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Test: Thecus N2560 - Das Wohnzimmer-NAS

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Seite 2: Optik & Hardware

Hinter der Frontklappe

Die Erstinstallation des NAS gestaltet Thecus sehr einfach. Im Paket liegen für jede Festplatte zwei Kunststoffschienen bereit, die einfach an die Festplatte gesteckt werden. Sind die Schienen fest, muss nur noch vorne die Klappe geöffnet und die Festplatte hereingeschoben werden - fertig. Strom und Netzwerk anschließen, einschalten, läuft. Zur ersten Einrichtung braucht man die Software "Intelligent NAS", welche sich einmal auf der DVD befindet oder direkt online über install.thecus.com aufgerufen werden kann. In Normalfall kann man sich also das Einlegen der DVD sparen und direkt "online" konfigurieren.

Aufseiten der Hardware kann Thecus wie immer punkten. Im N2560 steckt ein Atom-SoC-Prozessor, der auf den Codenamen "Berryville" getauft wurde. Dieser wurde von Intel eigentlich für Set-Top-Boxen entwickelt und ist auf die Wiedergabe von HD-Inhalten bei niedrigem Stromverbrauch optimiert. Thecus ist hier der erste Hersteller, der den Intel Atom CE5315 in einem NAS einsetzt.

Mainboard mit Intels SoC-Atom

Aber wozu das Ganze? Ein klassisches NAS hat mit dem Abspielen von Inhalten wenig zu tun, dient es doch eher als Quelle für externe Geräte. Thecus vereint im N2560 nicht nur eine Quelle für Medien, sondern direkt auch einen Mediaplayer, der die gespeicherten Inhalte auf dem heimischen Fernseher wiedergibt. Mit HDMI-Ausgang und XBMC auf der Softwareseite möchte sich das NAS direkt neben dem Fernseher platzieren und gespeicherte Inhalte auch ausgeben. Das Gerät selbst ist dabei leise genug, um im heimischen Wohnzimmer nicht zu stören, allerdings sollte man bei der Festplattenwahl aufpassen, dass sie sehr laufruhig sind - das Gehäuse aus Kunststoff kann Vibrationen von Festplatten kaum aufhalten.

Um Kosten zu sparen und das NAS vielleicht sogar ständig laufen zu lassen, ist ein niedriger Energieverbrauch enorm wichtig. Offiziell gibt Thecus 9 Watt im Idle und 14 Watt im Betrieb an. Unser Messgerät misst eine konstante Leistungsaufname von etwa 24 Watt, wobei die Hälfte davon auf die verbauten Festplatten entfallen. Würde man das Gerät also genau so ein Jahr durchgehend laufen lassen, käme man (bei 1 kW/h = 25 Cent) auf 52,56 Euro für die Energiekosten. Mit weiteren Energiesparmechanismen lässt sich der Preis natürlich nochmal drücken. Für ein immer erreichbares Gerät sind 12 respektive 24 Watt aber sehr gut.

Der Energieverbrauch spielt mittlerweile eine sehr große Rolle. Vor allem bei Systemen, die dauerhaft oder nahezu dauerhaft laufen, sollte der Energieverbrauch stimmen. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, haben wir den Energieverbrauch der Platten vom System getrennt, so lassen sich auch Systeme mit verschiedener Plattenanzahl vergleichen.

Energieverbrauch unter Last
  System Festplatten Gesamt
QNAP TS219pII 12 10 22
iomega ix2-200 8 10 18
Synology DS411+II 30 20 50
WD My Book Live 6 4 10
Seagate GoFlex Home 4 4 8
Netgear ReadyNAS Ultra 2 Plus 16 10 26
Synology DS212+ 12 10 22
ZyXEL NSA325 7 10 17
Thecus N4100EVO 34 20 54
Synology DS412+ 25 20 45
Thecus TopTower N6850 37 30 67
Synology DS413 20 20 40
Synology DS213air 10 9 19
Thecus N5550 18 25 43
ASUSTOR AS-604T 15 20 35
Thecus N2560 12 12 24

Alle Angaben in Watt

Alle Geräte verfügen über einen Energiesparmodus, in dem Festplatten abgeschaltet werden. Meist wird auch noch die Prozessorleistung heruntergefahren, was zu einem sehr niedrigen Energieverbrauch führt.

 

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Kommentare (2)

#1
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Registriert seit: 08.03.2005

Oberbootsmann
Beiträge: 921
Funktioniert der Energiesparmodus mittlerweile? Bisher hat es Thecus nämlich noch nicht hinbekommen, die Firmware so anzupassen, dass die Festplatten abgeschaltet werden. War bei allen Tests bisher ein großer Kritikpunkt, da das NAS dann selbst im Leerlauf inkl. Festplatten über 20 Watt benötigt und das ist heutzutage einfach nicht mehr hinnehmbar.
#2
customavatars/avatar92135_1.gif
Registriert seit: 25.05.2008
Regensburg/Bayern
Fregattenkapitän
Beiträge: 3003
Ich finde 300€ für das Gebotene einfach zu teuer.
Weder die Hardware noch Software sind jetzt mega teuer im Einkauf/Produktion.
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