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Chieftec A-135 Non Modular PSU 550W im Test

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Seite 4: Messwerte (Effizienz, Spannungsstabiltität)

Messwerte (Effizienz, Spannungsstabiltität)

Seit der Einführung des 80PLUS-Programms vor knapp acht Jahren ist der Netzteilwirkungsgrad immer mehr in den Mittelpunkt gerückt. Das für Kunden einfach zu verstehende System hinter 80PLUS ermöglicht auch eine werbewirksame Vermarktung des Qualitätsfaktors Wirkungsgrad. Da das System der Zertifizierung bei dem Unternehmen, welches hinter 80PLUS steht, nicht unbedingt als manipulationssicher zu betrachten ist und sich insgesamt auch eher an den Interessen der Unternehmen als an den der Endkunden orientiert, sollte 80PLUS nicht überwertet werden. Keinesfalls darf man es als Qualitätssiegel für das gesamte Netzteil verstehen, denn die Effizienz ist nur ein Merkmal von vielen, welche für ein gutes Netzteil relevant sind. Vor dem Kauf eines Netzteils sollte man sich daher auch weiterhin aus verschiedenen objektiven Quellen informieren.

Unabhängig von 80PLUS: Das Schöne am Thema Netzteileffizienz ist, dass der Kunde mittlerweile mehrere Gründe für den Kauf eines darin besonders guten Netzteils finden kann. Er kann es zum wirklichen Einsparen von Energiekosten nutzen, er kann sein grünes Gewissen durch das eingesparte Kraftwerks-CO2 etwas beruhigen, aber der wahrscheinlich wichtigste Grund ist, dass eine hohe Effizienz auch an neueste und beste Technik glauben lässt. Daher ist ein Blick auf die Qualität der Ausgangsspannungen weiterhin wichtig, denn ein gutes Netzteil soll effizient UND stabil arbeiten.

Wirkungsgrad

Da sich mit unserer Teststation neben der Leistungsaufnahme aus dem Stromnetz auch die an den (imaginären) PC abgegebene Leistung bestimmen lässt, können wir damit auch quantitative Vergleiche der getesteten Netzteile vornehmen. Wir bestimmen dabei einmal die Effizienz über den Lastbereich des Netzteils selber und dann noch zum praxisnahen Vergleich an drei für alle Netzteile gleichen Punkten.

effizienz

Die Effizienzmessungen lassen wir mittlerweile bei sehr niedrigen fünf Prozent Last beginnen, was hier ungefähr 30 Watt an abgegebener Leistung entspricht. Aufgrund dieser sehr niedrigen Last und der auch nicht unbedingt auf maximale Effizienz getrimmten Plattform liegen die gemessenen Wirkungsgrade auch entsprechend niedrig, nämlich im Bereich von um die 75%. Bei zehn Prozent Last überspringt das APS-550SB die 80%-Marke und legt mit knapp 82 Prozent einen ordentlichen Wert hin. Bei 20% Last wird ein Wirkungsgrad von 86 Prozent erreicht. Die maximale Effizienz erreicht das Chieftec-Netzteil bei 40% Last mit 87,5 Prozent. Die Volllasteffizienz liegt dann bei guten 85,5 Prozent. Insgesamt also eine für ein nach 80PLUS Bronze zertifiziertes Netzteil zu erwartende Performance.

Auch bei diesem Test haben wir an den für die 80PLUS-Zertifizierung wichtigen Lastpunkten (20 / 50% / 100%) unsere Spannungsquelle kurz auf 115V / 60 Hz umgestellt, um die 80PLUS-Einstufung überprüfen zu können. Unsere Lastverteilung entspricht zwar nicht exakt der vom 80PLUS-Labor verwendeten, aber für eine grobe Einschätzung sollte es reichen. Das APS-550SB zeigte uns an den drei Lastpunkten 84% / 85,6% / 82,9%. Somit erfüllt das APS-550SB die Anforderungen einer 80PLUS-Bronze-Einstufung (80% / 85% / 80%) unserer Einschätzung nach sicher.

effizienz vergleich

Interessant ist auch der direkte Vergleich an drei festen Lastpunkten, da sich hier die Netzteile direkt miteinander vergleichen lassen, als ob man sie in demselben Rechner verwendet. Der erste Punkt mit 90-Watt-Leistungsaufnahme entspricht älteren Office-PCs oder einem modernen Mittelklasse-System im Idle. Hier liegt das APS-550SB bei 84,5 Prozent, ist also gleichauf mit der direkten Konkurrenz, die hier in Form eines Corsair CX600M oder be quiet! L8 Pure Power vertreten ist.

Bei etwas höheren Werten, in diesem Falle 250 Watt Leistungsaufnahme des Systems, bleibt das Gesamtbild gleich und das APS-550SB kann sich mitten im Feld der anderen 80PLUS-Bronze-Netzteile einordnen. Bei unserem 500W-Messpunkt arbeitet das APS-550SB schon fast im Volllastbereich. Auch hat sich an der Einordnung nicht viel geändert. Das APS-550SB liegt knapp vor dem be quiet! und dem Cougar, muss sich aber dem CX600M von Corsair und dem Enermax Triathlor 550W knapp geschlagen geben.

Besondere Ergebnisse haben wir vom APS-550SB nicht erwartet und auch nicht bekommen: Seine Effizienz entspricht dem anderer guter 80PLUS-Bronze-Netzteile. Dieser Aspekt ist also eher weniger als Grund für die Kaufentscheidung geeignet.

 

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Kommentare (9)

#1
Registriert seit: 13.01.2011

Matrose
Beiträge: 100
Was bitte ist an diesem Netzteil so besonders? Für den gleichen Preis kriegt man schon ein FSP Aurum Gold oder oder das Cooler Master Silent Pro Gold 550W mit 80plus GOLD, besseren Kondensatoren und 5 Jahren Garantie.
#2
Registriert seit: 29.03.2013
Deutschland
Hauptgefreiter
Beiträge: 249
Es ist immer wieder das gleiche. Qualität kostet Geld egal wie. Da muss ein Anwender auch mal etwas tiefer in die Tasche greifen. Und Low Cost mit Qualität zu Verbinden schlägt generell fehl ,da gibts zig Beispiele schon.
#3
Registriert seit: 12.08.2004
Kreis Kleve
Oberbootsmann
Beiträge: 1016
Zitat almycomp
Was bitte ist an diesem Netzteil so besonders? Für den gleichen Preis kriegt man schon ein FSP Aurum Gold oder oder das Cooler Master Silent Pro Gold 550W mit 80plus GOLD, besseren Kondensatoren und 5 Jahren Garantie.

Das FSP Aurum Gold nur leider ein Auslaufmodell! Der nur unwesentlich günstigere Nachfolger FSP Aurum Gold S hat dann nunmehr auch billige Caps.
#4
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Registriert seit: 24.06.2012

Stabsgefreiter
Beiträge: 366
Zitat Nugget32;20920208
Es ist immer wieder das gleiche. Qualität kostet Geld egal wie. Da muss ein Anwender auch mal etwas tiefer in die Tasche greifen. Und Low Cost mit Qualität zu Verbinden schlägt generell fehl ,da gibts zig Beispiele schon.


Bei Elektronik nicht wirklich. Die paar Cent für z.B. bessere Elektronikbauteile findet man auf der Straße.
#5
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Registriert seit: 29.08.2008

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1438
Sofern man ein solches Gerät nicht dauernd auf Anschlag betreibt, kann man auch mit den Abstrichen leben.

Viel wichtiger ist der leise Betrieb des Lüfters.

Denn ein noch so tolles Gerät mit High End Elektronik nutzt mir als Anwender nichts, wenn der Lüfter so scheisse laut arbeitet, dass mir die Ohren abfallen.
#6
Registriert seit: 29.03.2013
Deutschland
Hauptgefreiter
Beiträge: 249
Zitat Devron;20920959
Bei Elektronik nicht wirklich. Die paar Cent für z.B. bessere Elektronikbauteile findet man auf der Straße.


Es geht nicht um die paar Cent der Bauteile. Dazu kommen diverse Schutzschaltungen die mit Integriert werden ,passende Kühlkörper ,bessere Schaltregler ,etc. Dazu kommen noich bessere Lüfter ( einige nutzen ja schon Papst Lüfter) . Im Gesamten gesehen macht sich das deutlich Bemerkbar. Allein mit ein paar cent mehr Investiert für ein paar Bessere z.B. Kondensatoren ist es alleine nicht getan.
#7
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Registriert seit: 29.05.2001
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4530
Wenn ich überlege, dass man für rund 50€ ein BQ! Systempower 7 500W mit 3 Jahren Garantie, 80+silver, komplett vorhandenen Schutzschaltungen, relativ leisem Lüfter und allgemein guten Messwerten bekommt, frage ich mich was die "Konkurrenz" von Chieftec, Corsair, Cougar, etc da veranstaltet...
#8
Registriert seit: 29.03.2013
Deutschland
Hauptgefreiter
Beiträge: 249
Zitat highwind;20922358
Wenn ich überlege, dass man für rund 50€ ein BQ! Systempower 7 500W mit 3 Jahren Garantie, 80+silver, komplett vorhandenen Schutzschaltungen, relativ leisem Lüfter und allgemein guten Messwerten bekommt, frage ich mich was die "Konkurrenz" von Chieftec, Corsair, Cougar, etc da veranstaltet...


Vergleiche ruhig mal die Platimax Serie von enermax mit deinen genannten Modellen. allein die schutzvorrichtungen die bei enermax verwendet werden sind fast doppelt so viele wie bei den genannten Modellen von dir. Um es nochmals Klarzustellen, Qualität kostet Geld, da führt kein Weg dran vorbei. Und gnerell am Netzteil sparen werde ich nicht. Lieber gebe ich 10 Euro mehr aus (Beispiel) und hab dafür was was auch Qualitantiv gut ist ,als 10 Euro einzusparen und später rumheulen wenn das NT nach der Gewährleistung ausfällt. Das NT ist das einzigste Teil im PC System wo ich selbst nicht dran spare. Und Enermax Modelle z.B. Platimax Serie sind mir wiederrum gerade gut genug. Ich hatte schon heftigen Ärger mit NT Modellen von Corsair ,das hat mir gereicht. Ein Gebranntes Kind scheut eben das Feuer !
#9
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Registriert seit: 29.05.2001
Dortmund
Flottillenadmiral
Beiträge: 4530
Zitat Nugget32;20922698
Vergleiche ruhig mal die Platimax Serie von enermax mit deinen genannten Modellen. allein die schutzvorrichtungen die bei enermax verwendet werden sind fast doppelt so viele wie bei den genannten Modellen von dir. Um es nochmals Klarzustellen, Qualität kostet Geld, da führt kein Weg dran vorbei. Und gnerell am Netzteil sparen werde ich nicht. Lieber gebe ich 10 Euro mehr aus (Beispiel) und hab dafür was was auch Qualitantiv gut ist ,als 10 Euro einzusparen und später rumheulen wenn das NT nach der Gewährleistung ausfällt. Das NT ist das einzigste Teil im PC System wo ich selbst nicht dran spare. Und Enermax Modelle z.B. Platimax Serie sind mir wiederrum gerade gut genug. Ich hatte schon heftigen Ärger mit NT Modellen von Corsair ,das hat mir gereicht. Ein Gebranntes Kind scheut eben das Feuer !


Äpfel und Birnen?

Es geht hier um Einsteiger-Netzteile der 500-550W Kategorie

Deine Aussage ist in etwa so als ob jemand bei einem Vergleichstest von Opel Corsa, VW Polo und Ford Fiesta kommentiert "Meine S-Klasse ist eh viel besser!"
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