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Test: QNAP TS-EC1679U-RP

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Seite 8: Benchmarks, R.A.I.D. & Zugriffskontrolle

Kommen wir nun zum eigentlichen Test:

Zunächst haben wir uns die RAID-Einstellungen genauer angesehen. Wie anfangs erwähnt, kann man zwischen RAID 0, 1, 5, 6 und 10 wählen. Selbstverständlich wird auch JBOD unterstützt. Wir haben uns in unserem Test für ein RAID0 entschieden, da wir in erster Linie die erzielbare Geschwindigkeit ermitteln wollten. Man sollte sich allerdings genau überlegen, welche Einstellung man nutzen möchte. Bei einem nachträglichen ändern der Einstellungen oder beim hinzufügen von Laufwerken werden leider alle Dienste beendet. Dieser Status hält an, solange die Festplatten überprüft, formatiert und eingebunden werden. Da dieser Vorgang etwas länger dauert, empfiehlt es sich, solche Einstellungen vorzunehmen, wenn gerade niemand an dem Gerät arbeiten muss. Da ist der Vorteil, dass Hot-Plug unterstützt wird, eigentlich ad absurdum geführt. Man kann die Festplatten zwar im laufenden Betrieb einbauen, muss jedoch für die Konfiguration trotzdem alle Dienste beenden.

Ist das RAID eingerichtet, funktioniert alles einwandfrei und es werden sehr ansehnliche Datendurchsatzwerte erreicht, die auch durchaus mit den Profi-Lösungen aus der Equallogic-Serie von Dell mithalten können.

Getestet haben wir hier mit zwei Intel 10-GBit-Ethernet-Karten und insgesamt 16 SandForce-2281-SSDs, welche mit jeweils 240GB Kapazität zur Verfügung standen. Die Anwendungen wurden auf einer Workstation gestartet, welche wiederum über eine 10-GBit-Anbindung an der QNAP-NAS angebunden ist. Verwendet wurde das iSCSI-Protokoll - allerdings mit dem Software-Initiator. Zum Erstellen der klassischen Atto-Benchmarks erschien uns dieser Weg am besten, da wir via iSCSI auf die NAS zugreifen können, als sei es keine NAS, sondern ein direkt intern verbautes Laufwerk. Denn viele Benchmarks verweigern den Dienst auf Netzlaufwerken - sofern diese als solche erkennbar sind. So steht uns eine "normale Festplatte" zur Verfügung (Laufwerk D: oder auch Laufwerk Q:)

Zunächst die Leistung mit 16 SSDs im RAID0:

Ressource Monitor

 

Mit über 800 MB/s im Lesen über ein Netzwerk stellt die QNAP zwar einen internen Rekord auf, aber auf der QNAP-Webseite fanden wir sogar Angaben von bis zum 2 GB/s im Lesen. Diesen Wert erreicht man laut QNAP aber nur, wenn man zwei 10-Gigabit-Ethernet-Karten im Teaming verbindet und andere Protokolle verwendet. Insofern war der von uns erreichte Werte nicht von der QNAP-NAS limitiert, sondern wohl von der Art und Weise, wie wir den Client verbunden haben und durch das iSCSI-Protokoll.

Im folgenden Bild kann man dies auch erahnen - teilweise haben wir unsere 10-Gigabit-Verbindung fast auf 100% ausgelastet. 

Ressource Monitor

Zugriffskontrolle:

Hinter diesem Punkt verbergen sich einige interessante Funktionen. Bei einer normalen NAS gibt es die Möglichkeit, den Zugang auf Benutzer- und Benutzergruppen zu beschränken. Die TS-EC1679U unterstützt sogar die Zugriffskontrolle via Domain-Sicherheit. Hier besteht die Möglichkeit sich in einer Domäne als Active-Directory-User oder via LDAP zu authentifizieren. Das spart in einem größeren Netzwerk definitiv einiges an Arbeit, da die Benutzer nicht mit dem Domain-Controller manuell synchronisiert werden müssen, sondern direkt daraus gelesen werden können.

Users

Menü Users

Auf Userebene kann man mit Quota arbeiten,
d.h. den maximal reservierten Speicherplatz beschränken.

Gruppen

Das kann man natürlich auch auf Gruppenebene einstellen.

Ein weiterer interessanter Aspekt des Bereiches Zugriffskontrolle sind die Freigabeordner. Hier besteht die Möglichkeit, einzelne Ordner für bestimmte User und Usergruppen freizugeben. Praktisch: man kann auch einen sog. ISO-Freigabeordner freigeben, der die dort enthaltenen ISO-Dateien direkt mountet und die Inhalte zur Verfügung stellt. Rechte können entweder an Administratoren, einzelne User oder Usergruppen vergeben werden. Es ist auch möglich, Gästen andere Zugriffsrechte als der definierten Benutzergruppe für diesen Ordner zu erteilen (z.B. Gruppe/User: lesen/schreiben und Gast: read-only).

Die Ordner-Aggregation erlaubt es, einen Portalordner für einen zentralen Zugriff auf andere Freigaben im Netz zu erstellen. Diese Funktion wird allerdings nur für Microsoft- und Samba-Netzwerke unterstützt. Die letzte Option in der Zugriffskontrolle bietet die Möglichkeit an, Kontingente für einzelne Benutzer zu aktivieren. Es ist auch möglich, ein grundsätzliches Kontingent für neu angelegte Benutzer als Voreinstellung zu definieren.

 

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Kommentare (17)

#8
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Leutnant zur See
Beiträge: 1137
Zitat
Sicherlich magst du recht haben, nur gehst du, weil du wohl bei HARDWAREluxx bist von falschen Vorraussetzungen aus. Die Hardware ist heutzutage nicht mehr das Problem. die kann man billig beschaffen und zusammebauen. Das eigentlich wissen liegt in der Software und damit verdient man auch Geld.
Und natürlich kostet die Software/firmware was. Ich weiß nicht, ob du nen Superprogrammierer bist, aber du kannst ja mal versuchen so ne Software zu schreiben. Wenn du dann nach einem Jahr und guten 50-100k EUR(sowas zahlt man als Firma) weiter fertig bist, dann kannst du dich nochmal hinsetzen und die 5k EUR gegen die Kosten rechnen, die du dafür aufgewendet hast. Ich denke spätestens dann sollte klar sein, wo der Vorteil einer solchen Lösung ist.
Dass das für nen Heimanwender ggf. keinen Sinn ergibt ist eine andere Sache. Nur ist der Markt auch nicht dieser Personenkreis.


Das kann ich so unterschreiben!
Ich habe auch mal gedacht das es doch billiger gehen müsste und in meinem Fall eine Firma damit beautragt mir eine "günstige" NAS Lösung einzurichten. Die Hardware war relativ günstig. Soweit kein Problem, als Software hat mir der Techniker eine Open Source Lösung vorgeschlagen und nach meinen Wünschen konfiguriert.
Das ganze hat dann Wochen gedauert und danach lief schief was schief laufen konnte.
Die Kosten, allein für die Programmierarbeit und Servicestunden, waren nach einem halben Jahr so extrem Hoch das ich den ganzen Kram wieder verkauft habe und mir auf Anraten einiger Bekannter ein paar Qnap Server zugelegt habe. Seit dem hatte ich genau 0 Probleme und muss nicht ständig einen Techniker kommen lassen, weil mal wieder etwas nicht stimmt. Da man als nicht Linux User praktisch Null chance hat die Fehler, besonders die Software betreffend, selbst zu beheben. Besonders letzteres ist in meinem Fall ein No Go gewesen und hat Nerven, Zeit und damit verbunden auch sehr viel Geld gekostet!

Für jemanden der weiss was er tut mag ein Eigenbau Sinnvoll und vernünftig sein, aber für jemanden (oder besser Firmen!) bei dem die Server in erster Linie funktionieren und leicht bedienbar sein müssen, eher nicht!
#9
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Registriert seit: 30.12.2009

Obergefreiter
Beiträge: 115
nicht schlecht, genau das richtige für die Studenten WG :)
#10
Registriert seit: 01.11.2004
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Beiträge: 17854
Also die Studenten-WGs, die ich bisher mit sowas gesehn habe, die haben eher auf Selbstbaulösungen gesetzt. Außer es waren BWLer. :fresse:

Aber im Ernst, ne WG, die mal eben 5k nur fürs "Gehäuse" ausgibt muß schon echt gut betucht sein. Da kommen ja dann nochmal so ~2k HDDs dazu, wenn man im Rahmen bleibt.
#11
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Kapitänleutnant
Beiträge: 1654
Zitat Jbook;19345348
Natürlich hängen die sehr hohen Benchmark-Ergebnisse auch mit den verwendeten SSDs zusammen, allerdings konnten wir auch mit kleineren Bestückungen und "normalen" Festplatten sehr ordentliche Werte messen (über 100 MB/Sekunde mit 4 Festplatten im RAID10).

Ich sag es nur ungern, aber das schafft mein 10 Jahre altes Backupsystem auch am 3ware PCI Raidcontroller mit den vier ES.2 im Raid10. Sprich, vier 10Gbit Eth Links wird die CPU eh nicht bedienen können, da dient die zweite Karte dann eher der redundanten Anbindung an zwei Switches.
Ansonsten, Respekt für den guten Artikel! Selten das mal etwas professionelleres für Firmen ohne größere eigene IT-Abeteilung vorgestellt wird.
Das Gehäuse ist wohl auch für 2HE gedacht und nicht nur 3HE, ansonsten würde es verwundern, warum qnap auf nur zwei Low-Profile Slots setzt. Da zwei dual 10Gbit NICs verbaut werden können, sind diese wohl PCIe x8.
Ein Vergleich der Backplane-PCB mit anderen bekannteren wäre vielleicht noch nett gewesen auf einem Bild, speziell was die dicke der Platine anbelangt. Sollen ja doch ein paar Steckzyklen überstehen.

Nachtrag:
Warum fehlt eigentlich XFS als mögliches Dateisystem? Ist dies wirklich nicht auswählbar bei der Formatierung?
#12
Registriert seit: 19.04.2012

Korvettenkapitän
Beiträge: 2301
Was mich eigentlich Interessiert, wie siehts mit dem Support aus? Für Firmenkunden ist das eigentlich ein sehr wichtiger Aspekt. Kann man das QNAP Baby auch als Bundle mit HDDs kaufen wo man gleich noch ein schönes Supportpaket bekommt?
#13
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Bärlin
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Beiträge: 17854
1679 in 19"-Rack mit Hersteller: Qnap Preisvergleich | Geizhals Deutschland wie wärs damit?
#14
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Leutnant zur See
Beiträge: 1137
@AG1M: Bisher kann ich da nur positive Erfahrungen teilen.
Ich hatte Probleme mit der Einrichtung eines neuen Systems und hatte HDDs verbaut die nicht auf der Kompatibilitätsliste standen. Das war kein Hindernis und das Problem war schnell erledigt.
Der Mitarbeiter hat auf alle Fragen, per Skype in Englisch, prompt geantwortet und mich sozusagen an der Hand durch die Konfiguration geführt. Auch später hat der selbe Mitarbeiter mehrfach nachgefragt ob alles läuft. Also ich fand den Service sehr gut, aber es war auch das einzige mal das ich den Support in Anspruch nehmen musste.
#15
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Bärlin
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Welches System setzt du ein?
#16
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Leutnant zur See
Beiträge: 1137
Aktuell habe ich drei von denen am laufen: QNAP Systems, Inc. - Network Attached Storage (NAS) - Produkte - Produkte - Archiv - Netzwerkspeicher - 8-Bay - TS-859U-RP Jeweils mit 2 TB Platten vollbestückt. Eines ist als reines Backup System eingerichtet. Das "Problemsystem" war aber ein anderes, das ich mittlerweile einem Kollegen überlassen habe. Leider komme ich nicht mehr darauf welches es war, hatte aber auch 8 Einschübe und war ein Standgerät.
Nur wollte ich dann auf Rackgeräte umsteigen, weil ich die einfach praktischer finde.

Jetzt will ich das ganze etwas aufräumen/erweitern und habe mich deshalb sehr für den 1679u-rp interessiert. Zum einen wegen der höheren Geschwindigkeit und wegen der Übersicht.

Nochmal Edit: Zuhause habe ich noch einen 839 Pro mit 2,5 Zoll Festplatten, falls das noch interessiert. Eigentlich hatte ich mal vor den mit SSDs zu bestücken, aber das Ding ist ziemlich lahm, da wäre das Perlen vor die Säue. Als Musik/Videoserver reicht es aber so grade!
#17
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Registriert seit: 07.12.2005
Hannover
Korvettenkapitän
Beiträge: 2366
Hätt da mal ne Frage zum Fazit.
Geht um diesen Punkt:
RAID kann nicht on-the-fly erweitert werden (lange Wartezeiten bis alle Festplatten eingebunden sind)

Ist das wirklich so. Klar ne lange Einbindungszeit ist normal, wenn ein Array neu initialisiert werden muss. Aber ich kann mir im besten willen nicht vorstellen, dass es kein RAID on the Fly erweitern kann. Das kann bisher jedes QNAP System. Klar auch dies dauert eine recht lange Zeit, aber auch das ist nunmal normal. Ich selber habe das QNAP 869 Pro II und da kann ich auch ganz einfach ein bestehendes RAID 5 mit 6 Platten erweitern auf 7 und wenn ich will auch gleich ein RAID 6 draus machen lassen, ohne Datenverlust und mit erreichbarkeit aller Daten. Kann mir also nicht vorstellen, dass es mit dem teil nicht gehen sollte
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