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Test: Thecus N2560 - Das Wohnzimmer-NAS

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Seite 3: Software

ThecusOS 6

Mit dem ThecusOS 6 schneidet man gleich eine Reihe alter Zöpfe ab. Das altbackene Zweispalten-Layout wurde gestrichen und zu einem "Desktop" umfunktioniert. Der lästige, mehrere Seiten füllende Paketmanager ist verschwunden, dafür gibt es jetzt ein Feature namens "NAS Application", das sich sowohl um Updates für das ThecusOS selbst als auch um verfügbare zusätzliche Pakete kümmert. Überhaupt ist alles etwas einfacher und übersichtlicher geworden. Thecus hat sich die Kritikpunkte zu Herzen genommen und die Software an allen Ecken und Enden verbessert.

Dennoch kommt ThecusOS nicht an Systeme wie den DSM von Synology oder QTS von QNAP heran. Hauptsächlich fehlt uns noch die Übersicht. Das "Control Panel" bietet zwar sehr viele Einstellungsmöglichkeiten, gibt sich aber gleichzeitig alle Mühe wichtige Features bestmöglich zu verstecken, sodass man den entsprechenden Punkt immer wieder suchen muss. Dennoch ist das ThecusOS 6 ganz klar ein großer Schritt in die richtige Richtung.

T-OnTheGo

Auch mit Smartphone-Apps möchte Thecus punkten. Wo sich vorher gefühlt ein Rudel vom Apps befand, gibt es jetzt nur noch eine: T-OnTheGo. Diese ist für iOS und Android verfügbar und soll schnellen Zugriff auf das NAS bieten. Sogesehen ist die App "nur" ein WebDAV-Client, aber er funktioniert - und das sogar sehr gut. Entsprechende Pakete sind auf dem NAS standardmäßig installiert, man stellt also nur noch die richtige IP ein (eine automatische Suche wäre hier empfehlenswert) und hat dann sofort Zugriff auf seine Daten. Videos und Musik können direkt ans Smartphone gestreamt, Fotos herauf- und heruntergeladen und sonstige Dokumente wie PDFs oder Word-Dokumente können eingesehen werden. Im Test lief die iOS-App absolut stabil unter iOS7 - auch ist sie für das iPhone 5 optimiert.

Nutzer von Mac OS X können das N2560 als Ziel für ein Timemachine-Backup verwenden, für Windows legt Thecus eine OEM-Version von Acronis True Image bei, mit der komplette Backups erstellt und natürlich auf dem NAS abgelegt werden können. Wer einen externen DVD- oder Blu-ray-Brenner sein Eigen nennt, kann Daten übrigens auch direkt via Webinterface auf einen Datenträger brennen - noch ein nützliches Features des neuen ThecusOS.

Thecus' Bestrebungen aus dem reinen NAS auch einen Mediaplayer zu machen, haben wir im Bereich Hardware schon angesprochen. Mit auf dem CPU-Die befindet sich deswegen ein Chip, der 1080p-Inhalte nativ decodieren kann. Auf der Software-Seite geschieht das mit dem Mediacenter XBMC. XBMC ist leider nicht direkt vorinstalliert, ein Blick in den Paketmanager schafft hier aber schnell Abhilfe. Einmal installiert, gibt das NAS sofort ein Signal via HDMI aus - bedient wird das Mediacenter entweder über die Smartphone-App oder "klassisch" mit (vorzugsweise kabelloser) Tastatur und Maus. Die Tonausgabe erfolgt entweder über HDMI oder direkt über SPDIF. Die Tonausgabe ist aktuell noch etwas verzögert, was wohl an der Beta-Version von XBMC liegt - Thecus verspricht hier Besserung mit dem nächsten Update.

 

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Kommentare (2)

#1
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Registriert seit: 08.03.2005

Oberbootsmann
Beiträge: 921
Funktioniert der Energiesparmodus mittlerweile? Bisher hat es Thecus nämlich noch nicht hinbekommen, die Firmware so anzupassen, dass die Festplatten abgeschaltet werden. War bei allen Tests bisher ein großer Kritikpunkt, da das NAS dann selbst im Leerlauf inkl. Festplatten über 20 Watt benötigt und das ist heutzutage einfach nicht mehr hinnehmbar.
#2
customavatars/avatar92135_1.gif
Registriert seit: 25.05.2008
Regensburg/Bayern
Fregattenkapitän
Beiträge: 3003
Ich finde 300€ für das Gebotene einfach zu teuer.
Weder die Hardware noch Software sind jetzt mega teuer im Einkauf/Produktion.
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