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Test: Seasonic G Series 550W

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Seite 2: Technik und Lautstärke

Die G-Series bietet alle wesentlichen Features eines hochwertigen Premium-Netzteils, aber angesichts der Positionierung im Markt ist ebenfalls klar, dass keine neuen Features oder Technologien zu erwarten sind. Seasonic hat vielmehr bei Beibehaltung bestehender Leistungs- und Qualitätsniveaus versucht, die Produktionskosten zu senken, um eine etwas "aggressivere" Preisstrategie fahren zu können. Verglichen mit der Konkurrenz, also be quiet! Straight Power, Enermax Revolution87+ oder FSP Fortron/Source Aurum liegt das Seasonic G-550 auch preislich sehr gut. Wer bisher also den Aufpreis für "ein Seasonic" nicht zahlen wollte, kann mit der G-Series nun "ein Seasonic" zu einem attraktieveren Preis kaufen.

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Das Design des G-550 ist angelehnt an bestehende Serien: schlicht und funktional.

Äußerlich unterscheidet sich das G-550 nur wenig von Modellen der X-Series. Das mit 160 mm Gehäuselänge recht kompakte Gehäuse ist mit einer matten Beschichtung in dunklem Anthrazit versehen. Die G-Series nutzt blaue Elemente am Logo und den Aufklebern, wodurch sie sich von X-Series (gelblich, "golden") und Platinum (grau, "platin") klar absetzt.

 

 

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Das G-550 bietet ein semi-modulares Kabelmanagement.

Im Unterschied zur X-Series, welche mit einem voll-modularen Kabelmanagement aufwarten kann, verfügt das G-550 "nur" über ein normales (semi-)modulares Kabelmanagement. Neben dem ATX-Kabel ist noch das 8-Pin-EPS-Kabel fest angebracht.

 

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Die G-Series setzt moderne Technik ein.

Seasonic legt Wert darauf, dass die G-Series die gleiche Qualität und Performance wie alle anderen Seasonic-Modelle bietet, auch wenn hier und da andere Komponenten als beispielsweise bei der X-Series zum Einsatz kommen. So kommt auch hier eine moderne LLC-Resonanzwandler-Topologie zum Einsatz, was in dieser Leistungs- und Preisklasse bei Weitem keine Selbstverständlichkeit ist. Wenn auch das Design der Leistungselektronik von der X-Series abweicht, die verwendete Technologie ist nahe an dem der aktuellen X- und Platinum-Series-Modellen. Die Verwendung hochwertiger Bauteile wird auch von Seasonic durch das Beispiel der verwendeten Kondensatoren festgemacht. Primärseitig kommt ein 390uF-420V-Elektrolytkondensator von Nippon Chemicon zum Einsatz, der bis 105 °C spezifiziert ist, und sekunderseitig sind sowohl "solid-polymer"-Kondensatoren als auch "105°C-Elkos von Nippon Chemicon verbaut, womit wir also ein Häkchen hinter Seasonics Statement diesbezüglich machen können.

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Vielversprechende Leistungswerte sind auf dem Typenschild des G-550 zu finden.

Das G-Series 550W bietet in Sachen Leistungsfähigkeit keine Überraschungen und liefert genau das, was man von einem derartigen Premium-Netzteil erwarten kann. Das typisch für Seasonic als Single-Rail ausgeführte G-550 bringt eine mit bis zu 45 Ampere belastbare 12V-Schiene mit. Somit steht mit nominal 540 Watt fast die gesamte Netzteilleistung auf den wichtigen 12 Volt bereit. Die Nebenspannungen 3,3 Volt und 5 Volt sind mit bis zu 100 Watt belastbar, was angesichts der auf diesen Spannungen von modernen Systemen abgerufenen Leistungen mehr als ausreichend ist. Die Palette der enthaltenen Schutzschaltungen umfasst: Überlastschutz (OPP), Temperatursicherung (OTP), Über- und Unterspannungsschutz (OVP/UVP), Kurzschlussschutz (SCP) und eine Überstromsicherung (OCP) für jede Spannungssschiene.

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Der Lüfter verbirgt sich unter einem schlichten Lüftergitter mit relativ offener Wabenstruktur und verzichtet auf optische Accessoires.

Beim Lüfter greift Seasonic nicht auf das Sanyo-Denki-Modell zurück, welches bei der X- oder Platinum-Series zum Einsatz kommt. Vielmehr kommt ein - ebenfalls doppelt kugelgelagertes - Modell von ADDA (AD1212MB-A70GL) zum Einsatz, das seinen Job insgesamt gut erledigt. Die von Seasonic "S²FC" bezeichnete Lüftersteuerung arbeitet ausschließlich aktiv und ist auch nicht vom User beeinflussbar. Bei niedriger Leistung beginnt der Lüfter mit einer Umdrehungszahl von ca. 540 U/min. Bis zu einer Last von ca. 70 Prozent erhöht sich die Lüfterdrehzahl nur wenig auf ca. 575 U/min. Bei zunehmender Last wird die Drehzahl dann sehr schnell hochgefahren und erreicht bei 80 Prozent Last schon 1400 U/min. Bei Volllast werden 1800 U/min erreicht, wobei der Luftdurchsatz dann beachtlich ist und die ausgestoßene Luft entsprechend kühl ist.

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Der 120-mm-Lüfter von ADDA verwendet eine doppelte Kugellagerung.

Da über einen weiten Lastbereich (0-70 Prozent) die Lüfterdrehzahl recht gering ist, macht sich auch der Lüfter kaum bemerkbar. In unmittelbarer Nähe zum Netzteil ist nur ein schwaches Lüfterrauschen zu vernehmen. Bei 80 Prozent Last ist das Lüfterrauschen auch schon aus einigem Abstand wahrnehmbar und verdient dann bei Volllast die Beschreibung "sehr deutlich bis laut". Das G-550 ist kein ausgewiesenes Silent-Netzteil, aber bis ca. 70 Prozent als angenehm leise zu beschreiben. Bei unserem Testsample verhielt sich die Kugellagerung des Lüfter sehr ruhig, aber das kann sich erfahrungsgemäß von Netzteil zu Netzteil unterscheiden. Die Sanyo-Denki-Lüfter der X- und P-Series sind im Betrieb insgesamt zwar vielleicht noch ein bisschen ruhiger, aber das in unserem G-550 verbaute Modell von ADDA steht dem nur wenig nach.

Kommen wir auf der nächsten Seite zur Ausstattung des Seasonic G-550.

 

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 10.08.2005
Düsseldorf
Vizeadmiral
Beiträge: 6842
Ich finde die Kabel auch klasse, bis aufs Hauptkabel alles schöne Flachbandkabel - das lässt sich gleich viel besser verlegen!
#2
Registriert seit: 11.10.2012

Banned
Beiträge: 4
@ LUXXTEAM

Klasse! Schön zu sehen das Ihr die Kritik der vergangenen Wochen aufgenommen habt und man jetzt auch Bilder vom inneren der NTs zu sehen bekommt. :-)

Zum NT selber:

Wer nur ein kleines bißchen weis was Qualität wert ist, der greift zu Seasonic. Wobei man natürlich für 100 Euro auch gleich zu nem X-Serie Gold greifen kann.

Bevor ich jedenfalls mir nen schlechteres NT hole das mir die Bude abfackelt, gehe ich lieber zu meinem Chef und fordere ne Gehaltserhöhung!

Und jetzt bisste keine Bankrotterklärungen von Kommentare das man das bei seinem Job nicht machen kann bla bla... diesem einer empfehlen ich mal seinen unterschichtigen Lebensentwurf zu überdenken. ;-) Das musste mal gesagt sein.
#3
Registriert seit: 18.09.2008

Oberbootsmann
Beiträge: 845
Ob man das nun unbedingt braucht oder nicht ist eine andere Frage. Ich bezweifel, dass Netzteile die die Hälfte kosten unbedingt abfackeln, das muss schon sehr billiger Mist sein. Ich hab mir das Netzteil vor einem Monat dank Aktion (20% Rabatt) für 85€ bei Alternate bestellt. Hauptgrund war für mich die Effiziens und die 5 Jahre Garantie. Strom wird immer teurer und gerade wer noch ein Netzteil ohne Zertifizierung hat sollte sich so eine Investition mal durch den Kopf gehen lassen.
#4
Registriert seit: 18.09.2011

Gefreiter
Beiträge: 57
und sekunderseitig sind sowohl "solid-polymer"-Kondensatoren als auch "105°C-Elkos von Nippon Chemicon verbaut

sekunder ?

ich guck mal nach, habe in irgendeiner Schublade glaub ich noch ein " ä " rumliegen


cu, hf, stephan
#5
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Registriert seit: 09.12.2005
nähe Köln
Leutnant zur See
Beiträge: 1132
also das mit den flachbandkabeln gefällt mir verdammt gut :) gut das ich mir immernoch nicht nen neuen pc zusammengebaut habe. war ziemlich unentschlossen was ich für ein netzteil nehmen soll :)
#6
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Registriert seit: 22.11.2005
Randpolen
Korvettenkapitän
Beiträge: 2493
Wie es scheint gibt es eeeendlich einen würdigen Nachfolger vom Corsair HX520. Warum Corsair HX520? Nun weil dieses von Seasonic seinerzeit in Auftrag gebaut wurde für Corsair. Vergleicht man den inneren Aufbau bis hin zum verwendeten ADDA Lüfter, gibts da auch viel Parallelen. Scheinbar hat da Seasonic etwas Recycling betrieben, dem ganzen ein Facelift auf ATX 2.3 verpasst und mich freuts. Die Flachbandkabel sind da übrigens auch nichts neues, auch diese wurden schon für Corsair vor 5 Jahren für die HX Serie so gefertigt. ;) Im Ganzen endlich mal wieder ein Netzteil mit relativ moderater Leistung nebst Kabelmanagement. Fehlt nur noch eine 400W Variante, heutige Systeme mit nur einer GPU verbraten doch selten mehr als 300W. Ein Wehrmutstropfen bleibt, das aus meiner Sicht vergleichbare Corsair HX520 ging vor 3-4 JAhren für um die 70€ über den Tisch...
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