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Drei 750W-Netzteile mit 80PLUS Gold im Test

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Seite 3: Seasonic S12G 750W

Seasonic S12G 750W

Mit den Modellen der G-Series ist Seasonic Ende letzten Jahres wieder in das Marktsegment der "Value"-Modelle eingestiegen, bei denen neben hoher Qualität auch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis die etwas preissensitiveren Käufer anlocken kann. Als Ergänzung zu den G-Modellen, die neben 80PLUS Gold auch modulares Kabelmanagement (exkl. G-360) mitbringen, hat Seasonic jetzt die S12G-Serie herausgebracht, die bei gleicher Effizienz zu Gunsten eines niedrigeren Preises auf ein modulares Kabelmanagement verzichtet. Die Namensgebung dieser Serie, die S12 und G kombiniert ist sogar sehr naheliegend, denn Seasonics S12-Serie war zu seiner Zeit dank leisem Betrieb und hoher Qualität eine sehr gute Wahl.

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Der Karton des Seasonic S12G 750W.

Die Verpackung des Seasonic ist wie von Seasonic gewohnt sehr solide ausgeführt. Das Netzteil ist im Karton sicher in zwei Schaumstoff-Formteile verpackt.

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Guter Lieferumfang beim Seasonic S12G 750W.

Netzkabel, Handbuch, verschiede Kabelbinder, ein Sticker und Schrauben gehören zum Lieferumfang.

 

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Das Seasonic S12G 750W reiht sich optisch in die Linie anderer aktueller Modelle von Seasonic ein.

Das Seasonic S12G 750W ist ebenfalls ein Vertreter des optisch schlichter gehaltenen Designs. Im mit 140-mm-Gehäuselänge sehr kompakten Stahlblechgehäuse ist ein 120-mm-Lüfter untergebracht. Die anthrazitfarbene Pulverbeschichtung wird an den Seiten durch einige einfache Logos aufgewertet.

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Auf modulares Kabelmanagement muss man bei Seasonics S12G verzichten.

Seasonic kompensiert den Verzicht auf ein modulares Kabelmanagement durch eine vergleichsweise umfangreiche Kabelausstattung. Ebenfalls beachtlich sind die fünf Jahre Herstellergarantie, die Seasonic auf die S12G gewährt.

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Auf modulares Kabelmanagement muss man bei Seasonics S12G verzichten.

Das S12G 750W ist als Single-Rail-Netzteil ausgelegt, welches auf seiner 12V-Schiene nominal bis zu 62 Ampere bzw. 744 Watt zu leisten vermag. Die Nebenspannungen sind kombiniert mit bis zu 100 Watt belastbar. Mit seiner 80PLUS-Gold-Effizienz ist das S12G 750W auch in dieser Disziplin gut aufgestellt.

Im Inneren kommt bei den S12G nahezu die gleiche Technik wie bei den G-Modellen zum Einsatz, sodass im direkten Vergleich auch die Platinen bis auf wenige Details identisch erscheinen. Seasonic verwendet eine LLC-Resonanzwandler-Topologie, die sonst eher im High-End-Bereich zu finden, und die durch Synchronous Rectification und DC-DC-Wandlern ergänzt wird. Bei den Kondensatoren kommen "japanische" Modelle von Nippon Chemicon und Rubycon zum Einsatz. Der Primärkondensator von Nippon Chemicon ist mit 420V, 470 uF und 105°C sehr solide ausgelegt. Die sekundärseitigen 105°C-Elektrolytkondensatoren von Rubycon werden durch etliche Polymerkondensatoren ergänzt. Durch den Verzicht auf das modulare Kabelmanagement gewinnt Seasonic den Platz, der für das kompaktere 140-mm-Gehäuse benötigt wird.

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Die Technik des Seasonic S12G 750W.

Laut Seasonic sind alle wichtigen Schutzschaltungen mit an Bord: OCP, OPP, UVP, OVP, SCP und OTP. Auf den Nebenspannungen schaltet sich die OCP bei 31 Ampere (3,3 Volt) bzw. 28 Ampere (5 Volt) ein bzw. das Netzteil ab. Die 12V-Schiene wird zuverlässig bei ca. 84 Ampere abgeschaltet, wobei die 12 Volt bis zum Abschaltmoment auch stabil gehalten werden.

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Das Seasonic setzt einen Lüfter von ADDA ein.

Als Lüfter kommt ein 120-mm-Modell von ADDA mit Kugellagerung zum Einsatz, dessen genaue Modellbezeichnung AD1212HB-A70GL lautet. Von der Lautstärke her hat uns das S12G 750W nicht enttäuscht. Der Lüfter wird bis hin zu einer Netzteillast von knapp über 60% mit einer vergleichsweise geringen Drehzahl von 550 U/min betrieben, wobei es dann sehr leise arbeitet. Im Test erhöhte die Lüftersteuerung dann bei steigender Last die Drehzahl auf 1350 U/min (80% Last) und 2000 U/min unter Volllast. Bei 1350 U/min ist das S12G noch leise, allerdings ist das Lüfterrauschen etwas wahrnehmbar. Unter Volllast ist der Betrieb dann aufgrund des deutlichen Lüfterrauschens nicht mehr als leise zu bezeichnen, aber bleibt noch im angemessenen Rahmen. Dank der Soundcharakteristik wirkt es noch relativ unauffällig.

 

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Nahaufnahme eines Logos

Die S12G richten sich an Käufer, die ein modulares Kabelmanagement nicht unbedingt benötigen, und dafür lieber einige Euro sparen möchten. Nicht gespart hat Seasonic an der Ausstattung mit Anschlüssen. Zu den klassenüblichen vier PCI-Express-Anschlüssen gesellt sich noch ein zweiter 8-Pin-EPS-Anschluss, welchen wir in diesem Segment nur selten sehen. Mit zehn SATA- und vier Molex-Anschlüssen ist das S12G 750W überdurchschnittlich gut ausgestattet, sodass auch umfangreichere Systeme gut versorgt werden können.

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Die Anschlussmöglichkeiten eines Seasonic S12G 750W.

An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen und die Peripheriekabel, welche als Flachband-Version ausgeführt sind, sind angenehm lang.

Insgesamt kann das Seasonic S12G durch gute Ausstattung und ein leistungsfähiges Konzept überzeugen.

 

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Kommentare (7)

#1
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Registriert seit: 25.03.2012
Düsseldorf
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1377
Das Thermaltake sieht ja echt nett aus!
#2
Registriert seit: 10.12.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 912
Nice :)

Sieht aus als hätte Sirtec mittlerweile gute Gold-NTs, nur der Preis stört mich etwas.

Wo steht denn das mit der knapp ausgelegten Überlastschutzschaltung?

Das als negativ auszulegen ist etwas seltsam, denn wenn das erst 200W drüber abschaltet ist der Sinn einer Schutzschaltung nicht vorhanden.
#3
Registriert seit: 02.09.2011

Obergefreiter
Beiträge: 87
Überraschend gut der TT...

Und wie sieht sein Software für die USB überwachung aus? Was kann der?
#4
Registriert seit: 17.12.2013

Matrose
Beiträge: 1
Hi Leute, wie ist denn das Ganze getestet worden? Ist irgendwo eine Beschreibung unter welchen Umständen verglichen wurde und welche Messinstrumente benutzt worden? Mir kommt das komisch vor, dass das digitale Netzteil nur 80Plus Gold schafft - das sollte mindestens Platinum schaffen mit dieser Technik.
Malte
#5
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Registriert seit: 27.07.2008

Fregattenkapitän
Beiträge: 2581
Für mich ist das Seasonic die beste Wahl. Es hat die sauberste Ausgangsspannung und kostet auch nicht so extrem viel wie das mit reinen Spielereien gespickte TT.
Ok. Es ist zwar nicht das hübscheste von den Dreien, aber bei einem Netzteil zählen ja meistens nur die inneren Werte. :)
#6
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Registriert seit: 25.04.2006
Oben rechts in der Egge (S-H)
Vizeadmiral
Beiträge: 6523
Zitat Scour;21553984
Wo steht denn das mit der knapp ausgelegten Überlastschutzschaltung?
Das als negativ auszulegen ist etwas seltsam, denn wenn das erst 200W drüber abschaltet ist der Sinn einer Schutzschaltung nicht vorhanden.

Dem kann man nur zustimmen! Ein Netzteil hat NUR das zu liefern, was drauf steht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wenn es bei 125% schon abschaltet, ist das eher positiv!

Wenn ein 450W Netzteil mit bis zu 900W belastbar ist, ist das dann gut? Oh ja, richtig: Massivst Reserve und so.
Dass sich das Gerät dabei a) selbst zerlegt, b) die Spannungen weit außerhalb der Spezifikationen sind, wird dabei übersehen.
Oder schaut euch mal 'nen Test von 'nem Seasonic Gerät auf Hardwaresecrets an. Die werden da regelmäßig geröstet. Bekommen aber dennoch 'nen Award...

Der Punkt ist:
Die Schutzschaltungen sind dafür da das Netzteil und die angeschlossene Hardware zu schützen. Sie MÜSSEN auslösen, bevor das Netzteil Schaden nimmt und/oder die Spannungen außerhalb der Spezifikationen sind!
Tun sie das nicht, sind sie falsch eingestellt.
Zitat Pickebuh;21650030
Für mich ist das Seasonic die beste Wahl. Es hat die sauberste Ausgangsspannung und kostet auch nicht so extrem viel wie das mit reinen Spielereien gespickte TT.
Ok. Es ist zwar nicht das hübscheste von den Dreien, aber bei einem Netzteil zählen ja meistens nur die inneren Werte. :)

Ja, aber das war doch von Anfang an klar, oder? ;)
Also wenn ich mir das Feld so anschaue:
Das Thermaltake ist 'ne ganz andere Klasse -> High End, eher mit Dark Power und Seasonic X-Serie zu vergleichen

Und dass das Chieftec nix reißen wird, ist auch klar -> CWT PUQ Plattform. Die ist einfach nur für Reviewer in US of A gebaut. Hat aber ansonsten keinen positiven Punkt. Keine Kühler Sekundär, miese Kondensatoren, schlechter Lüfter, eher laut.
#7
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Registriert seit: 25.03.2012
Düsseldorf
Oberleutnant zur See
Beiträge: 1377
Thermaltake FTW!
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