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Test: FSP Aurum Pro 1200W und LEPA G 1600W

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Seite 9: Fazit

Das Fazit für beide Netzteile ist einfach: Sie sind leistungsstark, bieten eine gute Ausstattung und dank eines guten und hochwertigen Designs zeigen sie auch im Test keine Schwächen. Bei Gefallen können beide Netzteile ohne Bedenken gekauft werden, und gerade das LEPA G1600 hat aufgrund der besonders hohen Leistungsfähigkeit eine Sonderstellung inne. Sowohl das FSP Aurum Pro 1200W als auch das LEPA G 1600W zeigen eine gute Effizienz, wobei das LEPA G 1600W bis auf den hohen Leistungsbereich etwas effizienter als das Aurum Pro 1200W arbeitet, wobei der direkte Vergleich aufgrund der unterschiedlichen Leistung nur schwierig möglich ist. In Sachen Spannungsstabilität nehmen sich beide nicht viel: Beide arbeiten sehr stabil mit mittleren Ripple-/Noisespannungen, wobei das FSP mit einer ausgesprochen stabilen 12V-Schiene punkten kann.

Wenn auch beide keine ausgewiesenen Silent-Netzteile sind, so sollten sie doch für die meisten User leise genug sein. Preislich sind beide keine Schnäppchen, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis geht für beide in Ordnung. Auch wenn das neue Corsair AX1200i vielleicht weniger Anschlüsse mitbringt und auch deutlich teurer ist, so kann es sich im Fernvergleich doch gegen die Testkandidaten von FSP und LEPA durchsetzen. Mit besserer Effizienz, etwas stabileren Spannungen und der Schnittstelle zum Corsair-Link-System legt das Corsair AX1200i die Messlatte einen Tick zu hoch.

FSP Aurum Pro 1200W

Das FSP Aurum Pro ist ein gutes High-End-Netzteil, welches mit bis zu acht PCI-Express-Anschlüssen, 80PLUS-Gold-Effizienz und einem leistungsstarken Single-Rail-Design wie geschaffen für anspruchsvolle Multi-GPU-Systeme ist. Mit seiner modernen High-End-Plattform kann es 1200 Watt auf 12 Volt liefern und schafft es dabei auch, diese Spannung über den Lastverlauf annähernd konstant zu halten. Die Performance seitens der Nebenspannungen, Regelung wie Ripple-/Noisespannungen ist ordentlich, ebenso wie es auch die Effizienz ist. FSP liefert eine gute 80PLUS-Gold-Perfomance ab und kann als Ausgleich zu einer kleinen Schwäche bei niedriger Last dann bei höheren Lasten gut punkten. Es ist gut verarbeitet, bietet modulares Kabelmanagement, eine der Klasse angemessene Ausstattung mit Anschlussmöglichkeiten und als kleine Besonderheit noch zwei Anschlüsse für Lüfter. Im Betrieb ist der Lüfter etwas wahrnehmbar, aber es arbeitet insgesamt leise und erhöht die Lüfterdrehzahl erst bei hohen Lasten bzw. Temperaturen.

fsp15s

 

Positive Punkte beim FSP Aurum Pro 1200W

  • hohe Leistungsfähigkeit
  • stabile Ausgangsspannungen, sehr stabile 12 Volt
  • gute Effizienz, 80PLUS Gold
  • gute Ausstattung mit modularem Kabelmanagement und acht PCI-Express-Anschlüssen
  • Anschlüsse für Gehäuselüfter
  • Fünf Jahre Herstellergarantie

Negative Punkte beim FSP Aurum Pro 1200W

  • keine Standard-Netzbuchse

 

LEPA G 1600W

Das LEPA G 1600W ist ebenfalls ein gutes High-End-Netzteil und hat mit 1600W und bis zu zehn PCI-Express-Anschlüssen momentan die Ehre inne, das leistungsstärkste ATX-Netzteil auf dem deutschen Markt zu sein. Im Test konnte das G 1600W diesem Anspruch auch gerecht werden und letztendlich auch in allen Bereichen gut punkten. Im Test konnten stellte sich auch zu keinem Zeitpunkt der Eindruck ein, dass LEPA - hart formuliert -  die "Billigmarke" von Enermax ist, denn das G 1600W hat eine insgesamt überzeugende Performance abliefern können, sodass wir ohne direkten Vergleich des G 1600W beispielsweise mit einem Top-Modell der Platimax- oder MaxRevo-Linie von Enermax wir jetzt nicht wirklich sagen können, wie der tatsächliche Unterschied aussieht.

Das G1600-MA-EU ist zwar aufgrund der Beschränkung auf 230V-Netze nicht von 80PLUS zertifiziert, aber unsere Messungen haben gezeigt, dass seine Effizienz im "Gold-Bereich" liegt. Würde man die 80PLUS-Maßstäbe für 230V-Netzteile anlegen, welche strenger ausfallen und eigentlich nicht für Desktop-Netzteile vorgesehen sind, würde das LEPA hier auch Gold erreichen. Seine Ausgangsspannungen gehen insgesamt in Ordnung, wobei der relativ starke Abfall der 12 Volt über den Lastverlauf im direkten Vergleich zur Konkurrenz durchaus auffällt. Da das aber nur die "Kür" gewesen wäre und sonst Stabilität und Performance stimmen, verdient sich das LEPA dennoch eine gute Bewertung.

Auf der Ausstattungsseite kann das LEPA wieder voll punkten: Mit den bereits erwähnten zehn PCI-Express-Anschlüssen und zusammengerechnet bis zu 24 Steckern für SATA- und Molex-Geräte sollten keine Probleme aufkommen, die Leistung des G 1600W auch zu nutzen. Das Kabelmanagement ist voll-modular, die Verarbeitung insgesamt auf hohem Niveau und von der Lüfterlautstärke gibt sich das LEPA auch keine Blöße. Wie das FSP auch ist es kein Silent-Netzteil, aber für die Masse der luftgekühlten Systeme (entsprechender Leistung) sicher leise genug.

lepa10s

 

Positive Punkte beim LEPA G 1600W

  • sehr hohe Leistungsfähigkeit, fast 1600 Watt allein auf 12 Volt
  • stabile Ausgangsspannungen
  • hohe Effizienz bei niedrigen bis mittleren Lasten, 80PLUS Gold
  • sehr gute Ausstattung mit voll-modularem Kabelmanagement
  • 5 Jahre Herstellergarantie
  • bezogen auf die Leistung fairer Preis

Negative Punkte beim LEPA G 1600W

  • 12V bricht unter Last etwas ein
 

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Kommentare (30)

#21
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Zitat Destroyer18;19786286
sorry, aber mir leuchtet das nicht ein

wenn ihr Grafikkarten testet, schraubt ihr die Kühler ab, fotografiert die Technik und beschreibt sie

wenn ihr eine SSD testet, macht ihr sie auf und beschreibt die Technik

wenn ihr ein Gehäuse testet, macht ihr es auf und beschreibt die Technik, obwohl es dort kaum was zu sehen gibt

nur bei Netzteilen, die von außen fast alle gleich ausschaun, da macht ihr es nicht :confused:


Dito gut gesagt
#22
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Oberleutnant zur See
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Natürlich geht immer mehr. Die Chroma kann grundsätzlich fast alles, nur der Redakteur davor kann meist nichtmal 40% davon^^. So gehts zumindest mir. Ich nutze die Möglichkeiten weder der Enermax Chroma (recht ähnlich zur Luxx) noch der Chroma 8000 voll aus.
Man könnte mit dem vorhandenen Equipment noch viel mehr machen. Dynamische Lasten, Einschaltstrom, mit etwas grober Genauigkeit sogar die Stützzeit - dann wirds aber richtig aufwändig. Programmiergötter haben da ihre wahre Freude.

Im Vergleich dazu sind Bilder vom Innenraum wenig Aufwand und geben im Verhältnis dazu recht viel Erkenntnis..;)
Nur meine Meinung.

Die Chroma nicht zu überlasten ist übrigens definitiv die richtige Entscheidung.

Ich hab hier auch noch Daten zum Lepa rumliegen. Ich messe bei 100% Last noch 12,02 Volt, allerdings bei einer anderen Lastverteilung (16A 3,3V, 14A 5V, Rest 12V). Trotzdem verwundert mich das Ergebnis bei 80% Last etwas. Kabelerwärmung auf Grund der bescheidenen original Chroma Test fixture?
#23
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Bootsmann
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hi Philipus

Chroma bietet viele möglichkeiten, wenn man diese ausschöpfen kann und will, mehr geht immer, nur Zeit muss man haben :D

Innenraum Bilder gehen vom Zeitaufwand ausnahmen bestätigen die Regel zB beim P10 die zwei Duzend Schrauben und die Gummiringe waren nervend, definitiv nix für Sleever.

aber man muss ja nicht jeden XYZ, Kondensator, Diode, ... Besprechen für 99,9% der Leser sowieso uninteressant, selbst ich lese das nicht was Jonny & Hardwaresecrest da zerlegen XD
#24
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Nur mal eine Meldung meinerseits. Das LEPA Netzteil ist mir gerade das erste Mal überhaupt ausgegangen... Und zwar mit folgender Last.
4.8Ghz i53570@1.4V
und
4xGTX480 875mhz/2120Mhz@ 1.125V Quad SLI
#25
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Warst Du dabei auch über 1600 Watt oder hat eine Schutzschaltung gegriffen?
#26
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Oberleutnant zur See
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1600 Watt gehen problemlos, wie mein Review bald zeigen wird;)
#27
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Zitat thom_cat;19927192
Warst Du dabei auch über 1600 Watt oder hat eine Schutzschaltung gegriffen?


Ich weiß nicht wieviel Watt es waren. Es war Volllast im Benchmark. Ich kann es 100% nachmachen Grafikkarten auf 1.125V und dann 3840x2160 mit 8xSGSAA nach 15 Sek Benchmark (Just Cause 2) greift wohl die Schutzschaltung weil dann geht PC eine zeitlang nicht mehr an.
Ich meine jetzt nicht das es irgendwie schlecht ist das Netzteil. Im Gegenteil. Es ist nur Info was das aushält. 4xGTX480 mit 1.125V und 875Mhz ist ziemlich krass. Mein alter Enermax 720W hat bei der Spannung nicht mal eine GTX480 ausgehalten.
#28
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wäre spannend zu wissen was das system dabei zieht.
ein messgerät hast du wohl leider nicht da, oder?
#29
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Nein habe ich nicht. Gucke nachher im Baumarkt...
#30
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danke :)
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