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Test: Qnap TS-559 Pro - Die Inbetriebnahme

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Seite 8: Die Inbetriebnahme

Der Startvorgang des TS-559 Pro dauert mit knapp 2:30 Minuten relativ lange und wird von einem anfänglichen Aufheulen des Lüfters begleitet. Nach Abschluss des Boot-Ups ertönt ein kurzer Piepton, der die Bereitschaft signalisiert. Das Frontdisplay zeigt ab dann die IP-Adresse an, sodass die Browser-gestützte Konfiguration begonnen werden kann. Hier werden zuerst sechs Basis-Infos benötigt: Servername, Admin-Passwort, Zeitzone, IP-Adresse, Dienstauswahl und zuletzt HDD-Konfiguration. Diese Erstkonfiguration kann allerdings erst dann abgeschlossen werden, wenn mindestens eine Festplatte verbaut ist. Da die Platte anschließend mit dem Dateisystem EXT3 oder 4 formatiert wird, ist je nach Größe mit einer entsprechenden Wartezeit zu rechnen. Mit einer einzelnen unserer WD20EADS brauchte das TS-559 für die Initialisierung fast 8 Minuten, ein Quickformat lässt grüßen.

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Im Web-Menü angekommen haben wir als erstes ein Firmware-Update durchgeführt und das NAS von der installierten Version 3.3.0 (Build 629) auf 3.3.1 (Build 720) gehoben. Das Update kann per manuellem Download und Pfadangabe oder „Live“ (TS-559 muss dann Internetzugang haben) durchgeführt werden. Das Einspielen des Updates benötigte rund 1:20 Minuten, der gesamte Prozess (bis zur erneuten Verfügbarkeit des Menüs) inklusive Reboot brauchte jedoch fast 6 Minuten.

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Die Einrichtung der Festplatten hat insgesamt an einigen Stellen diverse Verbesserungen erfahren: Neben dem bekannten SMART-Test können die Laufwerke nun auch händisch nach fehlerhaften Blöcken durchsucht werden. Neu ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit der Festplatten-Verschlüsselung. Wahlweise kann bei der Einrichtung der HDD ein Häkchen bei der Verschlüsselung gesetzt werden, wobei nun entweder ein Passwort nötig ist, oder das NAS generiert alternativ einen Schlüssel in Dateiform. Sowohl Passwort als auch Dateischlüssel sollte dann natürlich sicher aufbewahrt werden. Ein nachträgliches Aktivieren der Verschlüsselung ist nur dann möglich, wenn die Festplatte in Gänze komplett neu formatiert wird. Mit unserem WD-Modell brauchte der Formatierungs-Vorgang mit aktivierter Verschlüsselung rund 45 Minuten und zog auch nicht zu vernachlässigende Performance-Einbrüche nach sich.