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Enermax Triathlor Eco 650W und LEPA MaxBron 700W im Test

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Seite 2: Enermax Triathlor Eco 650W - Allgemeines & Technik

Enermax Triathlor Eco 650W

Die Triathlor-Reihe, welche noch gar nicht allzulang auf dem Markt ist, wurde von Enermax kürzlich überarbeitet. Die zweite Generation mit dem zusätzlichen Kürzel "ECO" umfasst vier Modelle von 350 bis 650 Watt, die allesamt ein modulares Kabelmanagement als Ausstattungsmerkmal mitbringen. Als Ergänzung hat Enermax mit dem Triathlor "bulk" 300W noch eine Ergänzung nach unten hin im Angebot, welche bei preislich attraktiven ca. 40 Euro liegt, aber auf ein modulares Kabelmanagement verzichten muss. Die alten Triathlor mit 385/450W und Triathlor FC mit 550/650W wurden damit durch eine durchgängige Produktline ersetzt. Die Effizienz ist mit 80PLUS Bronze nominal gleichgeblieben.

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Das Design des Produktkartons ist schlicht.

Als besondere Features vermerkt Enermax die dreijährige Herstellergarantie, die Kompatibilität zu aktuellen Anforderungen (Haswell & 2013 ErP Lot 6) und eine Funktion der Lüftersteuerung, die den Netzteillüfter nach Herunterfahren des Rechners zwecks Nachkühlung noch bis zu einer Minute nachlaufen lässt.

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Ordentlicher Lieferumfang beim Enermax.

Beim Lieferumfang hat Enermax nicht den Rotstift angesetzt. Ein kurzes Handbuch ist neben den Anschlusskabeln ebenso mit an Bord wie ein Netzkabel, Schrauben, Klett-Kabelbindern und eine Kabelaufbewahrungstasche.

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Das Enermax Triathlor Eco 650W tritt vergleichsweise dezent auf.

Beim Design der Triathlor Eco orientiert sich Enermax am Erscheinungsbild der aktuellen Serien. Das klassisch anthrazit-farbene Stahlblechgehäuse ist an den Seiten mit der Modellreihe bedruckt und das Lüftergitter ziert ein goldenes Herstellerlogo. Mit 140 mm Länge ist es angenehm kompakt.

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Das Enermax Triathlor Eco 650W aus einer anderen Perspektive

Auf der Innenseite hat Enermax das Anschlussfeld des modularen Kabelmanagements untergebracht. Die Belegung ist auf dem Gehäuse vermerkt und die beiden unterschiedlichen Anschlusstypen sind auch farblich markiert.

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Das Kabelmanagement des Enermax Triathlor Eco 650W.

Die von Enermax gewählte Variante für die Stecker und Buchsen des Kabelmanagement entspricht dem Standard, wenn man ihn so definieren möchte. Dadurch hebt es sich zwar nicht von anderen Netzteilen ab, aber dieses System hat sich bewährt und Enermax hat es bei den Triathlor Eco auch gut umgesetzt.

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Die Aussenseite des Enermax Triathlor Eco 650W

Leistungsmäßig ist das Enermax Triathlor Eco 650W gut aufgestellt. Wie die anderen Testkandidaten auch, ist es als Single-Rail-Netzteil ausgeführt und kann eine 50 Ampere starke 12V-Schiene vorweisen. Rein rechnerisch ergeben sich somit 600 Watt auf 12 Volt, womit es - wie bei modernen Netzteilen üblich - de facto einen Großteil der Netzteilleistung auf 12 Volt liefern kann. Die Nebenspannungen sind mit je 20 Ampere belastbar, und mit einer kombinierten Belastbarkeit von 120W ist das Enermax Triathlor Eco 650W gut gerüstet.

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Die Leistungswerte des Enermax Triathlor Eco 650W in der Übersicht.

Von der Technik her bewegt sich das Enermax Triathlor Eco 650W in dem Bereich, den man der Preis- und Effizienzklasse nach erwarten kann. Die verwendete Standard-Plattform mit Gruppenregulierung scheint vom Auftragsfertiger CWT zu stammen. Bei den Kondensatoren setzt Enermax auf einen Mix: Primärseitig kommt - gut für die Werbung - ein japanischer Panasonic (400V, 390 uF, 85°C) zum Einsatz, während sekundärseitig mit 105°C-Elektrolytkondensatoren von CapXon und Aishi eher "günstige" Komponenten verbaut wurden.

 

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Das Innenleben des Enermax

Enermax hat laut Datenblatt dem Triathlor Eco 650W einige Schutzschaltungen spendiert, u.a. Schutz gegen Unter-/Überspannung (UVP/OVP), Überlast (OPP), Kurzschluss (SCP) und zu hohe Eingangsströme (SIP). Eine OCP gegen Überlastung einzelner Spannungsschienen wird nicht erwähnt. Wir konnten auch keine im Test auslösen bzw. wenn, wurden die Abschaltungen durch die UVP- bzw. OPP-Schaltung ausgelöst. Auf 12 Volt hat sich das Triathlor Eco bei knapp über 80 Ampere abgeschaltet, vermutlich aufgrund der auf unter 10 Volt abgesunkenen Spannung. Unser Testsample hat alle Tests dennoch gut überstanden, sodass das einfache Schutzschaltungskonzept des Triathlor Eco zu funktionieren scheint. In dieser Klasse ist diese Umsetzung auch eher der Standard als die Ausnahme.