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USB 3.0 im NAS: Drei Geräte im Test

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Seite 4: Webinterface

Netgear:

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Netgear Übersicht

Netgears Webinterface wirkt, wie auf der letzten Seite schon angemerkt, etwas altbacken. Die Tatsache, dass die Darstellung in keinem Browser so richtig funktioniert, stört dabei eigentlich noch am wenigsten. Die Navigation auf der linken Seite stellt erstmal kein Problem dar, allerdings kommt bei vielen Unterpunkten eine zweite Navigation im oberen Bereich hinzu. Warum? Und wer kam auf die Idee mit der festen Breite und Höhe? In Zeiten von Full-HD-Displays muss doch niemand mehr 2/3 des Bildschirms verschenken. Aber wie so oft ist ja auch nicht alles schlecht. Nach ein wenig Eingewöhnung kommt man relativ gut zurecht und nach gewisser Zeit weiß man, wo sich bestimmte Optionen verstecken.

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Protokolle

Funktionen bietet das NAS aber reichlich. Zum Dateitransfer gibt's Samba, NFS, FTP und einen Web-Explorer. Zusätzlich können auch iSCSI-Volumen angelegt werden. Auf der Multimedia-Seite gibt es einen DLNA-Server, einen iTunes-Server und eine nachinstallierbare Fotogalerie.

ZyXEL:

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ZyXEL Übersicht

In der Interface-Abteilung bei ZyXEL arbeiten vermutlich einige Pragmatiker. Einen Designpreis gewinnt die Oberfläche zwar nicht, dennoch findet man alle Einstellungen und Features schnell in der Navigation auf der linken Seite. Die "Playzone", die alle Multimedia-Funktionen für den Browser zusammenfasst, sieht da schon "moderner" aus.

Der Funktionsumfang kann aber durchaus überzeugen. Neben Samba gibt es auch FTP und NFS. Ein Webserver mit PHP und MySQL kann ebenfalls nachinstalliert werden. Auch für den Download direkt auf das NAS (One-Click-Hoster, P2P) gibt es entsprechende Software.

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ZyXEL Playzone

Für das Entertainment stellt man einen DLNA-Server. Direkt via Webinterface erreicht man die sogenannte "Playzone", die via Plugin (z.B. VLC oder Windows Media Player) Musik und Videos wiedergeben kann. Auch auf dem NAS gespeicherte Bilder können ohne Probleme angezeigt werden. Zu guter Letzt steht der "Datei-Browser" zur Verfügung, der (entsprechende Rechte vorausgesetzt) Zugriff auf alle Daten des NAS gewährt. Dateien können gelöscht, unbenannt, sowie rauf- und heruntergeladen werden.

Synology:

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Synology Interface

Die damalige Beta-Version des DSM 4, die wir in einem früheren Test unter die Lupe nahmen, zeigte schon sehr gut wo es hingehen sollte. Und auch die Screenshots auf der letzten Seite zeigten es schon: Bei Synologys Diskstation Manager kann man nicht einfach nur Optionen ändern, nein, der DSM ist mittlerweile ein Betriebssystem - ein Betriebssystem aus CSS und Ajax. Es gibt eine Taskleiste, einen Desktop mit Widgets, eine Systemsteuerung, im Webinterface startbare, multitaskingfähige Applikationen, einen Dateibrowser, einen Softwareupdater und noch eine ganze Menge mehr. Kurz: Der DSM 4 kann nahezu alles.

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Synology Paket-Zentrum

Neu sind Features wie ein Antiviren-Programm zum direkten Scannen der Daten auf dem NAS oder auch ein VPN-Server, mit dem sich eine sicher verschlüsselte Verbindung zum NAS über das Internet herstellen lässt. Timemachine-Backups (auch für OS X 10.7), ein Mail- und Webserver mit PHP und MySQL sind selbstverständlich. Ebenfalls spannend ist die Cloud Station. Wie der Name bereits vermuten lässt, kann sich das NAS damit in eine Cloud verwandeln. Aktuell befindet sich die Cloud Station noch in der Beta.

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Synology Audio Station

Für Multimedia gibt es einen DLNA-Server und einen iTunes-Server. Um Musik direkt im Webinterface oder via App abzuspielen, gibt es die Audio Station, für Bilder (auch RAW-Files) gibt es die Photo Station. Zusätzlich gibt es unter anderem noch die Download Station (Downloads direkt aufs NAS), einen DHCP-Server oder auch "Time Backup", einen Dienst, der mehrere Versionen einer Datei sichert.

Insgesamt stellt Synology das mit Abstand beste Webinterface (bzw. Betriebssystem). Der Funktionsumfang ist unschlagbar, die Bedienung einzigartig. Auch auf Smartphones und Tablets wird alles korrekt angezeigt - vorbildlich. ZyXEL gibt sich beim Interface eher sparsam und schlicht, was aber gar nicht schlecht ist. Schlusslicht ist hier Netgears ReadyNAS Ultra 2, da hier scheinbar in der letzten Zeit nichts Neues mehr entwickelt wurde.

 

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Kommentare (5)

#1
Registriert seit: 10.06.2009

Leutnant zur See
Beiträge: 1107
für den USB3.0 Test wurde also ein share auf dem USB volume erstellt und damit über CIFS bzw. iSCSI gebencht? find ich ja erstaunlich, dass das viel schneller als auf Festplatte sein soll.
In welchem RAID Typ wurden die beiden Platten eingerichtet?

Synology: Welchen Einfluss soll das Webinterface auf die Leistung haben, wenn niemand angemeldet ist und nicht zum Kopieren genutzt wird? Die Vermutung find ich etwas weit her geholt.
#2
Registriert seit: 17.09.2006
München
Redakteur
Beiträge: 3609
Angeschlossene Geräte werden direkt und automatisch freigegeben. Getestet wurde via Samba, da das alles Geräte konnten. Platten liefen beim Test in einem RAID 1.
Meine Vermutung ist eben nur eine Vermutung. Hättest du eine andere Erklärung? Die vielen Dienste die im Hintergrund laufen könnten halt schon etwas Leistung kosten.
#3
Registriert seit: 29.06.2004

Fregattenkapitän
Beiträge: 2671
Was für ein Lüfter ist denn bei den ZyXEL verbaut? Kann man den eventuell tauschen?
#4
Registriert seit: 29.06.2004

Fregattenkapitän
Beiträge: 2671
Achso was mir noch einfällt, kann das ZyXEL verschlüsselung?
#5
Registriert seit: 17.09.2006
München
Redakteur
Beiträge: 3609
Die Lüftergröße habe ich nicht nachgemessen, müssten aber 50 oder 60mm sein. Tauschen kann man den natürlich, allerdings ist man dann die Garantie los.
Verschlüsselung beherrscht das NAS übrigens leider nicht.
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