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Test: be quiet! Dark Power Pro P10 550W

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Seite 4: Spannungsstabilität / Ripple- und Noisebetrachtung

Ausgangsspannungen

Die Qualität der Ausgangsspannungen ist eines der wichtigsten Merkmale eines Netzteils, eigentlich noch deutlich wichtiger als seine Effizienz. Arbeitet ein Netzteil nicht stabil bzw. liefert stark schwankende Spannungen, kann die Funktion des Rechners beeinträchtigt werden. Wir schauen uns daher einmal an, wie sich die Spannungen unter Last veränderen und ob sie im durch den ATX Design Guide festgelegten Toleranzbereich bleiben. Dieser erlaubt Abweichungen von +/- 5 Prozent von der Sollspannung, der Wertebereich der Diagramme entspricht genau diesem Toleranzbereich.

Weiterhin schauen wir uns die Qualität der Ausgangsspannungen per Oszilloskop im Detail an. Die sogennanten Ripple-/Noisespannungen sind hochfrequente Wechselspannungen, die auf die eigentliche Ausgangs-Gleichspannung aufgeprägt sind. Sie entstehen durch die Arbeitsweise von Schaltnetzteilen und werden je nach Güte des Netzteilsdesigns bzw. seiner Ausgangsfilter mehr oder weniger stark herausgefiltert. Im ATX Design Guide ist festgelegt, dass auf 12 Volt Werte von 120 mV (pp, "peak-to-peak"), bei 3,3 Volt und 5 Volt 50 mV (pp) auftreten dürfen.

bequiet p10-550w stabilitaet

Das be quiet! Dark Power Pro P10 550W kann mit sehr stabilen Ausgangsspannungen punkten. Zwischen 5 Prozent und 100 Prozent Last liegt die Spannungsdifferenz bei 5 und 12 Volt nur bei knapp einem Prozent, die 3,3V-Seite zeigt sogar eine noch geringere Veränderung von nur ca. 0,3 Prozent. Ein sehr gutes Ergebnis, welches eine gute Umsetzung der verwendeten High-End-Topologie vermuten lässt.

bequiet p10-550w ripple

Bei den Ripple-/Noise-Spannungen sieht die Lage ebenfalls gut aus. Auf der 5-Volt-Schiene wird mit maximal 16 mV(pp) ein niedriger Wert erreicht und auch die 3,3 Volt schlagen sich mit maximal 25 mV(pp) vergleichsweise ordentlich. Mehr als die Hälfte der erlaubten 50 mV(pp) werden also auf beiden Spannungsschienen nicht erreicht. Sehr gut ist die Performance des Dark Power Pro P10 auf der wichtigen 12-Volt-Schiene, denn mit maximalen Werten von nur knapp über 20 mV(pp) liegt es im Vergleich der bereits von uns getesteten Netzteile mit an der Spitze.

Bei der Betrachtung der Qualität der Ausgangsspannungen des be quiet! Dark Power Pro P10 hat sich ein sehr gutes Bild ergeben. Die 12V-Seite ist sehr stabil und weist nur sehr geringe Ripple-/Noisewerte auf, die Nebenspannungen 3,3 und 5 Volt liegen ebenfalls auf einem sehr soliden Niveau. Da bei bisherigen Netzteilen von be quiet! die Ripple-/Noise-Werte meist eher durchschnittlich waren, ist die Lage beim Dark Power Pro P10 eine deutliche Verbesserung, auch wenn der normale User das im Betrieb nicht merken wird bzw. wahrnehmen kann. Als Zeichen für ein qualitativ hochwertiges Netzteildesign kann man es aber sicher sehen.