> > > > Thermaltake Smart DPS G – smartes Netzteil im Komplettsystem

Thermaltake Smart DPS G – smartes Netzteil im Komplettsystem

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 3: Technik des Thermaltake Smart DPS G

So viel zu einem kurzen Exkurs bezüglich Netzteilen und Digitaltechnik, kommen wir nun zu den Möglichkeiten des Thermaltake Smart DPS G 750W. Das Smart DPS G 750W bietet Effizienz nach 80PLUS Gold und ein semi-modulares Kabelmanagement, welches dank vier PCI-Express-, acht SATA- und vier Molex-Anschlüssen der Leistungsklasse angemessene Anschlussmöglichkeiten bietet. Technisch ist es dank LLC-Resonanzwandler-Topologie auf modernem Stand und bietet dank 62 Ampere starker 12V-Schiene auch genügend Flexibilität im Einsatz. Weiterhin sollen alle relevanten Schutzschaltungen sowie japanische Kondensatoren mit an Bord sein.

dps g app 02s 
Thermaltake Smart DPS G 750W

Gegenüber den früheren DPS-Modellen hat Thermaltake den Funktionsumfang der Software deutlich aufgebohrt. Die "DPS G App" lässt sich in Version 2.0 von Thermaltakes Website herunterladen. Dazu gibt es für Mobilgeräte noch eine entsprechende App. Über die DPS G App, welche nur bei aktiver Verbindung zum Netzteil startet, lassen sich alle wesentlichen Informationen zum Betriebszustand des Netzteils ablesen: Ein- und Ausgangsleistungen, Effizienz, Spannungen, gerade anliegende Stromflüsse und natürlich Lüfterdrehzahl, Temperaturen und auch die entsprechenden Stromkosten. Des Weiteren ist eine gut nutzbare Logging-Funktion enthalten, mit der sich die oben genannten Messwerte aufzeichnen und visualisieren bzw. ggf. auch in Excel exportiert lassen. Die "DPS G App" von Thermaltake macht insgesamt einen guten und nutzbaren Eindruck und gefällt uns fast ein bisschen besser als die Software "Link", die Corsair bei seinen Netzteilen einsetzt.

In Sachen Messgenauigkeit hat unser Test gezeigt, dass unter mittlerer bis hoher Last die Genauigkeit der Messungen recht gut ist. Bei niedriger Last aber, was ein modernes Skylake-System im Idle für ein 750-W-Netzteil ohne Frage bedeutet, ist die Messgenauigkeit noch deutlich verbesserungswürdig. Bei dem uns zur Verfügung stehenden Testsystem, welches im Idle mit knapp über 50 W auskommt, zeigte uns die DPS G App teilweise weniger als 40 % Wirkungsgrad an. Das hat vermutlich seine Ursache darin, dass bei Niedriglast die Ausgangsleistung deutlich zu niedrig gemessen wird.

dps g pic3 
Die DPS App liefert einen guten Überblick über den momentanen Betriebszustand des Netzteils

Wie schon angedeutet, lässt sich bei semi-digitalen Netzteilen häufig Einfluss auf die Arbeitsweise der Lüftersteuerung nehmen. Mit der DPS App lässt sich beim Thermaltake Smart DPS G 750W Gold zwischen drei Modi wählen. Der interessanteste ist sicher der Zero-Fan-Modus, welcher einer klassischen semi-passiven Lüftersteuerung entspricht. Der Hersteller gibt dabei einen Passiv-Betriebsbereich bis ca. 30% Last an. Daneben stehen mit dem Silent- und dem Performance-Modus noch zwei entsprechende Betriebsvarianten zur Verfügung, die entweder einen leisen Dauerbetrieb oder eine bessere Kühlung ermöglichen.

dps g PIC1 
Reports in der SPM Cloud

 

Ein wesentlicher Punkt bei Thermaltakes Smart DPS soll sein, zum Umweltschutz bzw. der Reduzierung von CO2-Emissionen beizutragen. Manch einer mag darüber lächeln, dass hier wieder etwas "als grün verkauft" werden soll und wird evtl. auch die These vertreten, dass eine auf 80PLUS Titanium gesteigerte Effizienz sicher sinnvoller wäre. Da ist sicher etwas dran, aber dennoch hat das "Smart DPM" von Thermaltake eine nicht zu unterschätzende Funktion: Dadurch dass der User einen Überblick über den Energieverbrauch bzw. die Stromkosten erhält, kann er – wenn er sich drauf einlässt – durchaus Energie sparen. So kann man sich z.B. die Energie- und Geldverschwendung, wenn man mal wieder den gerade nicht benötigten Rechner hat einfach ein oder zwei Stunden weiterlaufen lassen, wortwörtlich vor Augen halten lassen. Was man mit der Informationen, dass einem die Faulheit gerade mal wieder 20 ct gekostet und der Atmosphäre entsprechend mehr Kilogramm an CO2 beschert hat, anstellt, sei in der Praxis dahingestellt, aber zumindest hat man diese Information klar vor Augen, die man bei normalen Netzteilen bestenfalls diffus über die Jahresabrechnung bekommt.

SPMArchitectures 
Smart Power Management in der Cloud

Mit Smart DPM setzt Thermaltake nicht nur auf eine lokal auf dem Rechner laufende App, sondern integriert auch eine Cloud-Funktionalität. Darüber lassen sich alle sechs Stunden die wesentlichen Daten, zum Beispiel zum Energieverbrauch etc. auf Thermaltakes Cloud-Server hochladen. Auf diese Daten kann dann per App auf mobilen Devices oder auch von anderen PCs aus zugriffen werden. Es lassen sich dann diverse Reports generieren, sodass sich ein guter Überblick über den Energieverbrauch des Rechners ergibt. Weiterhin bietet die SPM Cloud die Möglichkeit, etwaige Warnmeldungen bzgl. Temperatur oder Lüfter des Netzteils sofort an weitere Geräte zu übertragen.

cloud pic5 
Reportmöglichkeit in der SPM Cloud

Insgesamt bietet das Thermaltake Smart DPS G 750W ein interessantes Paket. Mit einem leistungsstarken und zeitgemäßen Design sowie einer guten Gold-Effizienz bietet es ein gute Grundlage, zu welcher dann noch eine vergleichsweise ausgereifte Softwarelösung für Hardware-Monitoring des Netzteils kommt. Wer also gerne ein Netzteil mit "digitaler Schnittstelle" haben möchte, hat neben den Modellen von Corsair mit den neuen DPS-G-Modellen von Thermaltake eine sehr interessante und leistungsfähige Alternative.

Praxis-Werte

Mit der DPS-Software können allerlei Parameter des Netzteils ausgelesen werden. Während Temperatur, Lüftergeschwindigkeit und die Stabilität der einzelnen Leitungen für viele wohl weniger interessant sein dürften, sind die Angaben zur aktuellen Leistungsaufnahme des Systems und zur Effizienz weitaus spannender. Unser Testrechner von One.de, welchen wir auf der folgenden Seite ausführlich vorstellen, zieht laut DPS-App unter Volllast bis zu 229,1 W aus der Steckdose. Erhöhen wir die Spannung der Skylake-CPU auf stattliche 1,3 V und übertakten zudem die Grafikkarte, steigt der Stromhunger um weitere 50 W an. Dann soll sich der Testrechner laut Netzteil bis zu 283 W genehmigen. Im normalen Spielebetrieb ist die Leistungsaufnahme mit 178,9 bzw. 210,6 W nicht ganz so hoch.

Das Auslesen der Werte funktioniert damit hervorragend, die Ergebnisse sollen jedoch nur als grober Richtwert angesehen werden, da die tatsächliche Leistungsaufnahme direkt über die Steckdose abgegriffen meist etwas anders aussieht. In unserem Test gab es hier durchaus größere Abweichungen von bis zu 50 W.

Leistungsaufnahme im Vergleich
 WerkszustandOC-Mode
Prime95: 53,4 W 67,8 W
Prime95 + Furmark: 229,1 W 283,0 W
The Witcher 3: 178,9 W 210,6 W
 

Social Links

Seitenübersicht

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 3

Tags

es liegen noch keine Tags vor.

Kommentare (25)

#16
customavatars/avatar120461_1.gif
Registriert seit: 27.09.2009
An der Ruhr
Bootsmann
Beiträge: 607
du hast an einer Chroma Teststation die Wirkungsgrasangaben überprüft?

oder hast ud einfach so ein 10€ leistungsschätzeisen angeschlossen?
#17
customavatars/avatar176691_1.gif
Registriert seit: 03.07.2012
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1751
Ich habe ein 1 Euro Leistungsschätzeisen von Aldi verwendet!
#18
customavatars/avatar39269_1.gif
Registriert seit: 25.04.2006
Oben rechts in der Egge (S-H)
Vizeadmiral
Beiträge: 6507
@Trill
Vielleicht solltest du mal von deinem Trip runter kommen und mal versuchen Leuten, die sich intensiver mit der Thematik auseinander setzen, glauben zu schenken.
Deine Ablehnende Haltung ist einfach mal dreist, da du ja keinerlei Zugriff auf halbwegs gescheites Messequipment hast, poiu aber sehr wohl!

Daher ist es schon sehr anmaßend, zu behaupten, dass das ganze genau wäre, wenn jemand mit sehr gutem Messequipment die Werte wirklich überprüft hat!!
Das kannst du mit deinen Hausmitteln und dem 10€ Standardschätzeisen aus dem Baumarkt nunmal nicht machen.

Dass die ganzen Teile auch sehr ungenau sind, sollte eigentlich auch einleuchtend sein, wenn man sich mal den Preis für diese Spielerei anschaut.
Gescheute Multimeter kosten 50€ Aufwärts, wie soll das Netzteil diese Präzision aufweisen?!
#19
customavatars/avatar176691_1.gif
Registriert seit: 03.07.2012
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1751
Wie er abgeht! Peinlich! Er hat zwar keine Ahnung, über was für Möglichkeiten ich verfüge, was das Messen angeht, unterstellt einfach mal was, aber einfach mal los tröten, wie in allen Foren! Wie geschrieben, Stefan Payne - banned! Ne lustige Clique hier und in den vielen anderen Netzteil-Unterforen, immer die gleichen Namen, auf die man trifft, macht mal ihr Meister, bin eh raus hier. Ich will eure Meinung und eure ach so tolle Erfahrung in der Thematik doch gar nicht wissen, interessiert mich gar nicht! So ein kindischer unwichtiger Kleinkrieg wegen Netzteilen, meine Güte! Stefan Payne, ab auf die Igno-Liste mit ihm, ist ja nicht zum aushalten, auch in anderen Foren nur am Stimmung machen, einfach schrecklich unsympathisch, so ein Forenübergreifender Wichtigtuer, der anscheinend in vielen Foren das virale Marketing für Be Quiet übernommen hat und gleichzeitig 100 Prozent objektiv und unvoreingenommen rüber kommen möchte, was aber überhaupt nicht klappt.
#20
Registriert seit: 15.01.2015

Korvettenkapitän
Beiträge: 2207
Zitat Trill;24210134
Ich bin evtl. kein Maßstab, aber ich bin Überwachungsjunkie, also was mein System betrifft. Ich habe einen extra 7 Zoll HDMI Monitor am System angeschlossen, auf dem über den ganzen Screen ein selbst designtes Sensorpanel drauf angezeigt wird (das Sensorpanel ist ein Bestandteil von AIDA64).


Die richtig coolen Kids machen das mit LabView :cool:
#21
customavatars/avatar120806_1.gif
Registriert seit: 03.10.2009

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1320
Stefan Payne und Poiu haben durchaus Ahnung. Und das sage ich als jemand, der jahrelang sein Geld mit dem Testen von Netzteilen verdient hat :)
#22
customavatars/avatar39269_1.gif
Registriert seit: 25.04.2006
Oben rechts in der Egge (S-H)
Vizeadmiral
Beiträge: 6507
Zitat Trill;24214245
Er hat zwar keine Ahnung, über was für Möglichkeiten ich verfüge, unterstellt einfach mal was, was das Messen angeht, aber einfach mal los tröten

Wenn du wirklich brauchbare Möglichkeiten hättest, hättest du das schon vor 10 Postings geschrieben und es nicht einfach behauptet.
Und wenn du auch Argumente hättest, würdest du nicht andere Leute persönlich angreifen/beleidigen...

Poiu hat ja relativ klar gesagt, womit er getestet hat und womit er die Werte überprüft hat!
Und zwar ist das eine elektronische Last von dem Hersteller 'Chroma', die für das Einsatzgebiet als sehr genau und vertrauenswürdig gelten.

Du hast dich gegen diese Fakten gewehrt und wolltest sie nicht akzeptieren, daher solltest du, statt Leute persönlich anzugreifen, erst einmal genau lesen, was sie geschrieben haben. Und was das, was sie geschrieben haben bedeutet...

Wir müssen jetzt auch nicht die Kognitive Dissonanz anführen, die ja dazu führt, dass man das eigene Zeugs immer etwas stärker verteidigt...

Es wäre schon schön, wenn du (und andere) anerkennen würdest, das es Leute gibt, die sich intensiv mit dem Thema beschäftigen und auseinandersetzen. Und daher auch das, was sie sagen, relativ glaubwürdig ist, insbesondere da sehr viele Vergleichsmöglichkeiten vorhanden sind...

Ich habe ja hier einiges über mein RM650i geschrieben, welches ja durchaus einige wirklich sehr unschön verarbeitete Stellen aufweist. Sei es die Lötblobs an diversen Stellen oder aber die wirklich schlecht handgelöteten Punkte, inkl des verbrannten Silikonschlauchs, aufgrund von zu viel Hitze an der +12V Gleichrichter Platine...

Und wenn ich ehrlich bin, dann hätte ich das ganze sogar noch deutlicher schreiben können, entsprechend wäre das in Richtung Verriss gegangen...

Du siehst also, es gibt einige Möglichkeiten, wie man etwas bewerten kann...

Und was in diversen Herstellernahen Foren abgeht, sollte hier ja wohl nicht das Thema sein, oder?!
#23
Registriert seit: 12.08.2004
Kreis Kleve
Oberbootsmann
Beiträge: 994
Sorry, der Autor sollte sich dringend mal kompetente NT-Reviews anschauen (auch englischsprachige), dann weiss er worauf es ankommt.

Zum NT selber: Allein schon der Anblick des Primär-Elkos - ein 85 Grad Exemplar statt des üblichen 105 Grad Qualitäts-Caps - sagt mir sofort, daß hier unnötigerweise (an mehreren Ecken?!) gespart wurde. Ergo: Weiterlesen erübrigt sich eigentlich. Und dann soll das Teil auch noch 135 Ocken kosten nur weil Gold und Smart drauf steht - ne Danke!
#24
customavatars/avatar41606_1.gif
Registriert seit: 15.06.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 941
Was ist denn ein 32bit Mikoprozessor?
#25
customavatars/avatar39269_1.gif
Registriert seit: 25.04.2006
Oben rechts in der Egge (S-H)
Vizeadmiral
Beiträge: 6507
Ein Mikroprozessor mit einer Breite von 32bit...
Kann also mit 32bit Werten arbeiten...

Eine typische 8bit CPU wäre ein Zilog Z80...
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!