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Netzteil-Roundup H1 2005

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Seite 22: Testergebnisse IV

Kommen wir nun zur Effizienz bzw. der Leistungsaufnahme aus dem Stromnetz

Positiv hervorheben kann sich das Antec Phantom mit der geringsten maximalen Leistungsaufnahme und auch sonstigen guten Werten. Das be quiet! P5 420W liegt nur knapp über dem Antec Phantom, kann aber durch die im Testfeld geringste Leistungsaufnahme im idle-Zustand sowie einer Leistungsaufnahme im ausgeschalteten Zustand von weniger als 3 Watt punkten. Erfreulicherweise können noch fünf weitere Testkandidaten mit Leistungsaufnahmen mit weniger als 3 Watt im ausgeschalteten Zustand aufwarten. Der dritte Platz geht an das Revoltec Chromus.

Die höchste Leistungsaufnahme hat das 600-Watt-Netzteil von OCZ gezeigt, sowohl im idle-Modus als unter Volllast. Diese schlechten Werte leiten sich wahrscheinlich aus der Tatsache ab, dass das OCZ im Test nur recht gering ausgelastet wurde. Mittlerweile dürfte ja allgemein bekannt sein, dass der Wirkungsgrad der Netzteile auf den normalen Betrieb hin optimiert wird und bei schwacher Last der Wirkungsgrad vergleichsweise schlecht ist, siehe ATX-Spezifikation. Das Superflower zeigt die zweithöchste Leistungsaufnahme im Test, kann aber ebenso wie das OCZ wenigstens mit einer Leistungsaufnahme kleiner 3 Watt im ausgeschalteten Zustand aufwarten. Das Thermalrock hat den drittletzten Platz inne, wobei besonders die hohe Leistungsaufnahme von 8,7 Watt im ausgeschalteten Zustand negativ auffällt.

Schließlich haben wir noch den Punkt „Lautstärke“ der Testkandidaten untersucht. Neben einer subjektiven Hörprobe haben wir mit dem Schallpegelmessgerät die dBa-Werte gemessen. Diese Messwerte sind allenfalls zum Vergleich der Netzteile dieses Testes untereinander geeignet und sollten nur als ungefähre Messwerte angesehen werden, da wir kein besonderes Messequipment zur Verfügung hatten. Der Messaufnehmer war mit ca. 8 cm Abstand von der Netzteilrückseite positioniert, um größere Unterschiede zu erhalten und den Einfluss von Umgebungsgeräuschen zu minimieren.

Das Antec Phantom ist als lüfterloses Netzteil naturgemäß vorne. Als extrem leise lässt sich das be quiet! bezeichnen, nur knapp gefolgt von den beiden Modellen von Tagan. In normalen Umgebungen muss man schon sehr dicht mit dem Ohr herangehen, um ein Lüftergeräusch zu erahnen. Recht leise sind das silentmaxx 480 bzw. das Revoltec Chromus 2. Das NorthQ gibt ein leise hörbares Lüftergeräusch ab, welches aber nicht weiter stört. Das Revoltec Chromus und das OCZ sind heutzutage schon als laut zu bezeichnen. Das Raidmax rauscht noch etwas lauter. Positiv ist, dass keines der getesteten Netzteile zum „Fiepen“ neigt.

Das Superflower Plug N Power hat eine Lüftersteuerung, die drei Modi ermöglicht. Im Silent-Modus ist das Netzteil sehr leise und spielt ganz vorne mit, wohingegen im Turbo-Modus es sehr stark rauscht. Der Auto-Modus regelt den Lüfter automatisch im Bereich dazwischen bzw. greift ein, wenn im manuell gewählten Silent-Modus die interne Temperatur zu hoch ist. Im Testverlauf blieb das Netzteil sehr leise, vergleichbar mit den Modellen von Tagan. Der Lüfter des ThermalRock PPV 450W kann über das Frontblendenmodul manuell geregelt werden, von leise bis sehr Laut, je nach Geschmack des Benutzers.

Nachdem wir nun die wichtigsten Eigenschaften und Testergebnisse der Netzteile beschrieben haben, kommen wir schlussendlich zum wohlverdienten Fazit: