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Das NAS-Duo - Synology DS214+ und DS214play im Test

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Seite 3: Software

Den Diskstation Manager, kurz DSM, haben wir ja schon öfter gezeigt. Er ist das Betriebssystem des NAS und stellt ein sehr mächtiges Webinterface, was von der Optik an ein "echtes" Betriebssystem erinnert - nur eben im Browser. Der DSM ist auf allen Geräten von Synology installiert, die zur Verfügung gestellten Programme und Funktionen des DSM unterscheiden sich nicht, auch wenn die Hardware völlig verschieden ist. Lediglich spezifische Einstellungen, die an Hardware gebunden sind, zum Beispiel der SD-Kartenleser der DS214play oder der zweite Ethernet-Anschluss der DS214+, können logischerweise nur am jeweiligen Gerät gemacht werden. Auf beiden Geräten läuft das Webinterface sehr schnell, Animationen sind flüssig und Änderungen werden sofort und ohne Neustart übernommen.

Die erste Einrichtung geht schnell: Ist das Gerät einmal hochgefahren, müssen nur wenige Einstellungen gesetzt werden, bis das System sich von selbst auf den aktuellen Stand bringt und dann sofort lauffähig ist. In unserem Test stellten wir fest, dass man auch mit seinem System auf ein anderes umziehen kann, ohne Daten zu verlieren. Bei der Einrichtung wird man dann gefragt, ob man die "alten" Daten und Einstellungen mitnehmen möchte - nach der Aktualisierung waren dann alle Daten noch da, wo sie vorher auch waren. Dieses Feature ist vor allem für Nutzer praktisch, die vielleicht mit einer "kleineren" Diskstation beginnen und dann irgendwann auf eine "große" Version umsteigen wollen.

Diskstation Manager 4.3

Die Anzahl an Erweiterungsmöglichkeiten ist vielfältig. Als wirklich sinnvoll erscheinen uns vor allem die Cloudstation, die Musicstation und die Videostation. Bei der Cloudstation handelt es sich um eine hundertprozentig eigenständig lauffähige Cloud, die die Daten ausschließlich auf dem NAS ablegt. Clients gibt es sowohl für Windows, Mac und Linux als auch für iOS und Android. Standardmäßig werden alle Transaktionen über SSL abgewickelt und können für noch mehr Sicherheit auch noch über ein VPN gesichert werden. Vor allem für "Dropbox-Aussteiger" kann die Cloudstation ein guter Ersatz sein. Von der Flexibilität kommt die Cloudstation zwar noch nicht ganz an die von Diensten wie Dropbox (werden z. B. ganze Ordner in der Cloud verschoben, müssen sie neu herunter/heraufgeladen werden), dafür hat man aber nahezu unbegrenzten Speicherplatz (eben genau so viel, wie das NAS bietet) und hat volle Kontrolle über die Daten. Gerade für kleine Unternehmen, die mit der DS214+ ja angesprochen werden sollen, ist die Datensicherheit ein großes Thema.

Bei der Audio- bzw. Videostation handelt es sich um Dienste, die Musik und Videos durch das heimische Netzwerk und, eine solide Internetleitung vorausgesetzt, auch ins Internet streamen lassen. Auch hier geht alles wieder über Apps für Smartphone und Tablet. Wer seine Filme zu Hause auf dem NAS sammelt, kann diese dann direkt auf sein Endgerät streamen. Zumindest die Audiostation funktionierte mit unserer 16.0000er Leitung auch ohne Probleme aus dem Internet, für das Streamen von Videos sollt dann aber schon VDSL her. Mit der DS214play funktioniert das Streaming in 1080p lückenlos. Die Liste der unterstützen Formate ist lang und beinhaltet alle gängigen Videoformate und Codecs. Bei der DS214+ muss man sich mit 720p-Inhalten begnügen, da hier der entsprechende Encoder nicht verfügbar ist. Natürlich gibt es auch noch eine ganze Reihe anderer Funktionen wie zum Beispiel einen Mail-Server, einen Webserver (inklusive vorinstallierbarer Software), einen Viren-Scanner oder auch die Surveillance-Station, die Kameras im Netzwerk verwalten kann.

Die Software der Diskstations ist ihr Alleinstellungsmerkmal. Der DSM ist die aktuell flexibelste Software für ein NAS. Dateidienste, Streaming, Backups (auch mit Timemachine), Webdienste und nicht zuletzt eine sehr gute Cloud-Funktion sind nur einige der Features, die sich in Handumdrehen installieren und betreiben lassen. Oft kommt die Frage auf, ob es nicht sinnvoller sei sich sein NAS selbst zu bauen, sind doch stromsparende Plattform auf zum Beispiel AMD-Basis sehr erschwinglich und können meist mehr als zwei Festplatten aufnehmen. Nur fehlt da eben noch die Software - klar, Samba ist schnell eingerichtet und Owncloud kann auch relativ schnell aufsetzen, aber eine Streaming-Lösung für Musik oder gar Videos? Hier wird es dann schon schwieriger. Auch Timemachine-Support lässt sich nicht so ohne Weiteres einrichten, hier muss man sich im Klaren sein, dass neben dem Preis für Hardware auch eine Menge Zeit ins Land geht.

 

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Kommentare (27)

#18
Registriert seit: 17.04.2007

Korvettenkapitän
Beiträge: 2156
sehr interessanter Test, wobei ich eher ein Selbstbau-NAS bevorzugen würde, jedoch nur dann wenn es auch alle meine Ansprüche bedient.
Zusätzlich sollten meine Eltern so einfach wie möglich ihre Fotos sichern können.
Filme streamen sollte es auch können.

Eine Software-Anleitung für ein Selbstbau-NAS wäre wirklich was feines :P
#19
Registriert seit: 16.11.2003
Asperg
Gefreiter
Beiträge: 50
Ich habe mich nach langem Hadern auch für die play-Version entschieden. Des Streaming wegens, denn irgendwie konnte ich mich nie an den extra Medienplayer gewöhnen.

@cubayashi: wie bist du bisher mit dem NAS zufrieden?
#20
Registriert seit: 09.10.2006

Oberstabsgefreiter
Beiträge: 401
Zitat ArchangelSK;21603427
Ich habe mich nach langem Hadern auch für die play-Version entschieden. Des Streaming wegens, denn irgendwie konnte ich mich nie an den extra Medienplayer gewöhnen.

@cubayashi: wie bist du bisher mit dem NAS zufrieden?


Hi ArchangelSK,

mich würden auch Eure Erfahrungsberichte interessieren und auch was ihr alles anwendet (Fotos, Musik+Videos streamen?)!
#21
Registriert seit: 21.06.2012
zu Hause
Korvettenkapitän
Beiträge: 2343
habe mir die 214+ gekauft und 2x3TB WD Red dazu.
vorher hatte ich (oder habe ich noch) eine qnap ts 210 am laufen gehabt.
die 214+ geht richtig gut ab vom speed her.
im win explorer daten auf die netzwerkfreigabe schaufeln: qnap: ~25mb/sec / 214+ ~ mal eben so an die 100mb/sec
mit ftp schaufelt die einen gb anschluss auch bis zum anschlag voll.... (75-95% netzwerkauslastung)
lautstärke ist auch super (steht hinter der couch in der ecke, hört man kein bischen!)
#22
customavatars/avatar15751_1.gif
Registriert seit: 29.11.2004
Bremen
Kapitänleutnant
Beiträge: 1824
Ich will mir jetzt auch einen NAS zulegen und es muss auch unbedingt ein Synology sein. Wird es auch bald einen DS414play geben? Ich würde schon gerne auf 12 GB fahren ^^
#23
customavatars/avatar68412_1.gif
Registriert seit: 17.07.2007
NRW
Leutnant zur See
Beiträge: 1031
Sicher das du 12GB meinst? RAM oder was?
#24
Registriert seit: 17.09.2006
München
Redakteur
Beiträge: 3609
Ich glaub eher 12 TB in Form von 4 x 4 TB @ Raid5. Bisher liegt uns zu neuen Modellen übrigens nichts vor, aber wenn da etwas kommt, dann wird das in jedem Fall in den News stehen :)
#25
Registriert seit: 26.02.2014

Matrose
Beiträge: 1
jetzt fällt es einem nicht unbedingt einfacher nach dem guten Test sich für ein NAS zu entscheiden..mich interessiert natürlich das 1080p streaming...ich habe in der unteren Etage eine WDTV live implementiert und würde diese mit dem NAS verbinden...die 1080p Eigenschaft nützt aber nichts, wenn die 214+ als Quelle keine 1080p kann oder? Filme auf der Platte 1080p in einer 214+ an die WDTV hat nur 7209 zur Folge nehme ich an..dann muss es wohl doch die play sein...andere Ideen? :)

Danke Euch, Sven
#26
Registriert seit: 17.08.2009

Bootsmann
Beiträge: 708
1080p Streaming...
Vergiss es !
Da ist die Intel CPU zu schwach, bis 720p geht problemlos, bei FullHD kommt es auf das Ausgangsmaterial an.
Bestimmte Formate kann die DS nicht verarbeiten, da ist doch ein WDTV live bestimmt flexibler..., oder ?
Da ein WDTV live vorhanden ist, kannst Du das doch wirklich vernachlässigen und auch zur DS214+ greifen.

Was will man überhaupt mit dem ganzen Streaminggulasch ? :shot:
Amazon Prime Instant Video lautet die Lösung. :haha:
War ein Scherz mit Amazon. :wink:

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Zitat infect;21596835
sehr interessanter Test, wobei ich eher ein Selbstbau-NAS bevorzugen würde, jedoch nur dann wenn es auch alle meine Ansprüche bedient.
Zusätzlich sollten meine Eltern so einfach wie möglich ihre Fotos sichern können.
Filme streamen sollte es auch können.

Eine Software-Anleitung für ein Selbstbau-NAS wäre wirklich was feines :P


Und wo ist das Problem ?
Eigeninitiative ist angesagt, dazu gibt es im Netz genügend Informationen.
Aber genau für NAS Hersteller bist Du die Zielgruppe, die etwas fertiges haben wollen, weil die Eigeninitiative fehlt.

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Zitat Hanni123;21589759
Geht das Bilder einbinden in die Photo-Station inzwischen mit den arm-Prozessoren besser als mit den DS212'er?
Habe gerade 500 Bilder hoch geladen und die NAS bringt sich fast um.

Beide hier getesteten Geräte -eigentlich alle 2Bay und 4Bay 14er Modelle- besitzen eine integrierte FPU.
Eine fehlende Gleitkommaeinheit macht dem NAS bei der Erstellung der Vorschaubilder ziemlich zu schaffen.
Also mit den aktuellen Modellen sollte es schneller gehen. Um welchen Faktor weiß ich jedoch nicht.
Warum überlässt du die Berechnung der Vorschaubilder nicht deinem PC ? Lad dir den PhotoStation Uploader bei Synology.com herunter !
Mit meinem i3570K auf 4GHz Takt komme ich auf fast 400 Bilder/Stunde (Format CR2 RAW Dateien mit 22MB pro Bild). Ziel ist hier eine DS212j.
#27
Registriert seit: 09.02.2006
Wuppertal
Hauptgefreiter
Beiträge: 139
Frage: die 214+ kann doch 1080p via Netzwerk an ein entsprechenden MediaStreamer und dann letztendlich am TV wiedergeben ?

die Play Version braucht diese Mediabox dann halt nicht richtig ?

Kann man beide Gbit Ports zu einem Team machen ?
was ist mit NFS und ISCI ? geht das auch ? wäre für eine paar VMware tests ganz gut.

Zuletzt ist die Frage kann das teil auch einen iTunes Server darstellen ? also womit ich zentral Play Lists und so verwalten kann ?


by the way: hier ein sehr interessanter Artikel..
http://www.tomshardware.de/synology-ds214-ds214play-nas-test,testberichte-241470-3.html
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