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Netzteil Roundup: 8 Netzteile bis 600W im Test

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Seite 11: Testaufbau

Als Testplattform verwendeten wir in diesem Round-Up ein Pentium 4 System, welches zur Erhöhung des Leistungsbedarfs übertaktet wurde.

  • Pentium 4 2,4C @ 3,45 GHz (Northwood Kern)
  • ATI Radeon 9500 @ 9700 (375MHz GPU/ 320MHz Speicher)
  • ASUS P4C800-E Deluxe
  • 1024 MByte Twinmos DDR400 (Timings 2.5-3-3-4)
  • 2x Samsung 160GByte Festplatten
  • LiteOn CD-Brenner
  • Plextor 708A DVD-Brenner
  • Creative Soundblaster Audigy2 ZS
  • 4 Zeilen Display
  • Beleuchtung intern

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Die Meßtechnik bestand aus einem Voltcraft VC-840 Digitalmultimeter, einem VC-220 Digitalmultimeter, ein Voltcraft 329 Schallpegelmeßgerät und ein Voltcraft Energy Check 3000 zur Überprüfung der Leistungsaufnahme aus dem Stromnetz. Sämtliche Spannungswerte wurden direkt am ATX-Stecker gemessen und sind daher genauer als per Software über das Systemmonitoring gemessene Werte - denn diese werden von den Spannungswandlern bereits umgesetzt. Das VC-840 war an einen zweiten Rechner angeschlossen und dieser protokollierte die Meßwerte (ca. 2-3 pro Sekunde) zur späteren Auswertung.

Es wurde versucht dem Testdurchgang möglichst gleich bei allen Testkandidaten durchzuführen, und daher wurde ein Teil des Ablaufs automatisiert. Der Testdurchgang startet mit Einschalten des Rechners, nach ca. 105 Sekunden war der Bootvorgang beendet und das System befand sich "idle" auf dem Windows-Desktop. Nach ca. 160 Sekunden wird manuell das Hilfsprogramm "Bench´emAll" gestartet, welches verschiedene Benchmarks automatisiert abarbeiten kann. Zuerst wird die Demo von Far Cry geladen, nach ca. 250 Sekunden ist der Ladevorgang beendet und die Demo beginnt. Nach ca.315 Sekunden beginnt die Doom3 Demo, bei 500 Sekunden ist die Doom 3 Demo beendet und es folgt eine Idle-Phase auf dem Desktop. Bei ca. 460 Sekunden wird manuell der Torture-Test von Prime gestartet und bei 670 Sekunden wird der Shutdown-Befehl gegeben, so daß sich das System herunterfährt, was das Ende des Testdurchgangs bedeutet. Die entsprechenden Abschnitte sind in den Diagrammen jeweils gekennzeichnet.

Da wir nur über ein Multimeter mit Datenschnittstelle verfügten, konnten wir auch nur pro Durchlauf einen Spannungswert protokollieren und haben daher in Vortests ermittelt, welche Spannungen relevant sein würden, da die Stromaufnahme der Mainboards sehr unterschiedlich ausgelegt sein kann. Wir ermittelten für unser Testmainboard die größten Spannungsschwankungen auf der 12V- und 3.3V-Schiene, wohingegen sich auf der 5V-Schiene absolut nichts tat.

Jedes Netzteil wurde zweimal durch den Testdurchlauf geschickt, einmal mit 12V-Messung, das andere Mal mit Messung der 3.3V. Das Verhalten der 5V-Schiene haben wir mit dem Multimeter VC-220 manuell überprüft, aber anscheinend war die Leistungsaufnahme unseres Boards hier so gering, daß sich keine interessanten Veränderungen messen ließen. In den Einzeldiagrammen sind für jedes Netzteil 3.3V und 12V zusammen eingetragen, und aufgrund leicht veränderter Zeitabläufe bei beiden Testdurchläufen können sich evtl. kleinere Abweichungen zwischen den beiden Verläufen ergeben.

Nebenbei haben wir mit dem zweiten Multimeter das Verhalten der 5V-Schiene beobachtet. Alle getesteten Netzteile lagen - ohne dabei jeweils zu schwanken - zwischen 5,00V und 5,15V und damit sicher in der Toleranz, weshalb wir die jeweiligen 5V-Werte der Netzteile nicht aufgeführt haben.

Während des Tests wurde mit Hilfe des "Energy Check" Messgerätes die Leistungsaufnahme bei verschiedenen Betriebspunkten ermittelt und die (relativen) Lautstärken mit dem Schallpegelmeßgerät gemessen, einmal zu Beginn des Tests und einmal am Ende.