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Chieftec Eco 600W im Test

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Seite 2: Chieftec Eco 600W - Technik

Das Chieftec Eco 600W wird in einem bedruckten Karton geliefert, welcher auf Vorder- und Rückseite bereits die wesentlichen Informationen zum darin in Luftpolsterfolie verpackten Netzteil enthält.

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Der Karton des Chieftec Eco 600W

Der Lieferumfang des Chieftec Eco 600W ist übersichtlich. Neben dem Netzkabel und den Montageschrauben gibt es noch ein kleines Faltblatt ohne wirklich interessante Informationen, aber das ist in diesem Segment leider der Standard.

 

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Der Lieferumfang des Chieftec Eco 600W ist ausreichend.

Das Chieftec Eco 600W kann sich von der Optik her durchaus vom Standard-Look günstiger Netzteile abheben, auch wenn hier als Basis das übliche in dunklem Anthrazit lackierte Stahlblech-Gehäuse dient. Eine Seitenfläche ist mit einem großen, aber dezent gestalteten Aufkleber der Eco-Serie versehen.

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Das Chieftec Eco 600W bietet zumindest einige kleinere Besonderheiten

Die Kanten des Deckels sind zu den Seitenflächen hin angeschrägt und das "Lüftergitter" besteht aus einer großen Wabengitterfläche im Deckel selbst. Neben dem 120-mm-Lüfter und der 85%-Effizienz ist das Wabengitter "für beste Belüftung" übrigends eines der drei Hauptfeatures, welche auf der Vorderseite des Kartons aufgeführt werden. Im Gegensatz zu anderen Herstellern hat Chieftec die Eigenschaft, dass sich das Netzteil nur an 230V-Netzen betreiben lässt, nur sehr klein neben der Netzbuchse vermerkt.

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Das Chieftec Eco 600W bietet nur fest angebrachte Anschlusskabel.

Das Chieftec Eco 600W ist mit festen Anschlusskabeln ausgestattet, was aber in dieser Preisklasse normal und angesichts der noch niedrigen Wattklasse und der dementsprechend geringeren Zahl von Anschlussmöglichkeiten kein Problem ist.

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Das Chieftec Eco 600W wird von einem 120-mm-Lüfter gekühlt.

Laut Featureliste bietet das Chieftec Eco 600W recht ordentliche Leistungswerte. Das Eco 600W ist zwar nicht nach 80PLUS zertifiziert, aber Chieftec gibt eine "85% Efficiency" an. Auch von den Ausgangsleistungen her ist das Chieftec Eco 600W der Klasse entsprechend aufgestellt. Auf den Nebenspannungen sind bis zu 120 Watt kombiniert verfügbar, wobei diese sich auf bis zu 22 Ampere auf 3,3 Volt und 5 Volt aufteilen. Die 12-Volt-Seite ist als Single-Rail-Design ausgeführt und ist nominal mit bis zu 45 Ampere belastbar, was nominal einer Leistung von 540 Watt entspricht.

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Die Leistungswerte des Chieftec Eco 600W in der Übersicht.

Das Chieftec Eco 600W soll auch einige Schutzschaltungen mitbringen. So sollen bei den Eco-Modellen Schutzschaltungen gegen Über-/Unterspannung (OVP/UVP), Überlastung (OPP) und Kurzschluss (SCP) vorhanden sein. Ein Schutz gegen Überlastung einzelner Rails (OCP) oder gegen Überhitzung (OTP) sind laut Chieftec nicht integriert. Zumindest deckt Chieftec aber mit den angegebenen Schutzschaltungen das aus unserer Sicht nötige Mindestmaß ab, was in dieser Klasse leider bei weitem nicht selbstverständlich ist.

Dementsprechend konnten wir im Test jeweils an 3,3 Volt und 5 Volt das Maximum unserer Last von 40 Ampere anlegen, ohne dass sich das Netzteil abgeschaltet hat. Nur ein sehr schneller Lastanstieg wie bei einem Kurzschluss führte auch bei 40 Ampere zu einer Abschaltung. Bei einer Last von 75 Ampere auf 12 Volt schaltete sich das Netzteil ebenfalls ab, wobei aufgrund der dann bereits abgesunkenen Spannung neben der zu vermutenden OPP auch die UVP hätte der Auslöser sein können.

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Das Innenleben des Chieftec Eco 600W in der Übersicht.

Ein kurzer Blick aufs Innenleben zeigt, dass das Chieftec Eco 600W eine Plattform des Auftragsfertigers Sirfa verwendet, ähnlich der der "New A-135"-Modelle. Dies ist ein gruppenreguliertes Design, also ohne DC-DC-Technik und mit klassischer Double-Forward-Topologie. Wortwörtlich der "Standard", der hier - der Preisklasse entsprechend - zum Einsatz kommt. Stichwort Preisklasse: Bei den verwendeten Kondensatoren hat Chieftec einen Mix gewählt. Der Primärkondensator stammt vom soliden taiwanesischen Hersteller Teapo und bietet die Kennzahlen 400 Volt Spannungsfestigkeit und 330 uF Spannungsfestigkeit bei 85-°C-Temperatur-Rating. Weniger gut sieht es bei den Elkos auf der Sekundärseite aus: Hier sind es (Korrektur:) "Su´scon"-gelabelte Modelle des taiwanesischen Herstellers Kuan Kun Electronic.

Kommen wir auf der nächsten Seite zu Lautstärke und Ausstattung.

 

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Kommentare (3)

#1
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1435
Und was ist an einem solchen Gerät nun "Eco", wenn es doch nur Standard 80 Plus bei der Effizienz erreicht?
Dann geht ja doch wieder ein gehöriger Teil der Energie einfach nur in Wärme flöten.

Besonders umweltfreundlich ist das ja nun nicht.
#2
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Registriert seit: 25.04.2006
Oben rechts in der Egge (S-H)
Vizeadmiral
Beiträge: 6523
1. Hört bitte auf die Temperatur der Kondensatoren anzugeben.
Das ist völliger Käse!
Was interessant ist, íst die Serienbezeichnung und für welche Lebensdauer diese Modelle spezifiziert sind.
105°C Su'scon ist eine sinnlose angabe wie etwa ein Roter Golf...

2. Ist su'scon laut Website -> Taiwan Aluminum Electrolytic Capacitors and Aluminmum Solid Capacitors Manufacturer | Kuan Kun Electronic Enterprise Co., Ltd. (Su'scon)
Kein Chinesischer Hersteller sondern ein Taiwanese!

3. 105°c Su'scon Kondensatoren gehen von 2000h Lebensdauer bis hoch zu 10.000h, das ganze mit Wasser und auch ohne...
Also da sollte schon die Serie erwähnt werden!
Denn der Hersteller ist so wichtig wie ein umfallender Sack Kartoffeln im Hamburger Hafen...

4. Und hört auf mit solchem FUD!
Zitat

sekundärseitig keine Marken-Kondesatoren verbaut

Also dazu fehlen mir echt die Worte, wie man solch einen Quatsch ablassen kann.
Und das noch bei einem der besseren Kondensatoren Herstellern, die es gibt!

Bei solchen Teilen wie nicon, HEC und anderen Teilen, die z.T. gar keine eigene Website haben, kann man das verstehen.
Aber sobald ein Hersteller eine eigene Website hat und die Datenblätter öffentlich zugänglich sind, ist diese Aussage nicht mehr haltbar!

An dieser Stelle sei auf diesen Thread verwiesen:
http://www.hardwareluxx.de/community/f238/ueber-kondensatoren-hersteller-und-spezifikationen-1101158.html


Dazu erwähnt ihr noch die Schutzschaltungen positiv.
Das Gerät verfügt aber nur über einen 8pin Sicherungs IC.
Hat daher sehr wahrscheinlich gar kein OCP auf +3V3, +5V und auch +12V, ist Gruppenreguliert...

Sorry, aber hier gibt es sehr viel dran auszusetzen.

Unter anderem hättet ihr bemängeln können, dass das Sleeve erst außerhalb vom Netzteil anfängt.

Aber stattdessen hackt ihr auf den Kondensatoren rum, von denen ihr nicht mal die Datenblätter überprüft habt!
#3
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Registriert seit: 06.05.2013

Matrose
Beiträge: 12
suscon sind schrott und bleiben schrott egal was die datenblätter auch versprechen mögen
ganz einfach
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