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Test: QNAP TS-EC1679U-RP

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Seite 2: Optik und Geräuschkulisse

Bereitgestellt werden insgesamt vier mal USB 2.0 und zwei USB-3.0-Anschlüsse, eine ausgesprochen großzügige Ausstattung - allerdings nur auf der hinteren Seite. Damit wird es sehr umständlich, externe Geräte anzuschließen, wenn sich das QNAP-System bereits im Serverschrank befindet. Die Festplatteneinschübe machten vereinzelt einen etwas hakeligen Eindruck - allerdings werden Festplatten bei einer NAS meist eher im Fall eines Defekts getauscht - jedenfalls bei weitem nicht so oft wie bei einem Heimsystem. Ansonsten aber macht das TS-EC1679U-RP einen sehr stabilen und robusten Eindruck.

QNAP Frontansicht

Anschlüsse auf der Rückseite:

  • VGA
  • Zwei Netzteile für Redundanz
  • VGA / HDMI als Grafikanschlüsse
  • 2x e-SATA
  • 2x USB 3.0
  • 4x USB 2.0
  • 4x Gigabit-LAN

QNAP Frontansicht

Anschlüsse und Buttons auf der Vorderseite:

  • 16 HotPlug-Einschübe für Festplatten
  • Power On/Off
  • 4 LED´s (Status, 10 GbE, LAN, eSATA, Festplatten) 

Innenansicht

Im Inneren ist sehr schön zu sehen, wie QNAP die Platine so gestaltet hat, dass fast keine Kabel verwendet werden. Von der Backplane der Laufwerke führen Kontakte direkt auf das PCB des Mainboards. Insofern wird schon mal eine Fehlerquelle beim Zusammenbau vermieden und auch abgerutschte Kabel infolge eines Transports sind nicht möglich. Auch wurde darauf geachtet, den Luftstrom möglichst optimal durch das Gehäuse zu führen. Ein großer CPU-Kühler steht in diesem Luftstrom, der für den Xeon-Prozessor auch vollkommen ausreichend ist. Hotspots konnten wir im Test nicht ausmachen.

Innenansicht
Innenansicht der QNAP TS-EC1679U-RP mit ausgebauter Lüftereinheit

 

Energieverbrauch

Bei einem Preis ab 4800 Euro darf man allerdings auch eine solche Funktionalität im Profisegment auch erwarten. Der Energieverbrauch erreicht Werte zwischen 89 W (idle-Betrieb) und 229 W (unter Last). Auch hier ist QNAP auf einem sehr guten Niveau. Das wird viele Serverbetreiber freuen, denn Strom wird in den nächsten Jahren sicherlich nicht günstiger und entwickelt sich immer mehr zu einem Kostentreiber in Rechenzentren.

Netzwerkkonfiguration

Die QNAP verfügt über vier Gigabit-LAN-Anschlüsse, die sich über zwei Erweiterungskarten auf bis zu acht Gigabit-Anschlüsse erweitern lassen. Sofern aus Performance-Gründen notwendig können auch Karten verbaut werden, die jeweils zwei 10-Gigabit-Anschlüsse bereitstellen. Diese Erweiterungskarten werden in den entsprechenden Erweiterungsschacht (via Riser-Card) eingesteckt. Die LAN-Anschlüsse können per Linkaggregation zusammengeschaltet werden, um die Datenrate zu erhöhen oder die Ausfallsicherheit zu steigern. Voraussetzung hierfür ist ein Switch, der IEEE 802.11ad (LACP) unterstützt.

Lautstärke

Beim Betrieb des Geräts in einem Rechenzentrum dürfte die Lautstärke wohl eher eine untergeordnete Rolle spielen. Beim Betrieb in einem kleineren Büro (z.B. ohne separaten Serverraum) ist die Lautstärke der QNAP nach subjektivem Empfinden gerade noch erträglich, lediglich beim Systemstart werden die Lüfter für einen kurzen Moment auf maximale Geschwindigkeit beschleunigt. Dieses Geräusch ist schon fast mit einem Fön vergleichbar. Die temperaturabhängige Lüftersteuerung würde bei höheren Temperaturen die Lüfter natürlich auch im Betrieb bei Bedarf höher drehen lassen - dies ist uns während der Tests allerdings nie aufgefallen. Die Lüfterdrehzahl blieb auch während der Benchmarks immer konstant.

Betrieb der Festplatten

Hervorzuheben ist die Möglichkeit, die bis zu 3 TB großen Festplatten im laufenden Betrieb zu wechseln: Hot-Swapping vom Feinsten. Sowohl die QNAP TS-EC1679U-RP als auch ihre kleine Schwester TS-1679U bieten diese Funktionen. Hierbei können die bis zu 16 Festplatten in den RAID-Leveln 0, 1, 5, 6 und 10 betrieben werden. Ein weiteres Feature ist die Möglichkeit ein Hot-Spare Laufwerk global zu definieren - hier steht dieses Reserve-Laufwerk allen erstellten RAID-Arrays des Systems zur Verfügung, und kann im Bedarfsfall von jedem beliebigen RAID genutzt werden.

Hardware-Ausstattung

Gegenüber der von uns getesteten Version EC1679U-RP existiert wie bereits erwähnt ein sehr ähnliches Modell. Der Hauptunterschied liegt im Arbeitsspeicher und der verbauten CPU. Während die TS-1679U-RP mit einem Intel Core i3-2120 mit 3,3 GHz aufschlägt (welche sonst eher im Desktop-Bereich vorzufinden sein dürfte) bietet die getestete EC-Version einen echten Serverprozessor (Intel Xeon E3-1225) mit 3,1 GHz. Beim EC-Modell werden 4 GB Arbeitsspeicher mit ECC-Fähigkeit verbaut, beim kleineren Pendant lediglich 2GB ohne ECC-Funktionen. Erweiterbar sind beide Modelle mit drei freien Steckplätzen für zusätzlichen Arbeitsspeicher - das EC-Modell fasst bis 16 GB ECC-RAM, das Nicht-EC-Modell ist bei 8 GB limitiert.

 

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Kommentare (17)

#8
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Registriert seit: 03.10.2012
Schleswig in Schleswig Holstein!
Leutnant zur See
Beiträge: 1137
Zitat
Sicherlich magst du recht haben, nur gehst du, weil du wohl bei HARDWAREluxx bist von falschen Vorraussetzungen aus. Die Hardware ist heutzutage nicht mehr das Problem. die kann man billig beschaffen und zusammebauen. Das eigentlich wissen liegt in der Software und damit verdient man auch Geld.
Und natürlich kostet die Software/firmware was. Ich weiß nicht, ob du nen Superprogrammierer bist, aber du kannst ja mal versuchen so ne Software zu schreiben. Wenn du dann nach einem Jahr und guten 50-100k EUR(sowas zahlt man als Firma) weiter fertig bist, dann kannst du dich nochmal hinsetzen und die 5k EUR gegen die Kosten rechnen, die du dafür aufgewendet hast. Ich denke spätestens dann sollte klar sein, wo der Vorteil einer solchen Lösung ist.
Dass das für nen Heimanwender ggf. keinen Sinn ergibt ist eine andere Sache. Nur ist der Markt auch nicht dieser Personenkreis.


Das kann ich so unterschreiben!
Ich habe auch mal gedacht das es doch billiger gehen müsste und in meinem Fall eine Firma damit beautragt mir eine "günstige" NAS Lösung einzurichten. Die Hardware war relativ günstig. Soweit kein Problem, als Software hat mir der Techniker eine Open Source Lösung vorgeschlagen und nach meinen Wünschen konfiguriert.
Das ganze hat dann Wochen gedauert und danach lief schief was schief laufen konnte.
Die Kosten, allein für die Programmierarbeit und Servicestunden, waren nach einem halben Jahr so extrem Hoch das ich den ganzen Kram wieder verkauft habe und mir auf Anraten einiger Bekannter ein paar Qnap Server zugelegt habe. Seit dem hatte ich genau 0 Probleme und muss nicht ständig einen Techniker kommen lassen, weil mal wieder etwas nicht stimmt. Da man als nicht Linux User praktisch Null chance hat die Fehler, besonders die Software betreffend, selbst zu beheben. Besonders letzteres ist in meinem Fall ein No Go gewesen und hat Nerven, Zeit und damit verbunden auch sehr viel Geld gekostet!

Für jemanden der weiss was er tut mag ein Eigenbau Sinnvoll und vernünftig sein, aber für jemanden (oder besser Firmen!) bei dem die Server in erster Linie funktionieren und leicht bedienbar sein müssen, eher nicht!
#9
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Registriert seit: 30.12.2009

Obergefreiter
Beiträge: 115
nicht schlecht, genau das richtige für die Studenten WG :)
#10
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
Super Moderator
Mr. Alzheimer
Beiträge: 17844
Also die Studenten-WGs, die ich bisher mit sowas gesehn habe, die haben eher auf Selbstbaulösungen gesetzt. Außer es waren BWLer. :fresse:

Aber im Ernst, ne WG, die mal eben 5k nur fürs "Gehäuse" ausgibt muß schon echt gut betucht sein. Da kommen ja dann nochmal so ~2k HDDs dazu, wenn man im Rahmen bleibt.
#11
customavatars/avatar167864_1.gif
Registriert seit: 09.01.2012
Bayern - Ingolstadt
Kapitänleutnant
Beiträge: 1654
Zitat Jbook;19345348
Natürlich hängen die sehr hohen Benchmark-Ergebnisse auch mit den verwendeten SSDs zusammen, allerdings konnten wir auch mit kleineren Bestückungen und "normalen" Festplatten sehr ordentliche Werte messen (über 100 MB/Sekunde mit 4 Festplatten im RAID10).

Ich sag es nur ungern, aber das schafft mein 10 Jahre altes Backupsystem auch am 3ware PCI Raidcontroller mit den vier ES.2 im Raid10. Sprich, vier 10Gbit Eth Links wird die CPU eh nicht bedienen können, da dient die zweite Karte dann eher der redundanten Anbindung an zwei Switches.
Ansonsten, Respekt für den guten Artikel! Selten das mal etwas professionelleres für Firmen ohne größere eigene IT-Abeteilung vorgestellt wird.
Das Gehäuse ist wohl auch für 2HE gedacht und nicht nur 3HE, ansonsten würde es verwundern, warum qnap auf nur zwei Low-Profile Slots setzt. Da zwei dual 10Gbit NICs verbaut werden können, sind diese wohl PCIe x8.
Ein Vergleich der Backplane-PCB mit anderen bekannteren wäre vielleicht noch nett gewesen auf einem Bild, speziell was die dicke der Platine anbelangt. Sollen ja doch ein paar Steckzyklen überstehen.

Nachtrag:
Warum fehlt eigentlich XFS als mögliches Dateisystem? Ist dies wirklich nicht auswählbar bei der Formatierung?
#12
Registriert seit: 19.04.2012

Korvettenkapitän
Beiträge: 2297
Was mich eigentlich Interessiert, wie siehts mit dem Support aus? Für Firmenkunden ist das eigentlich ein sehr wichtiger Aspekt. Kann man das QNAP Baby auch als Bundle mit HDDs kaufen wo man gleich noch ein schönes Supportpaket bekommt?
#13
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
Super Moderator
Mr. Alzheimer
Beiträge: 17844
1679 in 19"-Rack mit Hersteller: Qnap Preisvergleich | Geizhals Deutschland wie wärs damit?
#14
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Registriert seit: 03.10.2012
Schleswig in Schleswig Holstein!
Leutnant zur See
Beiträge: 1137
@AG1M: Bisher kann ich da nur positive Erfahrungen teilen.
Ich hatte Probleme mit der Einrichtung eines neuen Systems und hatte HDDs verbaut die nicht auf der Kompatibilitätsliste standen. Das war kein Hindernis und das Problem war schnell erledigt.
Der Mitarbeiter hat auf alle Fragen, per Skype in Englisch, prompt geantwortet und mich sozusagen an der Hand durch die Konfiguration geführt. Auch später hat der selbe Mitarbeiter mehrfach nachgefragt ob alles läuft. Also ich fand den Service sehr gut, aber es war auch das einzige mal das ich den Support in Anspruch nehmen musste.
#15
Registriert seit: 01.11.2004
Bärlin
Super Moderator
Mr. Alzheimer
Beiträge: 17844
Welches System setzt du ein?
#16
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Registriert seit: 03.10.2012
Schleswig in Schleswig Holstein!
Leutnant zur See
Beiträge: 1137
Aktuell habe ich drei von denen am laufen: QNAP Systems, Inc. - Network Attached Storage (NAS) - Produkte - Produkte - Archiv - Netzwerkspeicher - 8-Bay - TS-859U-RP Jeweils mit 2 TB Platten vollbestückt. Eines ist als reines Backup System eingerichtet. Das "Problemsystem" war aber ein anderes, das ich mittlerweile einem Kollegen überlassen habe. Leider komme ich nicht mehr darauf welches es war, hatte aber auch 8 Einschübe und war ein Standgerät.
Nur wollte ich dann auf Rackgeräte umsteigen, weil ich die einfach praktischer finde.

Jetzt will ich das ganze etwas aufräumen/erweitern und habe mich deshalb sehr für den 1679u-rp interessiert. Zum einen wegen der höheren Geschwindigkeit und wegen der Übersicht.

Nochmal Edit: Zuhause habe ich noch einen 839 Pro mit 2,5 Zoll Festplatten, falls das noch interessiert. Eigentlich hatte ich mal vor den mit SSDs zu bestücken, aber das Ding ist ziemlich lahm, da wäre das Perlen vor die Säue. Als Musik/Videoserver reicht es aber so grade!
#17
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Registriert seit: 07.12.2005
Hannover
Korvettenkapitän
Beiträge: 2366
Hätt da mal ne Frage zum Fazit.
Geht um diesen Punkt:
RAID kann nicht on-the-fly erweitert werden (lange Wartezeiten bis alle Festplatten eingebunden sind)

Ist das wirklich so. Klar ne lange Einbindungszeit ist normal, wenn ein Array neu initialisiert werden muss. Aber ich kann mir im besten willen nicht vorstellen, dass es kein RAID on the Fly erweitern kann. Das kann bisher jedes QNAP System. Klar auch dies dauert eine recht lange Zeit, aber auch das ist nunmal normal. Ich selber habe das QNAP 869 Pro II und da kann ich auch ganz einfach ein bestehendes RAID 5 mit 6 Platten erweitern auf 7 und wenn ich will auch gleich ein RAID 6 draus machen lassen, ohne Datenverlust und mit erreichbarkeit aller Daten. Kann mir also nicht vorstellen, dass es mit dem teil nicht gehen sollte
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