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FSP Aurum92+ 650W im Test

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Seite 4: Messwerte (Effizienz, Spannungsstabilität)

Messwerte (Effizienz, Spannungsstabilität)

Seit der Einführung des 80PLUS-Programms vor knapp acht Jahren ist der Netzteilwirkungsgrad immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Das für Kunden einfach zu verstehende System hinter 80PLUS ermöglicht auch eine werbewirksame Vermarktung des Qualitätsfaktors Wirkungsgrad. Da das System der Zertifizierung bei dem Unternehmen, welches hinter 80PLUS steht, nicht unbedingt als manipulationssicher zu betrachten ist und sich insgesamt auch eher an den Interessen der Unternehmen als an den der Endkunden orientiert, sollte 80PLUS nicht überwertet werden. Keinesfalls darf man es als Qualitätssiegel für das gesamte Netzteil verstehen, denn die Effizienz ist nur ein Merkmal von vielen, welche für ein gutes Netzteil relevant sind. Vor dem Kauf eines Netzteils sollte man sich daher auch weiterhin aus verschiedenen objektiven Quellen informieren.

Und auch wenn die Effizienz eines Netzteils manchmal im Rampenlicht zu stehen scheint, ist ein Blick auf die Qualität der Ausgangsspannungen weiterhin mindestens genauso wichtig, denn ein gutes Netzteil soll effizient UND stabil arbeiten.

 

Wirkungsgrad

Da sich mit unserer Teststation neben der Leistungsaufnahme aus dem Stromnetz auch die an den (imaginären) PC abgegebene Leistung bestimmen lässt, können wir damit auch quantitative Vergleiche der getesteten Netzteile vornehmen. Wir bestimmen dabei einmal die Effizienz über den Lastbereich des Netzteils selber und dann noch zum praxisnahen Vergleich an drei für alle Netzteile gleichen Punkten.

effizienz

Die Effizienzmessungen lassen wir bei sehr niedrigen fünf Prozent Last beginnen, was hier knapp über 30 Watt an abgegebener Leistung entspricht. Bei diesen niedrigen Lasten arbeiten auch moderne Netzteile wenig effizient und erreichen meist noch nicht einmal 80% Wirkungsgrad. Anders das FSP Aurum 92+ 650W, welches bei 5 Prozent Last bereits vergleichsweise gute 80,3% erreicht. Bei einer Auslastung von 10 Prozent zeigt das FSP einen sehr guten Wirkungsgrad von 88%.

Bei einer Belastung von 20% erreicht auch das FSP langsam seinen eigentlichen Arbeitsbereich. Der Wirkungsgrad liegt dann bei guten 91,8%. Im Bereich von 40 bis 60 Prozent Auslastung erreichen die Netzteile üblicherweise ihr Wirkungsgradmaximum, so auch das FSP Aurum 92+ 650W. Das absolute Maximum von ~93,5% konnten wir bei 40 Prozent Last messen, aber auch die 93,4% bei 50 Prozent Last sind ein sehr guter Wert. Danach fällt die Wirkungsgradkurve erwartungsgemäß ab und erreicht bei Volllast noch ordentliche 91,2% Effizienz.

Auch bei diesem Test haben wir an den für die 80PLUS-Zertifizierung wichtigen Lastpunkten (20% / 50% / 100%) unsere Spannungsquelle kurz auf 115V / 60 Hz umgestellt, um die 80PLUS-Einstufung überprüfen zu können. Unsere Lastverteilung entspricht zwar nicht exakt der vom 80PLUS-Labor verwendeten, aber für eine grobe Einschätzung sollte es reichen. Das FSP Aurum 92+ 650W erreicht mit 91,4% / 92,3% / 88,9% die für 80PLUS Platinum erforderlichen Mindestwerte von 90% / 92% / 89%, wenn man beim Volllast-Messpunkt Messungenauigkeiten einrechnet. So knapp das FSP das Mindestmaß am Volllastpunkt erreicht, so souverän ist seine Performance bei den deutlich praxisrelevanteren 20-Prozent-Messpunkt, wo es den geforderten Mindestwert deutlich übertrifft.

effizienzvergleich

Interessant ist auch der direkte Vergleich an drei festen Lastpunkten, da sich hier die Netzteile direkt miteinander vergleichen lassen, als ob man sie in demselben Rechner verwendet. Der erste Punkt mit 90-Watt-Leistungsaufnahme entspricht älteren Office-PCs oder einem modernen Mittelklasse-System im Idle. Hier liegt das FSP Aurum 92+ 650W im Vergleich zur Konkurrenz auf einem ähnlichen, d.h. wettbewerbsfähigen Niveau. Das anscheinend extrem auf Effizienz im niedrigen Lastbereich optimierte Cooler Master V550S hat hier zwar noch einen deutlichen Vorsprung, aber auch unser Testexemplar vom Aurum 92+ 650W schlägt sich hier sehr gut.

Bei etwas höheren Werten, in diesem Falle 250 Watt Leistungsaufnahme des Systems, kann das FSP Aurum 92+ 650W dann eine sehr gute Performance zeigen. Es liegt hier gleich auf mit den Spitzenreitern AX860i und AX1500i aus dem High-End-Bereich an der Spitze unserer Gedsamtwertung. Bei unserem 500W-Messpunkt setzen sich die 80PLUS-Platinum-Vergleichsnetzteile mit höheren Leistungen dann etwas ab, aber das FSP bleibt auf Augenhöhe mit der direkten Konkurrenz von Corsair und Cooler Master. Das FSP Aurum 92+ 650W konnte im Test insgesamt eine hohe Effizienz auf solidem 80PLUS-Platinum-Niveau zeigen.

 

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 22.06.2008
Bielefeld
Kapitän zur See
Beiträge: 3596
Gibt es hier keine Lautstärkemessungen mehr? Nur noch subjektives Empfinden und eine Umschreibung? Das finde ich für so eine Seite schon ziemlich schwach.
#2
Registriert seit: 22.05.2009

Korvettenkapitän
Beiträge: 2211
1100 U/min soll leise sein , ist klar
#3
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Registriert seit: 25.03.2013

Korvettenkapitän
Beiträge: 2478
Ohne Professionelle Messtechnik und Angaben in db(A) und sone, ist vielleicht eine subjektive Einschätzung sogar besser.
Die Messungen mit Handpegelmessgeräten mit einer Ungenauigkeit von +-3db(A), noch dazu aus einem frei gewählten Abstand, sind doch eh praktisch fürn A.....
Meine Meinung.

Ansonsten schaut euch die Lautstärkemessung des FSP Aurum 92+ 550W bei CB (VOLTCRAFT SL-100 :xmas:) an. Hat auch ~1100 U/min minimum.
#4
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Registriert seit: 01.02.2006
Hessen\LDK
Moderator
Beiträge: 40035
wenn sich fsp treu geblieben ist, wird es sowieso nicht als silent zu bezeichnen sein :fresse:
#5
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Registriert seit: 25.04.2006
Oben rechts in der Egge (S-H)
Vizeadmiral
Beiträge: 6516
Und was ist mit Tests zur Querbelastung, Neudeutsch Crossload? SOwas darf eigentlich auch nicht fehlen...
#6
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Registriert seit: 22.06.2008
Bielefeld
Kapitän zur See
Beiträge: 3596
Zitat ro8otron;22979962
Ohne Professionelle Messtechnik und Angaben in db(A) und sone, ist vielleicht eine subjektive Einschätzung sogar besser.
Die Messungen mit Handpegelmessgeräten mit einer Ungenauigkeit von +-3db(A), noch dazu aus einem frei gewählten Abstand, sind doch eh praktisch fürn A.....
Meine Meinung.


Es geht um die Vergleichbarkeit mit anderen Modellen. Woher soll ich bei kommenden Tests wissen welches NT lauter ist und welches leiser? Da hätte ich gerne vernünftige Messwerte. Der subjektive Eindruck kann ja gerne stehen bleiben, zumal man da besser auf die Lautstärkencharakteristik eingehen kann.
#7
Registriert seit: 06.03.2014

Matrose
Beiträge: 8
Hier hätte ich mir eine Übersicht der Lautstärke der getesteten Modelle mit entsprechender Grafik gewünscht.
Und ein eingehen auf Lautstärkencharakteristik soll ruhig bleiben.
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