sieht mir nach purer Platzverschwendung aus.
Hätte man das Gerät noch etwas tiefer gebaut, hätten auch vier 3,5"-Platten rein gepasst.

Bzgl. des Tests und der Vermutung, das der Prozessor die Leistungsbremse ist, hätte man ja mal über die Weboberfläche die Auslastung anzeigen lassen können.
Dann hätte man es sicher gewusst, wo die Bremse ist.
#13
Registriert seit: 24.12.2014

Matrose
Beiträge: 1
"Egal welches Format man wählt, die Platten werden grundsätzlich neu formatiert - wichtige Daten sollte man also vorher löschen."
Super Tipp! Wichtige Daten zum Schutz vor Beschädigung durch Formatierung einfach vorher löschen. ;)
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