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Corsair HX1200i im Test

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Seite 3: Corsair HX1200i - Lautstärke & Ausstattung

Im Corsair HX1200i kommt ein 135-mm-Lüfter mit FDB-Lagerung zum Einsatz, welcher laut Modellnummer (NR135P) das gleiche Fabrikat darstellt, welches wir auch schon beim HX1000i gefunden haben. Der Lüfter wird per default im Semi-Passiv-Modus ("Zero RPM Fan Mode") angesteuert und kann über die Corsair-Link-Software wahlweise auch im Dauerbetrieb mit fixer Drehzahl aktiviert werden. Weiterhin gibt Corsair an, dass im Vergleich zur Vorgängerserie die gesamte Konstruktion des Netzteils auf leisen Betrieb hin optimiert wurde, d.h. potentielle Geräuschquellen wie das berühmt-berüchtigte "Spulenpfeifen" konstruktiv vermieden wurden.

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Das HX1000i setzt einen Lüfter mit weißen Lüfterblättern ein.

Der Lüfter mit der Modellnummer "NR135P" blieb im Verlauf unseres Tests bis zu einer Last von einschließlich 50% ausgeschaltet. Mit ruhendem Lüfter arbeitete das HX1200i lautlos, d.h. Corsairs Angaben zur Geräuschoptimierung scheinen wie auch bei unserem Testsample des HX1000i nun auch beim HX1200i zuzutreffen. Bei Erreichen des 60%-Lastpunktes wurde dann nahezu sofort der Lüfter aktiviert, mit einer geringen Drehzahl von knapp unter 600 U/min, wobei er nur sehr leise und kaum zu hören war. Bei steigender Last erhöhte sich dann die Lüfterdrehzahl auf 800 U/min bei 80% Last und knapp 1150 U/min bei Volllast. Hierbei ist der Lüfter dann noch recht leise, aber ein moderates Lüftergeräusch ist wahrzunehmen. Über die Link-Software lässt sich der Lüfter manuell auf 100% stellen, was einer Drehzahl von 1450 U/min entspricht und ein etwas deutlicheres Luftrauschen produziert. Insgesamt ist das HX1200i also ein vergleichsweise leises Netzteil, insbesondere für eines der 1200W-Klasse.

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Das Corsair HX1200i im vollbestückten Zustand.

Das Corsair HX1200i bringt wie bereits beschrieben ein voll-modulares Kabelmanagementsystem mit, welches insgesamt gute Anschlussmöglichkeiten vorweisen kann. So sind neben dem ATX-Kabel noch zwei 8-Pin-EPS-Kabel nutzbar, wovon eines überdurchschnittlich lang ist. Weiterhin stehen bis zu acht PCI-Express-Anschlüsse, sechszehn SATA- und zwölf-Molex-Anschlüsse zur Verfügung, welche sich allerdings nicht alle gleichzeitig nutzen lassen.

Ebenso steht noch das Corsair-Link-Interface auf der Ausstattungsliste, welches sich entweder über die Mini-USB-Buchse mit dem Mainboard oder die kleine 4-Pin-Buchse mit einem Corsair-Link-Commander verbinden lässt. Bei Vollbestückung ist das Kabelmanagement naturgemäß etwas weniger gut zu bedienen, aber in Sachen Umsetzung und Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Die Länge der Anschlussleitungen des HX1200i ist als sehr gut zu bezeichnen. Auch gefallen Details wie die Ausführung als schwarze Flachbandkabel sowie die Tatsache, dass ein 8-Pin-EPS-Kabel besonders lang ausgeführt ist.

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Das HX1200i und seine besonderen Features in der Nahansicht.

Um das eigentlich rein analoge Netzteil mit einem digitalen Interface auszustatten, hat Corsair die HXi-Modelle mit einem Microcontroller ausgestattet, welcher die diversen Monitoring- und Steuerungsaufgaben übernimmt. Über die Corsair-Link-Software lassen sich Ein- und Ausgangsleistung, die daraus errechnete Effizienz, Temperatur- und Lüfterstatus und die wichtigsten Spannungs- und Stromwerte auslesen und protokollieren.

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Die Corsair-Link-Software gibt einen guten Überblick über die Daten des Netzteils.

Corsair scheint gegenüber früheren Softwareversionen die Genauigkeit stark verbessert zu haben. Die ersten Versionen von Corsair Link haben früher auch auf den AXi noch nicht einmal als Schätzwerte getaugt, da bei niedrigen Leistungen auch gerne mal Effizienzwerte von 100% und mehr signalisiert wurden. Die jetzt aktuellen Versionen zeigen auf dem HX1200i als auch auf den zuletzt getesteten RM650i und RM1000i auch bei niedrigen Leistungen nun recht brauchbare Messwerte. Die Werte für die Eingangs- und Ausgangsleistung sind zwar recht grob aufgelöst, liegen aber nahe an den Messwerten unserer Chroma und auch der Verlauf über die Last passt recht gut, ebenso wie Spannungs- und Stromwerte in der richtigen Größenordnung liegen.

Im Vergleich zu den Daten unserer Chroma ergeben sich bei den Werten zur Ein- und Ausgangsleistung bei sehr niedriger Last (5%) Abweichungen im Bereich von 4 - 6 %, welche sich dann schon bei geringfügig angehobener Last (10%) auf Werte von unter 1% reduzieren. Etwas größere Abweichungen sind bei den Messungen der Stromstärken auf Sekundärseite zu beobachten. Die 5V-Schiene zeigte Abweichungen von mehr als 15 % nach oben, wohingegen die 12V-Seite mit unter 1 % Abweichung von unseren Lasten sehr gut aussieht.