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Corsair HX1200i im Test

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Seite 2: Corsair HX1200i - Technik

Die HX-Serie wie auch ihr Refresh in Form der HXi-Modelle sind bei Corsair als zweithöchste Modellreihe positioniert und decken den Leistungsbereich von 750 bis 1200 Watt ab. Alle vier Modelle bringen neben Platinum-Effizienz ein voll-modulares Kabelmanagement, einen 135-mm-Lüfter mit FDB-Lagerung und semi-passiver Steuerung sowie eine gegenüber den AXi etwas abgepeckte, aber trotzdem noch recht umfangreiche Corsair-Link-Schnittstelle mit.

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Das HX1200i

Im Vergleich zu der Vorgängerserie HX bringen die HXi nun eine deutlich gesteigerte Effizienz und auch eine bessere Ausstattung mit. So stehen beispielsweise beim bereits getesteten 1000W-Modell nun acht statt sechs PCI-Express-Anschlüsse zur Verfügung. Die Leistungsstufe mit 1200 Watt ist neu, denn bislang war das HX1050 das stärkste Modell der HX-Reihe.

Der Lieferumfang ist aber auch beim HX1200i als gut zu bezeichnen. Das Netzteil ist gut verpackt in Schaumstoff untergebracht und alle der Klasse entsprechenden Zubehörteile sind mit im Karton: Anschlusskabel, Netzkabel, Kabelbinder, Schrauben, Handbuch, Garantiehinweise, Kabeltasche und zwei Link-Anschlusskabel, einmal zur Verbindung mit einem USB(2.0)-Pfostenstecker auf dem Mainboard und dann noch ein Verbindungskabel zu einem Link Commander. Weiterhin ist positiv zu erwähnen, dass Corsair auf das HX1200i die gleichen sieben Jahre Herstellergarantie gewährt, die auch der Top-Serie AX gewährt werden.

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Der Lieferumfang des Corsair HX1200i ist vollständig.

In Sachen Design orientiert sich die HXi-Serie an anderen aktuellen Serien von Corsair. Charakteristisch sind die abgeschrägten Gehäusekanten und das Design des Lüftergitters. Beim Thema Ausstattung bietet das HX1200i etwas mehr als das HX1000i, nämlich sechzehn statt zwölf SATA-Anschlüsse. Die Zahl der PCI-Express-Anschlüsse, die sich über das voll-modulare Kabelmanagement nutzen lassen, liegt ebenfalls bei acht Stück, genau wie auch die Zahl der Molex-Anschlüsse bei zwölf Stück liegt. Die Buchsen sind beschriftet und durch die Trennung von acht-poligen Buchsen für die 12V-Verbraucher (PCI-Express & CPU) und sechspoligen für Peripherie-Anschlusskabel auch ohne farbliche Codierung einfach benutzbar. Über die LED wird einerseits die ordnungsgemäße Funktion des Netzteils als auch der Betriebszustand der Corsair-Link-Schnittstellenverbindung signalisiert. Sofern man sich die Frage stellt, ob der ruhende Lüfter "noch im Passiv-Modus" oder "schon kaputt" ist: Über den kleinen Taster "Fan Test" kann der Lüfter kurz aktiviert werden.

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Die Leistungswerte des Corsair HX1200i in der Übersicht.

Das Corsair HX1200i bietet im Vergleich zum HX1000i auf den Nebenspannungen von 3,3 Volt und 5 Volt mit je 30 Ampere und kombiniert bis zu 150 Watt eine identische Leistungsfähigkeit. Die Mehrleistung ist auf der 12-Volt-Seite zu finden, wo mit 100 Ampere bzw. 1200 Watt entsprechend mehr Leistung zur Verfügung steht. Corsair gibt an, dass die nominale Gesamtleistung von 1200 Watt auch bei einer erhöhten Umgebungstemperatur von 50°C zur Verfügung steht.

Wie die anderen HXi-Modelle auch, ist das HX1200i nicht nur als Single-Rail-Netzteil einsetzbar, sondern über die Corsair-Link-Software lässt sich ein Multi-Rail-Betrieb aktivieren. Anders als bei den AXi-Netzteilen, wo sich für einzelne Buchsen auch separate OCP-Schwellen einstellen lassen, sind bei den HXi die Schwellenwerte und Zuordnungen fest vorgeben. Leider gibt Corsair weder im Handbuch noch auf der Website die Zuordnung der Anschlüsse zu den 12V-Rails bzw. deren Schwellenwerte an. Es scheint aber so zu sein, dass der 24-Pin-ATX-Anschluss, alle 6-Pin- zusammen und die 8-Pin-Buchsen einzeln mit 40 Ampere abgesichert sind.

 

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Das Innenleben des Corsair HX1200i in der Übersicht.

Corsair setzt beim HX1200i eine moderne Full-Bridge-LLC-Resonanzwandler-Topologie ein. Das Layout mit zwei Haupttransformatoren unterscheidet sich von dem des HX1000i, d.h. das HX1200i setzt hier eine anderes Design ein, vermutlich ebenfalls von CWT. Auf der Sekundärseite kommt "Synchronous Rectification" zum Einsatz, welcher dann DC-DC-Wandler zur Generierung der Nebenspannungen nachgeschaltet sind. Somit eine moderne Plattform, welche aber bei einer Leistung von 1200 Watt und 80PLUS-Platinum-Effizienz nicht überrascht. Bei den Kondensatoren setzt Corsair hier auf Nippon Chemicon, mit zwei 470uF-Elkos als Primärkondensatoren, welche mit 420V Spannungsfestigkeit und 105 °C spezifiziert sind. Auf der Sekundärseite sind es fast ausschließlich 105-°C-Elkos von Nippon Chemicon, welche durch einige Feststoffkondensatoren ergänzt werden.

Zum Thema Schutzschaltungen gibt Corsair an, dass alle wichtigen Schutzschaltungen gegen Überspannung (OVP), Unterspannung (UVP), Überlastung (OPP), Überlastung einzelner Rails (OCP) und Kurzschluss (SCP) vorhanden seien. Positiv zu erwähnen ist, dass auch ein Temperaturschutz (OTP) mit an Bord sein soll. Im Test konnten wir das Vorhandensein der OCP auf den Nebenspannungen prinzipiell bestätigen, die Abschaltschwelle scheint hier relativ hoch bei knapp über 40 Ampere zu liegen. Im Multirail-Betrieb greift die OCP auf 12 Volt bei ziemlich genau 40 Ampere pro Rail ein. Im Single-Rail-Modus konnten wir mit den auf unserrer unserer Chroma Teststation maximal möglichen 105 Ampere auf 12 Volt keine Schutzschaltung auslösen, erst mit je 40 Ampere zusätzlich auf den Nebenspannungen konnten wir die OPP auslösen.

Kommen wir auf der nächsten Seite zu Lautstärke und Ausstattung.