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Corsair Vengeance 650W im Test

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Seite 3: Corsair Vengeance 650W - Lautstärke & Ausstattung

Das Vengeance 650M ist im Einstiegsbereich angesiedelt, was aber nicht bedeutet, dass es nicht auch einen leisen Betrieb bieten kann. Vielmehr sind bestimmte Features wie ein last- bzw. temperaturabhäniger Semi-Fanless-Betrieb den höherwertigen Modellen von Corsair vorbehalten. Das Vengeance 650W muss daher mit einem temperaturgeregelten, rein aktiven Lüfterbetrieb auskommen.

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Corsair verbaut im Vengeance einen 120-mm-Lüfter.

Besondere Features werden seitens Corsair für den Lüfter nicht erwähnt. Das 120-mm-Modell "HA1225H12S-Z" mit Standard-Gleitlagerung konnte aber im Test eine insgesamt ordentliche Performance liefern. Die Drehzahlkurve der Lüftersteuerung beginnt zwar schon bei 900 U/min, bleibt dann aber auf diesem niedrigem Niveau bis hin zu einer Last von knapp 80 Prozent. Das Verhalten unseres Testsamples entsprach dabei der seitens Corsair dokumentierten Kurve, welche bei 75 Prozent Last vom annähernd konstanten in einen stark steigenden Bereich übergeht.

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Der Lüfter des Corsair Vengeance 650M stammt von Ong Hua.

Bei 900 U/min ist das Vengeance 650M insgesamt als recht leise zu bezeichnen, nur ein schwaches Laufgeräusch des Lüfters macht sich in seiner Nähe bemerkbar. Von den ca. 950 U/min bei 80 Prozent Last erhöht sich die Drehzahl dann auf 1.500 U/min unter Volllast. Das Lüfterrauschen ist dann deutlich wahrnehmbar, aber von der Charakteristik her noch vergleichsweise unauffällig.

Das Vengeance 650M ist somit sicherlich kein Silent-Netzteil, aber es kann insgesamt durch einen angenehm ruhigen Betrieb überzeugen, mit welchem es in üblichen Rechnersystemen keinesfalls auffallen wird.

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Das Vengeance 650M im vollbestückten Zustand.

Das Corsair Vengeance 650M bringt, wie bereits beschrieben, ein teil-modulares Kabelmanagementsystem mit, welches der Klasse entsprechende Anschlussmöglichkeiten bietet. Die modularen Anschlusskabel sind allesamt als schwarze Flachbandkabel ausgeführt, wohingegen die beiden festen Stränge für ATX und 8-Pin-EPS aus schwarzen Einzellitzen bestehen, welche dann ihrerseits durch ein klassisches schwarzes Netzsleebe ummantelt sind.

In Sachen Anschlussmöglichkeiten ist das Vengeance 650M sehr gut aufgestellt. Mit einem 8(4+4)-Pin-EPS-Stecker, fünf SATA- und vier Molex-Anschlüssen bietet es das Klassentypische. Mit vier PCI-Express-Anschlüssen in universeller 8(6+2)-Pin-Ausführung bietet es aber für ein 650W-Modell im Einstiegsbereich ohne Zweifel mehr als der Durchschnitt.

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Das Vengeance 650M mit seinen modularen Anschlusskabeln

Die Verarbeitung von Kabeln und auch dem modularen Kabelmanagement wusste im Test zu gefallen. Auch die Kabellängen gehen für ein 650W-Modell in Ordnung. Da das Vengeance sich auch im Bereich Betriebslaustärke keine Blöße gibt, setzt sich das positive Bild fort.

Einen negativen Eindruck hatte unser Sample beim Test dann doch hinterlassen. Jedes ja zum Zeitpunkt des Testes fast noch fabrikneue Netzteil, welches bei uns den Testparcours mit teils hoher Belastung absolviert, hinterlässt wortwörtlich seinen Geruch in der Luft. Die meisten Netzteile hinterlassen einen dezenten Geruch nach "neuer Technik", oder weniger romantisch ausgedrückt, nach sich verflüchtigenden Lösungs-/Reinigungs-/Weichmacher-Mitteln. Das Vengeance 650W gehörte leider zum oberen Viertel in Sachen Geruchsbelastung, sodass schnell ein Griff ans Fenster erfolgte. Bei anderen, später produzierten Netzteilen sieht das im Interesse von Corsair hoffentlich bzw. vermutlich besser aus.