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Netzteil-Roundup H1 2005

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Seite 9: be quiet! P5 420W

Beim nächsten Testkandidaten kommt, ähnlich wie beim Tagan, eine gewisse Erwartungshaltung auf. be quiet! steht wie der Name bereits sagt, dafür ein, dass die Netzteile dieses Herstellers extrem leise sein sollen, ohne an Leistung einbüßen zu müssen. Dabei besitzt das Netzteil 420 W Nennleistung und soll trotz der hohen Wärmeentwicklung unter starker Belastung durch die geringe Belüftung keinen Schaden nehmen. Weiterhin weist das Label als solches schon darauf hin, dass eine Lüfterregelung vorhanden ist. Aber selbst bei harten Anforderungen bleibt das Netzteil äußerst leise und relativ stabil. Doch dazu später mehr.

Rein optisch wirkt das Netzteil wie sein Vorgänger. Das bewährte Design aus Titanlook und den goldenen Lüftergittern scheint am Markt gut angekommen zu sein und wurde daher beibehalten. Da be quiet! mit dem Vorgängernetzteil nicht nur aufgrund der Optik sehr erfolgreich war, waren wir dementsprechend auf die Leistung des vorliegenden Nachfolgers gespannt. 

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Das Netzteil verwendet zwei 80-mm-Lüfter, die eine sehr niedrige Umdrehungsgeschwindigkeit haben. Der erste Lüfter sitzt am hinteren Ende des Netzteils. Der zweite Lüfter sitzt unten am Netzteil und zeigt eingebaut in das Gehäuse direkt auf die CPU. Beide Lüfter kommen unauffällig in einem klassischen Schwarz daher, welche auch keine Beleuchtung haben. Eine automatische Lüfterregelung ist auch vorhanden, um ein Überhitzen des Netzteils zu verhindern. Allerdings ist das Netzteil von allen uns vorliegenden Netzteilen mit dem Antec Phantom zusammen im Dauerbetrieb am wärmsten geworden. Schlechte Komponenten würden das sicher nicht lange aushalten. Weiterhin ist eine Nachlaufregelung vorhanden, die die Lüfter für mindestens 3 Minuten nach Abschalten des Systems weiterlaufen lässt.

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Nichts Spektakuläres erwartet uns auf der Rückseite. Wie in der Vorgängerserie erscheint das be quiet!-Netzteil recht schlicht mit seinen gold-farbigen Lüftergittern. Der Spannungseingang reicht von 195 - 250 Vac.

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Werfen wir im Folgenden einen Blick auf die Leistungswerte im Detail:

  • Nominalleistung: 420 W
  • 3,3 V: 30 A
  • 5,0 V: 37 A
  • 12-V-Schiene (V1+V2): 27 A
  • Combined Power: 220 W

Auf der 3,3-V-Schiene bietet es 30 A; mit den 37 A bei 5 V liegt das Netzteil auf einem der Spitzenplätze und auf der 12-V-Schiene erreicht es mit 28 A einen guten Wert. Allerdings ist im Vergleich eine einzige Schiene für die 12-V-Geräte nicht mehr zeitgemäß. Viele der anderen Hersteller haben schon längst umgesattelt. Und das zeigt sich auch bei unseren Messungen. Aber warum eigentlich zwei Werte für 12 V? Das liegt daran, dass nach der ATX12V V.2-Norm die 12 V auf zwei "Rails" aufgeteilt werden, d.h. statt einem großen Spannungsregler zwei kleinere eingesetzt werden. Die Begrenzung auf zwei kleinere Ampere-Bereiche ermöglicht einen effizienteren Betrieb, als dies mit einem großen Spannungsregler möglich ist. Und das Thema Effizienz gewinnt dank steigender Strompreise, leistungshungriger Hardware und ökologischen Bedenken ja immer mehr an Bedeutung. Die maximale Ausgangsleistung wird mit 400 Watt angegeben.

Aber wie wir nachher im Test sehen, sind auch reine Ampere-Werte nicht alles, sondern es kommt vielmehr darauf an, wie präzise die Regelung der Spannungen im Netzteil arbeitet. be quiet! hat hier das bewährte Konzept seiner Vorserienprodukte übernommen, dabei allerdings verschlafen, dass andere Hersteller zusehends mit innovativen Ideen auf den Markt drängen. Und mittlerweile ist absolute Ruhe im Rechner auch mit den anderen Netzteilen zu erreichen, die zusätzliche Features anbieten.

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Hier nun der Blick auf die Anschlüsse des Netzteils:

Die Anschlussmöglichkeiten am Netzteil von be quiet! sind der Klasse entsprechend gut. Der 24-polige ATX-Stecker kann durch einen mitgelieferten Adapter auch auf älteren Mainboards verwendet werden, die einen 20-poligen Anschluss verwenden. Es sind vier Serial-ATA Stromanschlüsse und sechs konventionelle Molex-Stecker vorhanden, von denen einer als einzelne Leitung mit Abschirmung für Grafikarten bzw. Festplatten ausgeführt ist. Weiterhin sind zwei kleine Molex-Stecker für Floppys, der obligatorische 4-polige 12-V-Aux-Stecker und der 6-polige Anschluss für PCI-Express vorhanden. Drei Kabel mit jeweils zwei Abgriffen (4-Pin Molex + 3-Pin Lüfteranschluss) ermöglichen den Anschluss von ausreichend vielen Lüftern, die von der internen Lüfterregelung gesteuert werden. Die Lüfterregelung umfasst auch eine Nachlaufregelung, die bei abgeschalteten System die Lüfter für einige Zeit weiterlaufen lässt. Alle Kabel haben eine ausreichende Länge und sind teilweise ummantelt und zusammengefasst.

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Begutachten wir als nächstes Netzteil das ThermalRock PPV 450W: