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Roundup: Vier effiziente Mittelklasse-Netzteile

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Seite 8: SilverStone Strider Gold 650W - Allgemeines und Technik

SilverStone Strider Gold 650W

Der vierte Testkandidat kommt aus dem Hause SilverStone, welches uns nun auch schon sehr lange im Netzteilbereich begleitet. Auch der Serienname "Strider" ist schon vergleichsweise alt, wird aber durch SilverStone immer wieder mit neuen Versionen belebt. Aktuell bietet Silverstone - verschiedenen Unter-Serien sei Dank - unter dem Namen "Strider" 19 Netzteilmodelle an. Die "Strider Gold Series" ist mit Leistungen von 550, 650 und 1000 Watt erhältlich und stellt nach den "Strider Gold Evolution" die zweite Reihe mit 80PLUS-Gold-Modellen dar.

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Inzwischen fast "Retro-Look": Das Design des Kartons bei SilverStone hat sich über die Jahre nur wenig verändert.

Preislich ordnet sich das Strider Gold 650W an der Spitze des Vergleichstests ein. Sein Strassenpreis beträgt ca. 115 Euro, womit noch gute 10 Euro über dem gleichstarken Corsair HX650 liegt. Fairerweise sollte man jetzt bereits erwähnen, dass das Strider Gold im direkten Vergleich ein voll-modulares Kabelmanagement und insgesamt vier PCI-Express-Anschlüsse aufweist, womit es hier besser als das Corsair-Modell ausgestattet ist.

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Der Lieferumfang beim Strider Gold 650W ist ordentlich.

Als Zubehör legt SilverStone die üblichen Dinge bei: Handbuch, Montageanleitung,Netzkabel, Kabelbinder und Schrauben. Das Handbuch ist auch hier etwas dünn geraten, enthält aber zumindest die wichtigsten Infos.

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Auch das SilverStone Strider Gold 650W ist ein Vertreter der dezenten Optik.

SilverStone hat sich beim optischen Design seiner Netzteile meist eher konservativ gezeigt und so ist auch das Strider Gold 650W eher "klassisch" gehalten. Das kompakte Stahlblechgehäuse ist mit einer etwas glatteren Beschichtung versehen, die aber noch weit vom Typ Hochglanz entfernt ist, aber dennoch schon etwas anfällig für Fingerabdrücke ist. SilverStone verzichtet auf optische Gimmicks und spendiert dem Strider Gold nur ein markantes Firmenlogo auf dem Lüftergitter über der Lüfternabe.

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Ein Pluspunkt ist das voll-modulare Kabelmanagement.

SilverStone hebt ausdrücklich die kompakten Abmessungen des Strider Gold 650W hervor, wobei 140 mm Gehäuselänge für ein 650W-Netzteil jetzt nicht außergewöhnlich sind. Zu beachten gilt aber, dass SilverStone ein voll-modulares Kabelmanagement verbaut hat, was wir sonst nur in Netzteilen mit mind. 160 mm Länge finden. Die hohe Zahl der Buchsen inklusive Verkabelung benötigt im Inneren Platz, den SilverStone durch eine kompaktere Hauptplatine freigemacht hat, wie später zu erkennen ist.

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Die Außenseite verzichtet auf jeglichen Schmuck.

Als Ergänzung zu der platzsparenden Bauweise hat SilverStone noch ein alternatives Kabelset für die Strider-Netzteile im Angebot, dessen deutlich kürzere Kabel sich für die Montage in kompakten Gehäusen eignen.

Von den Leistungswerten her präsentiert sich das SilverStone sehr wettbewerbsfähig. Die Dauerleistung von 650 Watt wird zwar "nur" für 40 °C Umgebungstemperatur garantiert, dafür aber im 24/7-Betrieb. Die kurzfristig verfügbare Spitzenleistung wird mit 700 Watt angegeben. Das Strider Gold 650W ist ebenfalls als Single-Rail-Netzteil ausgelegt worden. Die 12V-Schiene kann nominal mit ihren 54 Ampere eine Leistung von 648 Watt bereitstellen, womit das SilverStone hier die gleichen Kennwerte wie das Corsair HX650 aufweist. Die Nebenspannungen sind kombiniert mit überdurchschnittlichen 150 Watt belastbar. Das 80PLUS-Gold-Label lässt vermuten, dass eine gute Effizienz ebenfalls mit an Bord sein sollte.

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Die Leistungswerte des SilverStrone Strider Gold 650W in der Übersicht.

SilverStone gibt für das Strider Gold 650W das Vorhandensein aller wichtigen Schutzschaltungen (OCP, OPP, OVP, UVP, SCP) an. Auf allen drei wichtigen Spannungsschienen konnten wir die OCP problemlos und sicher auslösen. Eine Abschaltung wegen Überlast erfolgte bei ca. 900 Watt Leistungsaufnahme aus dem Stromnetz.

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Das Innenleben des SilverStone Strider 650W.

Als Auftragsfertiger setzt SilverStone beim Strider Gold 650W die Firma Enhance Electronics aus Taiwan ein, mit denen SilverStone schon lange zusammenarbeitet und die auch vermutlich die meisten Modelle für SilverStone produzieren. Die eingesetzte Plattform beim Strider Gold 650W ist mit LLC-Resonanzkonverter-Topologie und Synchronous Rectification auf modernem Stand. Als Primärkondensator kommt ein auf 105°C ausgelegter Matsushita/Panasonic (400uF, 420V) zum Einsatz. Auf der Sekundärseite lassen sich hauptsächlich 105°C-Elkos der Marke "Taicon" finden, einige Polymer-Kondensatoren sind auch mit an Bord.

Gehen wir nun kurz auf die Lautstärke und Ausstattung des SilverStone Strider 650W ein.

 

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Kommentare (11)

#2
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1438
650W braucht man für einen Mittelklasse PC doch nie und nimmer. Da reichen 400-500W locker aus.
#3
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Registriert seit: 13.06.2003
RheinMain
Vizeadmiral
Beiträge: 7441
Merkwürdiger Test.

Zuerst fragte ich mich: wo sind die BeQuiet- und die Enermax-Netzteile? In meinen Augen die wahren Marktführer. Was kann also die Konkurrenz gegen diese beiden Anbieter ausrichten?

Und zweite Frage: 600W als "Mittelklasse"!? Was ist dann die Einstiegsklasse? 400W? Und wo schiebe ich dann die 300W hin? Kindergarten? Mittelklasse dürfte für die meisten bedeuten: moderat übertaktete CPU mit leistungsstarker GPU - dafür reichen 450W vollkommen.

Sorry, aber bei dem Test mangelt es nicht nur an etablierter Konkurrenz sondern auch noch an der korrekten "Aufmachung".
#4
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Registriert seit: 25.03.2013

Korvettenkapitän
Beiträge: 2487
Zitat
Für das Antec Earthwatts Platinum 550W als 80PLUS-Platinum-Netzteil liegen die Hürden mit 90% / 92% / 89 % noch ein Stück höher.
Das Antec erreichte bei uns im Test 90,9% / 91,9% / 88,9%, womit es an allen drei Lastpunkten um 0,1 Prozentpunkte zu wenig erreichte.


Hier hat sich irgendwie ein kleiner Fehler eingeschlichen.

Ansonsten guter Test und ordentliche Netzteile.
#5
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Registriert seit: 25.04.2006
Oben rechts in der Egge (S-H)
Vizeadmiral
Beiträge: 6527
Dieses Roundup ist fürn Hintern.

Weil
a) nur 'Außenseiter' getestet wurden.

Und insbesondere
b) verschiedene Wattklassen gemischt wurden!!
WARUM testet man 500W Netzteile zusammen mit 650W?! DAS macht nun mal echt keinen Sinn!

Da wären dann 2 Artikel sinniger gewesen: Eins für die 500er, eins für die 600er.
50W Differenz zwischen den Netzteilen sind bei einem Roundup völlig in Ordnung.
150W Differenz zwischen den Netzteilen sind bei einem Roundup nicht in Ordnung.
#6
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Registriert seit: 11.01.2009
Gelnhausen/Hanau
Kapitänleutnant
Beiträge: 1958
Bequiet zählt meiner Meinung nach schon lange nicht mehr zu den Marktführern......

Aber trotz allem ist der Test merkwürdig.
#7
Registriert seit: 13.09.2008
Oben uff'm Speischer
Fregattenkapitän
Beiträge: 3048
Irgendwie verwirren mich die Kommentare hier. Wo steht denn geschrieben, dass hier das einzig beste Netzteil eines ganz bestimmten Typs gekürt wird, oder dass alle anderen Testberichte mit Erscheinen dieses Berichts ihre Gültigkeit verlieren?

Das hier ist "ein Test" von "vier Netzteilen" im "mittleren Bereich" des am Markt angebotenen, was Preis und Wattleistung angeht. Es geht dabei um das individuelle Abschneiden der Probanden und nicht um einen Wettstreit. Nicht weniger und nicht mehr.

Wer BeQuiet oder Enermax sucht, wird in anderen Tests im Archiv fündig, wenn er der Bedienung eines Browsers denn mächtig ist...
#8
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Registriert seit: 29.05.2001
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4530
Zitat fortunes;21171751
Merkwürdiger Test.

Zuerst fragte ich mich: wo sind die BeQuiet- und die Enermax-Netzteile? In meinen Augen die wahren Marktführer. Was kann also die Konkurrenz gegen diese beiden Anbieter ausrichten?


Ein Enermax hätte ich auch gerne noch gesehen, dass es das entsprechende BQ Modell nicht ins Roundup geschafft hat liegt vermutlich daran, dass es bereits einen eigenen Test hier auf HWLuxx hat.
Test: be quiet! Straight Power E9 580W

(Wobei es nun wirklich kein Problem gewesen wäre diese Daten mit aufzunehmen)



Zitat PrEdaToR1990;21173415
Bequiet zählt meiner Meinung nach schon lange nicht mehr zu den Marktführern......

Aber trotz allem ist der Test merkwürdig.


Gut, dass deine Meinung nichts mit den Tatsachen zu tun hat ;)



Ich schließe mich aber der Meinung an, dass der Test merkwürdig ist... Netzteile sollten in vergleichbaren Leistungskategorien getestet werden (nicht mehr als 50W zwischen dem "schwächsten" und dem "stärksten")
#9
Registriert seit: 10.12.2006

Oberbootsmann
Beiträge: 912
Zitat highwind;21181583

Gut, dass deine Meinung nichts mit den Tatsachen zu tun hat ;)


Was ist daran gut? Etwas besserer Wettbewerb wäre sicher gut, aber so ist der vorne der auf den meisten Seiten (besonders auch in vielen Onlineshops) mit der aufdringlichsten Werbung daherkommt.

Zum Test: Irgendwie paßt das Testfeld nicht zusammen, zudem vermisse ich die Erwähnung der echten Hersteller
#10
Registriert seit: 06.06.2009

Matrose
Beiträge: 26
Zitat
Bei den Kondensatoren setzt Aerocool auf Produkte des bewährten taiwanesischen Herstellers Taepo. [...] 105°C-Elkos von Taepo eingesetzt.


Der Hersteller nennt sich Teapo.
#11
Registriert seit: 06.05.2014

Matrose
Beiträge: 1
Dieses Netzteil hat mich im Stich gelassen und explodierte aus unbekannten Gründen. Kann jemand erkennen, welche Komponenten, blies?


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