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Enermax Triathlor Eco 650W und LEPA MaxBron 700W im Test

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Seite 4: LEPA B700M - Allgemeines & Technik

LEPA MaxBron 700W

Das LEPA MaxBron 700W (B700-MB) ist Teil einer neuen Produktlinie bei LEPA, die wie das Triathlor Eco von Enermax "günstige" 80PLUS-Bronze-Effizienz mit hoher Leistungsfähigkeit und guter Ausstattung kombinieren möchte. LEPA bietet diese Serie mit fünf Modellen mit Leistungen von 450 bis 1000 Watt an und möchte sich mit Ausstattungsmerkmalen wie dem modularen Kabelmanagement und besonderen Features wie den "Q-Brick"-Rahmen positionieren.

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Der Karton des LEPA MaxBron 700W.

Die Verpackung des LEPA ist solide ausgeführt und gibt alle wesentlichen Features des darin verpackten Netzteils an.

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Guter Lieferumfang beim LEPA MaxBron 700W.

Zum Lieferumfang des LEPA MaxBron 700W gehören Netzkabel, Handbuch mit minimalem Informationsgehalt, Kabelbinder und Schrauben. Als Bonus gibt es noch eine schwarzen Gummirahmen, den man anstelle des serienmäßig montierten roten Rahmen anbringen kann.

 

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Das LEPA MaxBron 700W.

Das Erscheinungsbild des LEPA MaxBron 700W wird durch den ab Werk montierten roten Gummi-Rahmen geprägt. Dieser Rahmen, der alle Netzteilkanten umschließt, soll zur Vibrationsdämpfung dienen. Über einen real existierenden Nutzen dieses Extras mag man sicherlich vorzüglich streiten, aber zumindest optisch hebt sich das LEPA MaxBron 700W dadurch von anderen Netzteilen ab. Wie bereit erwähnt, kann alternativ auch der beigelegte schwarze Rahmen verwendet werden bzw. es steht dem User frei, auch ganz auf ihn zu verzichten.

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Auf modulares Kabelmanagement muss man bei LEPA MaxBron 700W nicht verzichten.

Abgesehen von dem Rahmen präsentiert sich das LEPA MaxBron 700W eher schlicht. Das mit 165 mm recht lange Gehäuse ist in mattem Anthrazit lackiert und trägt an den Seiten bzw. der Innenseite entsprechende Logos.

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Das Kabelmanagement ist erwartungsgemäß aufgebaut.

Das modulare Kabelmanagement von LEPA entspricht den Erwartungen. Die Buchsen sind beschriftet und durch die unterschiedlichen Farben und Formen auch "blind" zu bedienen. Das Layout bzw. auch das Gehäuse ist für alle Modelle ab 700 Watt gleich, die beiden schwächeren Varianten sind hingegen anders aufgebaut.

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LEPA bezeichnet den Gummi-Rahmen als Q-Brick

Das LEPA MaxBron 700W kommt mit einer zweijährigen Herstellergarantie. Die Anforderungen aktueller Haswell-Plattformen und 2013 ErP Lot 6 werden laut Hersteller ebenfalls unterstützt. Das LEPA MaxBron 700W ist als Single-Rail-Netzteil ausgeführt, was bedeutet, dass sein 12V-Bereich nicht wie bei Multi-Rail-Netzteilen auf mehrere Unterschienen aufgeteilt ist. Der Trend scheint in letzter Zeit klar hin zu Single-Rail zu gehen, was aber vielfach auch Kostengründe hat, da die Überwachung weniger komplex ist. Die Diskussion Single- vs. Multi-Rail ist nach wie vor im Gange, da sich an der Problematik, dass es bei Single-Rail-Netzteilen keinen Schutz gegen Überlastungen einzelner Leitungen gibt, nichts geändert hat. Die 12V-Schiene des LEPA MaxBron 700W ist mit bis zu 58 Ampere belastbar. Somit stehen auf 12 Volt bis zu 696 Watt zur Verfügung. Die Nebenspannungen 3,3 Volt und 5 Volt sind nominal jeweils mit bis zu 24 Ampere belastbar. Kombiniert sind diese Leitungen mit 130 Watt belastbar.

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Die Leistungswerte LEPA MaxBron 700W in der Übersicht.

Im Inneren kommt bei dem LEPA MaxBron 700W eine klassische Double-Forward-Schaltung zum Einsatz, die heutzutage vorwiegend im Low-Cost-Bereich verwendet wird. Wer der eigentliche Fertiger dieses Netzteils ist, konnten wir nicht herausfinden, aber Vermutungen gehen in Richtung des relativ unbekannten chinesischen Herstellers Yue-Lin, weswegen wir auf den Test gespannt waren. Bei den Kondensatoren entschied man sich, auf die qualitativ solide Marke Teapo zu setzen. Primär kommen zwei Elkos mit je 180uF bei 400V und 85°C Rating zum Einsatz, sekundärseitig sind es 105°C Elkos von Teapo.

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Die Technik des LEPA MaxBron 700W.

Laut LEPA sind Schutzschaltungen gegen Überspannung, Überlastung und Kurzschluss mit an Bord, was als ausreichend zu bezeichnen wäre. Unsere 40A-Last auf 5 Volt schaltet das Netzteil ab, auf 3,3 Volt hingegen erfolgt trotz Unterspannung von 4,5V auch bei 40 Ampere nach mehreren Sekunden keine Abschaltung. Auf 12 Volt sieht die Sache ähnlich aus. Letztendlich konnten wir unsere Chroma auf 100 Ampere voll hochfahren, ohne dass sich das LEPA abgeschaltet hat. Da dann die Spannung auf 6 Volt abgefallen war, können wir das Fehlen eines Unterspannungsschutzes und auch einer OCP-Überlastschaltung definitiv bestätigen. Interessant wäre gewesen, ob bzw. eher wann Rauchzeichen zu sehen gewesen wären, aber im Interesse unseres Equipments haben wir darauf verzichtet. Da aber jenseits der 60 Ampere auch die Ripple-Noise-Spannungswerte durch die Decke gehen, sollte ein Systemabsturz ggf. auch als Überlastwarnung zu sehen sein. Letztendlich bewegt sich das LEPA MaxBron 700W bzgl. seiner Schutzschaltungen auf für ein Markennetzteil mangelhaftem Niveau. Fazit: Solange man es im normalen Betriebsbereich verwendet, sollte das LEPA MaxBron 700W gut funktionieren. Überlast- oder Kurzschlussituationen würden wir empfehlen zu vermeiden.