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SilverStone SFX Series 500W im Test

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Seite 6: Fazit

SilverStone hat mit dem SX500-LG ein gelungenes Kompakt-Netzteil auf den Markt gebracht, welches eine gute Effizienz, qualitativ sehr ordentliche Ausgangsspannungen und vor allem einen vergleichsweise leisen Betrieb bietet. Die Ausstattung mit einem voll-modularem Kabelmanagement ist praktisch, die Anzahl der Anschlüsse angemessen und was auch positiv auffällt, ist das Vorhandensein von wichtigen Schutzschaltungen.

Zu beachten ist allerdings, dass das SX500-LG ein "SFX-L"-Netzteil ist, d.h. es bietet in Höhe und Breite SFX-Abmessungen, ist aber in der Länge gute 30 mm größer als ein übliches SFX-Netzteil. Vor dem Kauf gilt es also zu prüfen, ob das vorgesehene System einen genügend großen Einbauraum bietet. Und vergessen werden sollte auch nicht, dass durch die mittige Anordnung des voll-modulares Kabelmanagements hier der Platzbedarf auch noch etwas anders als bei üblichen SFX-Netzteilen ist. Passt also das SilverStone SX500-LG ins System, dann steht einem eine interessante Alternative zur Verfügung, zumal der Markt für SFX-Netzteile auch recht überschaubar ist.

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Das SilverStone SX500-LG bietet ein gutes Gesamtpaket.

Von der technischen Seite her bietet das SX500-LG ein angenehm hohes Niveau. Seine Ausgangsspannungen regelt es über den Lastverlauf recht gut und die Ripple-/Noisespannungen bewegen sich auf einem ordentlichen Level. Der Wirkungsgrad des SX500-LG ist insgesamt als sehr gut zu beurteilen, da es zum einen im Vergleich mit anderen Kompaktnetzteilen, aber auch im Vergleich zur ATX-Konkurrenz recht gut mithalten kann.

Durch den "Trick" mit dem größeren "SFX-L"-Format und der daraus resultierenden Einbaumöglichkeit eines 120-mm-Lüfters, hat sich SilverStone einen Vorteil gegenüber anderen SFX-Modellen verschafft, den das SX500-LG auch sehr gut auszunutzen versteht. Der für sich schon recht leise Lüfter wird semi-passiv angesteuert, was das SX500-LG bei niedriger Temperatur unhörbar macht. Aber auch unter höherer Last/Temperatur arbeitet es noch vergleichsweise leise. Leicht irriert waren wir von der Umsetzung der semi-passiven Lüftersteuerung. Dadurch dass die Lüftersteuerung offenbar rein über die Temperatur geregelt wird, beim Netzteilstart kein "Anlauftest" durchgeführt wird und bei unserem Testsample auch keinerlei entsprechende "Warnung" vorhanden war, gingen wir zuerst von einem Defekt des Lüfters aus. Aber nach einiger Zeit unter Last und entsprechendem Temperaturaufbau erwachte dann der Lüfter dann doch zum Leben. In der Praxis macht diese Art der Umsetzung natürlich keinen Unterschied. Zumindest ein "Anlauftest" beim Systemstart dürfte es unserer Meinung nach schon sein, aber laut Hersteller ist ja auch eine Temperatur-Schutzschaltung vorhanden. Als Fazit bleibt, dass das SX500-LG ein sehr leises Netzteil ist.

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Positive Punkte bei dem SilverStone SX500-LG

  • semi-passive Lüftersteuerung: lautlos bei Niedriglast, sehr leiser Betrieb bis hin zu höherer Last
  • hohe Effizienz (80PLUS Gold)
  • hohe Leistungsfähigkeit
  • stabile Ausgangsspannungen
  • gute Anschlussmöglichkeiten (2x PCI-Express)
  • voll-modulares Kabelmanagement

Negative Punkte bei dem SilverStone SX500-LG

  • kein direkter/schneller Funktionstest des Lüfters möglich