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Wireless-LAN Karten im Test

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Seite 4: Die Netzwerkkarten und Sticks von Netgear, MSI und 3Com (1)

Netgear WG-311GR USB-Stick:

 

Der Schachtel liegt neben dem Stick ein USB-Verlängerungskabel, eine Treiber-CD und vier einzelne Seiten mit der Schnelleinstiegs-Anleitung bei.

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Der Stick lässt sich problemlos in Betrieb nehmen, dank Hot-Plugging ist kein Neustart nötig.

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Leider ist der Stick etwas klobig, so dass an einem USB-4x-Hub, an dem bereits ein Blauzahndongle angesteckt war, ein Steckplatz ungenutzt bleiben musste und ein drittes Gerät nur schief eingesetzt werden konnte. Mittels USB-Verlängerungskabel kann man den Stick allerdings einfach vom Hub/Rechner weglegen und auf diese Weise die Empfangsqualität verbessern, die hinter dem Rechner aufgrund der abschirmenden Wirkung des Metalls reduziert sein sollte. Im Parcours gab sich der Stick keine Blöße.

Netgear WG-311T:

Der Schachtel liegen neben der Karte und der abschraubbaren Stabantenne eine Treiber-CD und eine Kurzanleitung bei.

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Nach der der problemlosen Installation des Treibers war die Karte ohne Neustart einsetzbar, musste also nur noch im mit dem Assistenten für drahtlose Verbindungen eingerichtet werden. Der einzige ankreidbare Nachteil der Karte ist die Stabantenne, den der Durchschnittscomputer dürfte mit dem PCI-Slots zu Wand stehen, so dass von hinten die Wand und von vorne der Rechner die Funkwellen abschirmt, was gerade bei Verbindungen über groessere Entfernungen und mit schlechterer Funkqualitaet den Unterschied zwischen einer funktionierenden oder nichtfunktionierenden Verbindung bedeuten kann. Den Testparkour selbst durchlief die Karte ohne Probleme, die Entfernung zum Accesspoint war allerdings auch sehr kurz, so dass das Manko der Stabantenne bei unseren Tests nicht greifen konnte.

MSI PC54G2:

Der Schachtel liegen die PCI-Karte, deren Ständerantenne, eine Treiber-CD sowie ein gebundenes mehrsprachiges Handbuch bei.

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Die Karte war nach Installation des Treibers problemlos einsetzbar. Die Ständerantenne am Kabel kann so positioniert werden, dass eine optimale Verbindung zum Accesspoint besteht. Dies kann bei größeren Entfernungen über Verbindungsaufbau oder –abbruch entscheiden.

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Als nützliche Zusatzbeilage lag der Packung auch eine Low-Profile-Slotblende bei. Diese wird z.B. beim Einbau in viele schmale HTPCs mit energiesparenden VIA-EPIAs gebraucht, da diese Gehäuse nur wenige cm hoch sind. Auch in Low-Profile Servergehäusen ist so eine Blende notwendig, wenn die PCI-Slots nicht über eine Riser-Karte eingebaut werden.

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Den Testparcours für WLAN-Karten absolvierte die PC54G2 fehlerlos. Als es allerdings um das Testen der Zweitfunktion ging, fingen die Probleme an. Die Zweitfunktion der Karte ist ein Softwareaccesspoint, also eine Netzwerkbrücke zwischen drahtlosem und drahtgebundenem Netzwerk. Dazu muss eine von MSI auf der CD mitgelieferte Software installiert werden, die einen Webserver auf Port 8080 zur Konfiguration startet. Leider funktioniert dieser nicht ganz fehlerfrei. Mit keinem auf dem Testsystem vorhandenen Browser (MS Internet Explorer 6, wie mit dem Servicepack 2 von Windows XP mitgeliefert, und Firefox in der Version 0.9.3) war es möglich, den Accesspoint zu konfigurieren. Der Webserver lieferte nur (HTML-) Zeichensalat aus. Der MSI-Support konnte uns dafür leider keine Lösung liefern. Sicherlich ist das Mitliefern eines Accesspoints zu einer Wireless-Karte eine interessante Beigabe. Dies ist in Zeiten, wo vollwertige Accesspoints um 30 Euro gehandelt werden aber wenig sinnvoll; denn wer stellt sich einen Accesspoint-PC in die Ecke, der mit Festplatte und allem 50 Watt verbraucht, wenn er für weniger Geld auch ein gleichwertiges Gerät der 5-10 Watt-Klasse haben kann?

3Com 3CRPAG175:

Der Schachtel liegen neben der PC-Card eine Treiber-CD und ein Handbuch bei.

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Nachdem die Karte in den PC-Card-Slot gesteckt wird, wird sie erkannt. Wer den Windowsupdate-Service von Microsoft nutzt kann sich das Einspielen der Daten von CD sogar ganz sparen, da über Windowsupdate eine neuere, WHQL-zertifizierte, Version des Treibers verfügbar ist. Ein Neustart ist nicht nötig. Die Karte hat eine Antenne, die mit einem Bügel herausgeführt wird, so dass die Karte bei eingeschobenem Bügel vollständig im Notebook verschwindet. Dies hat Vorteile, da man die Karte so beim Transport nicht aus dem Notebook nehmen muss. Sobald die der Antennenbügel eingeschoben wird die Verbindung beendet und die Karte deaktiviert, wenn der Bügel wieder ausgefahren wird ist die Verbindung binnen weniger Sekunden wieder hergestellt.

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Die Karte verwendet einen Chipsatz von Atheros, der mittels der MadWiFi-Treiber auch unter Linux lauffähig ist. 3Com bietet die Karte als 3CRWE154A72 auch ohne das „X-Jack“-Feature an; also mit feststehender Antenne. Diese Karte ist dann etwa 20 Euro günstiger, sollte aber ähnliche Testergebnisse liefern. Leider war es uns nicht möglich den FTP-Test mit unter 802.11a zu machen, da der Accesspoint sich mit Totalschaden dem Test widersetzte. Aufgrund der geringen Verbreitung dieser drahtlosen Technik in Deutschland war ein Ersatzgerät nicht aufzutreiben.