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Netzteil Roundup: 8 Netzteile bis 600W im Test

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Seite 13: Testergebnisse (2)

Um die Netzteile direkt miteinander vergleichen zu können, sind in den folgenden Diagrammen die Spannungsverläufe mehrer Netzteile zusammengefasst. Der dargestellte Bereich entspricht allerdings nicht mehr dem zulässigen Toleranzbereich, sondern wurde zur besseren Übersichtlichkeit verändert, siehe auch Problemfall 3.3V des Levicom 500W.

Schauen wir uns nun die 3,3V und die 12V Schiene der ersten fünf Probanden an:

Als nächstes schauen wir uns die 3,3V Schiene und die 12V Schiene der nächsten vier Testkandidaten an:

Neben den Spannungen auf der Sekundärseite haben wir noch die Stromaufnahme aus dem Stromnetz gemessen, sowie die Lautstärke zum Vergleich der Netzteile untereinander. Wir haben die Stromaufnahme im Stand-By (Rechner aus, Netzteil unter Spannung), Idle auf dem Desktop und während des Prime Torture-Tests gemessen, sowie den während des Testlaufs maximal gemessenen Wert.

Hier ergeben sich erstaunlicherweise deutliche Unterschiede. Im Idle-Modus ergeben sich satte 14 Watt Differenz zwischen dem schlechtesten und dem besten Netzteil dieses Testes, also fast 12% Unterschied. Im belasteten Zustand (Prime bzw. Maximal) steigert sich die Differenz auf 22 bzw. 23 Watt. Das Silentmaxx 580 Watt liegt in Sachen Wirkungsgrad am weitesten hinten, das Hipro 460W liegt - abgesehen von der hohen Leistungsaufnahme im Standby - vorne, dicht gefolgt vom Enermax 600W. Die pauschale Aussage, daß größer dimensionierte Netzteile im Vergleich zu schwächeren Netzteilen Nachteile im Wirkungsgrad haben, scheint an Wahrheit zu verlieren. Man ging bisher davon aus, daß Netzteile normalerweise so optimiert werden, daß sie ihren höchsten Wirkungsgrad in der Nähe der Vollast haben. Bei niedrigen Lastzuständen operieren starke Netzteile dann in Bereichen mit etwas schlechteren Wirkungsgraden. Wenn man sich  jedoch die Ergebnisse anschaut, dann erkennt man, dass die effizienteren Netzteile (Enermax, Hipro, Akasa und SilverStone) allesamt Modelle mit doppelten 12V Ausgängen sind und die maximale Ausgangsleistung keine Rolle spielt. Die Modelle mit einfachen 12V-Schienen (Levicom, Silentmaxx, Tagan) haben durchgängig höhere Leistungsaufnahmen. Die Aufteilung in zwei 12V Rails nach ATX12V 2.0 scheint also wirklich Vorteile in Sachen Effizienz zu bringen.

Selbstverständlich haben wir auch die Lautstärke gemessen:

Werfen wir zu guter Letzt noch einen kurzen Blick auf die Lautstärke der Netzteile und deren Eigenschaften. Zur Erläuterung müssen wir kurz auf den Testablauf eingehen. Wir haben aus einer Entfernung von etwa 5cm mit einem Schallpegelmessgerät, welches fest verankert war, jedes Netzteil getestet und die Lautstärke gemessen. Natürlich haben wir keinen schallisolierten Raum, aber dennoch sollte der Test aussagefähiger Natur sein. Der hohe Wert rührt von der Nähe des Messgeräts zu den Netzteilen her.

Schaut man auf die Tabelle, so wird deutlich, daß das Tagan mal wieder wie sein damaliger Vorgänger am leisesten abschneidet. Ebenso, und das ist überraschend, kann das Enermax sehr leise überzeugen. Immerhin hat es bis zu 600W Power und da ist dieser Wert schon außergewöhnlich. Allerdings ist es sicher auch nicht wirklich gefordert worden und hatte noch jede Menge Potential offen. Die beiden Netzteile von Silentmaxx liegen im Mittelfeld und erhöhen vollautomatisch die Umdrehungsgeschwindigkeit der Lüfter durch erhöhte Last, so daß auch die Lautstärke deutlich ansteigt.

Außer dem HIPRO waren an sich alle Netzteile subjektiv als auch messtechnisch relativ leise.

Leider haben aber einige Netzteile auch in anderer Hinsicht auf sich aufmerksam gemacht. So kam es beim AKASA zu leisem Fiepen und Brummen. Das Levicom 420W rauschte sehr unangenehm und das SilverStone war sehr deutlich am fiepen, was uns schon sehr an die Nerven ging. Wollen wir hoffen, daß es sich bei den Testkandidaten um Montagsgeräte handelt.

Kommen wir nun zum Fazit: