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Test: Top-Netzteile im Re-Test

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Seite 9: Fazit

Da dieses Round-up kein klassischer Vergleichstest ist, verzichten wir auch darauf, einen Sieger auszurufen. Alle Netzteile haben für sich schon gezeigt, dass sie uneingeschränkt empfehlenswert sind. Je nach persönlichen Interessen ist eher das eine oder das andere Modell die bessere Wahl. Allen Netzteilen dieses Round-ups ist gemein, dass sie sehr effizient arbeiten, gut ausgestattet sind, über eine hohe Leistungsfähigkeit verfügen und insgesamt auch leise arbeiten. Geht es um höchste Effizienz, liegt die Wahl zwischen dem Enermax und dem Seasonic. Möchte man einen leistungsstarken Allrounder haben, bieten sich das Corsair und das be quiet! an, wobei letztes auch noch mit einem sehr geringen Geräuschlevel überzeugen kann.


be quiet! Straight Power E9 CM 680W

bequiet 13s

Das rund 110 Euro teure be quiet Straight Power E9 680W bietet mit 80PLUS Gold schon auf dem Papier eine gute Effizienz, die durch unsere Messungen voll bestätigt wird. Eine gute Ausstattung mit modularem Kabelmanagement und ausreichend Anschlüssen ist ebenfalls vorhanden. Da auch die Ausgangsspannungen stabil und von guter Qualität sind, hat das be quiet! schon alle wichtigen Kriterien eines guten Netzteils erfüllt. Sich hervorheben kann das be quiet! in den Kategorien Lautstärke und Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Straight Power E9 arbeitet trotz aktiver Luftkühlung im Idle extrem leise, aber auch unter Last bleibt es ausgesprochen leise. Komplettiert wird das gute Gesamtpaket durch einen recht attraktiven Preis.

Positive Punkte beim be quiet! Straight Power E9 CM 680W

  • extrem leise
  • hohe Effizienz (80PLUS Gold)
  • gute Leistungsfähigkeit
  • gute Ausstattung mit modularem Kabelmanagement und vier PCI-Express-Steckern
  • 5 Jahre Herstellergarantie (inkl. Vor-Ort-Service im ersten Jahr)
  • attraktiver Preis

Negative Punkte beim be quiet! Straight Power E9 CM 680W

  • mittlere Ripple-/Noise-Werte

 

Corsair AX 850W

corsair 11s

Das Corsair AX850 ist vom Preis-Leistungsverhältnis angesichts seiner höheren Leistungsfähigkeit auch gut aufgestellt, wird es in unserem Preisvergleich doch mit ca. 155 Euro gelistet. Mit einem voll-modularen Kabelmanagement und soliden Anschlussmöglichkeiten ist es der Klasse entsprechend solide aufgestellt. Auch das semi-passive Kühlkonzept mit dem insgesamt auch angenehm leisen Lüfter weiß zu gefallen, wobei verglichen mit dem be quiet! schon größere Unterschiede bei der Geräuschentwicklung auffallen. Die wahren Stärken des Corsair AX850 liegen in seiner Leistungsfähigkeit, denn es kann mit sehr stabilen Ausgangsspannungen auftrumpfen. Mit einer soliden 80PLUS-Gold-Effizienz braucht man als Käufer auch bei der Effizienz keine Abstriche hinzunehmen. Das AX850 bietet ebenfalls ein gutes Gesamtpaket, kann sich aber nur in der Leistungsfähigkeit wirklich hervorheben.

Positive Punkte beim Corsair AX 850W

  • hohe Effizienz (80PLUS Gold)
  • exzellente Ausgangsspannungen, hohe Leistungsfähigkeit
  • gute Ausstattung mit voll-modularem Kabelmanagement und vier PCI-Express-Steckern
  • semi-passive Kühlung, relativ leiser Lüfter
  • 7 Jahre Herstellergarantie
  • fairer Preis

Negative Punkte beim Corsair AX 850W

  • schwaches Spulenzwitschern
  • zweiter 8-Pin-EPS-Stecker nur bei Verzicht auf zwei PCI-Express-Anschlüsse nutzbar

 

 

Enermax Platimax 750W

enermax 14s

Das Enermax Platimax 750W kann insbesondere durch seine sehr hohe Effizienz im unteren Lastbereich überzeugen. Auch in Sachen Leistungsfähigkeit präsentiert es sich stark, insbesondere auf der wichtigen 12V-Seite. Mit einem gut umgesetzten modularen Kabelmanagement und guten Anschlussmöglichkeiten kann es auch in dieser Kategorie gut punkten, wobei man das bei einem Netzteil dieser Klasse eigentlich als selbstverständlich ansehen kann. In Sachen Lautstärke kann das Platimax ein gutes Mittelmaß bieten: Der Lüfter arbeitet zwar durchweg sehr leise, bei Niedriglast fast unhörbar, aber das Netzteil produziert ein schwaches Spulenzwitschern. Alles in allem bleibt aber festzuhalten, dass das Enermax Platimax 750 ein sehr gutes Netzteil ist, welches bei Anschaffung eines Platinum-Modells unbedingt in die engere Auswahl gezogen werden sollte - der Preis liegt bei rund 175 Euro.

Positive Punkte beim Enermax Platimax 750W

  • sehr hohe Effizienz (80PLUS Platinum), im unteren Lastbereich weit über 93%
  • sehr gute Ausstattung mit modularem Kabelmanagement und vier PCI-Express-Steckern
  • hohe Leistungsfähigkeit mit stabilen Ausgangsspannungen
  • leiser Lüfter
  • 5 Jahre Herstellergarantie

Negative Punkte beim Enermax Platimax 750W

  • schwaches Spulenzwitschern

 

 

Seasonic Platinum 860W

seasonic p860 18s

Seasonic hat mit den Platinum eine ausgereifte Netzteilserie geschaffen, die die erfolgreichen X-Series-Modelle gut ergänzen bzw. ersetzen dürfte. Das Platinum 860W kann mit einer sehr hohen Effizienz auftrumpfen, wobei es aber erst bei mittleren bis hohen Lasten seine Qualitäten voll ausspielen kann. Die Hybrid-Lüftersteuerung ist ein nettes Features, entscheidender ist in der Praxis wohl eher, dass es bis hin zu mittelhoher Last unabhängig vom gewählten Modus angenehm leise arbeitet. Sehr stabile Ausgangsspannungen sind bei einem High-End-Netzteil von Seasonic selbstverständlich, auch das Platinum 860W hat uns da nicht enttäuscht. Das voll-modulare Kabelmanagement bietet sehr gute Anschlussmöglichkeiten. Das Seasonic ist hier gegenüber dem Corsair AX850 aufgrund eines überarbeiteten Layouts auch deutlich besser aufgestellt. In Sachen Preis kann auch das Platinum 860W bei etwa 210 Euro keinen Stich landen, aber darüber werden viele Seasonic-Kunden wohl gut hinwegsehen können, da das Gesamtpaket stimmt.

Positive Punkte beim Seasonic Platinum 860W

  • sehr hohe Effizienz (80PLUS Platinum), inbesondere bei höheren Lasten
  • sehr gute Ausstattung mit voll-modularem Kabelmanagement und vier PCI-Express-Steckern
  • hohe Leistungsfähigkeit
  • sehr stabile Ausgangsspannungen
  • Hybrid-Lüftersteuerung mit Aktiv- und Semi-Passiv-Modus
  • leiser Lüfter
  • 7 Jahre Herstellergarantie

Negative Punkte beim Seasonic Platinum 860W

  • schwaches Spulenzwitschern
  • hoher Preis
 

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Kommentare (27)

#18
Registriert seit: 23.07.2004
Erlangen
Bootsmann
Beiträge: 662
Na anscheinend hat sich Mathias nun mit der Chroma angefreundet und sich eingearbeitet. Ein schöner und lesenswerter Test!
#19
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Registriert seit: 27.06.2006
NRW
Kapitän zur See
Beiträge: 4022
Mir fehlt ein Vergleich des Enermax 850 Watt.

PS: Schöner Test!
#20
Registriert seit: 17.05.2012

Gefreiter
Beiträge: 51
Ich finde es sehr schade, dass kein Offline/Ruhezustand-Verbrauch angegeben wurde.
Mich würde da z.B. auch mal der technische Hintergrund interessieren, warum Netzteile über 700W auf einmal 20-60W im [U]ausgeschalteten[/U] Zustand ziehen, während bisher so 3-8 W üblich waren, bzw. welche (Power)Netzteile sich dort auch heute noch im einstelligen Bereich bewegen.

cu
#21
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Registriert seit: 01.02.2006
Hessen\LDK
Moderator
Beiträge: 39225
das sind dann aber eher ausnahmen.

hab das seasonic auch hier und da sind es definitiv keine 20 watt oder mehr wenn der rechner aus ist.
#22
Registriert seit: 17.05.2012

Gefreiter
Beiträge: 51
hmm, also ich hatte ein corsair 650HX (6W), dann Silverstone 850W ST85F-P (53W), dann corsair 750HX (25W), letzteres zieht sogar noch 18W wenn der Schalter am NT auf 0 ist, wo das 650HX noch wirklich aus ist. Bekannter hat irgendein Enermax Teil (33W), und wieder jemand anderes coolermaster (28W), be quite (30W). Irgendwo las ich dazu (es war ein Userbeitrag) mal etwas von Messfehlern, die durch im Netzteil vorgeschaltete Kondensatoren verursacht werden und keinen realen Verbrauch darstellen sollte. Daher hoffte ich bei entsprechenden Tests um eine eventuelle Aufklärung oder eben Angabe.
#23
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Oben rechts in der Egge (S-H)
Vizeadmiral
Beiträge: 6304
Zitat Hornett;18912569
Mich würde da z.B. auch mal der technische Hintergrund interessieren, warum Netzteile über 700W auf einmal 20-60W im [U]ausgeschalteten[/U] Zustand ziehen (...)

Das ist ganz einfach:

Dein Schätzeisen ist fürn Eimer und phantasiert einfach. Das kann bei preiswerten Geräten (und ja, auch ein Gerät für 150€ ist preiwert) durchaus vorkommen, dass sie nicht in der Lage sind, die wahre Aufnahme abzuschätzen, insbesondere wenn man es nicht mit einem Ohmschen Verbraucher zu tun hat, der auch brav den Strom Sinusförmig aufnimmt. Dann gehen diese Teile auch gern mal nachm Mond als dass sie wirkliche messwerte ausgeben.

Also: einfach ignorieren oder mal schauen, dass du an ein vernünftiges Messgerät kommst, dass auch bei nicht sinusförmigen Leistungen keine Phantasiewerte auskotzt.[COLOR="red"]

---------- Post added at 14:48 ---------- Previous post was at 14:44 ----------

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Zitat Hornett;18912874
hmm, also ich hatte ein corsair 650HX (6W), dann Silverstone 850W ST85F-P (53W), dann corsair 750HX (25W), letzteres zieht sogar noch 18W wenn der Schalter am NT auf 0 ist, wo das 650HX noch wirklich aus ist. Bekannter hat irgendein Enermax Teil (33W), und wieder jemand anderes coolermaster (28W), be quite (30W). Irgendwo las ich dazu (es war ein Userbeitrag) mal etwas von Messfehlern, die durch im Netzteil vorgeschaltete Kondensatoren verursacht werden und keinen realen Verbrauch darstellen sollte. Daher hoffte ich bei entsprechenden Tests um eine eventuelle Aufklärung oder eben Angabe.

Wie oben geschrieben sind diese 'Messerte' fürn Eimer, da dein Schätzeisen Probleme mit nicht sinusförmigen Strömen hat, insbesondere im unteren Bereich. Das ist normal und kein Grund zur Sorge.

Dass auch ein Strom fließen kann, wenn der schalter auf 0 gestellt ist, liegt daran, dass nicht alle Schalter 2polig schalten sondern nur einpolig. Dann kann z.B. die Phase an der Elektronik anliegen, der Nulleiter aber nicht, was dann zu einer geringen Leistungsaufnahme führen kann, da hierbei die Kondensatoren etwas ge- und entladen werden.

Generell ist es auch nicht zu empfehlen, die an den Geräten vorzufindenden Schalter regelmäßig zu verwenden sondern externe Schalter (schaltbare Steckerleiste) zu verwenden, da die Schalter relativ stark belastet sind und ein Ausfall dieses Bauteiles den Ausfall des Netzteiles zur Folge haben kann.

Da ist es dann besser, einen externen Schalter zu verwenden, der bei einem Defekt ohne Probleme ausgetauscht werden kann.
#24
Registriert seit: 17.05.2012

Gefreiter
Beiträge: 51
Vielen Dank für Deine Ausführungen.
Allerdings „phantasieren“ diese Energieanzeiger dann wohl vorerst [U]nur[/U] bei diversen, leerlaufenden PC-Netzteilen und irgendwas müssen die ja nun trotzdem verbrauchen.
Umso mehr eben mein aufbegehren nach dieser Angabe bei unabhängigen Tests :-).

Egal ob Playstation, HiFi, TV, LED, Energiesparlampen, Batterieladegeräten wie auch div. Multimedia-Netzteilen, bisher passte das bei mir immer soweit ganz gut.

Offline zieht eine PS3 tatsächlich 10W, bzw. gibt es aktuelle Multimedialplayer, die in der Werkseinstellung ausgeschaltet weiterhin [U]den gleichen[/U] Verbrauch ziehen (18W – Dune) usw.


PS
und danke für den Tipp mit dem Schalter, muss ich bestätigen, nach häufigerem gebrauch(corsair vx450) gab es knallende und riechende Abrissfunken im Schalter, jeweils beim Strom (wieder-)anlegen :-(
#25
Registriert seit: 26.03.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1454
Zitat
Egal ob Playstation, HiFi, TV, LED, Energiesparlampen, Batterieladegeräten wie auch div. Multimedia-Netzteilen, bisher passte das bei mir immer soweit ganz gut.


Ein Messgerät das im Standby Modus sinusförmigen Strom messen kann kostet gerne mal ab ~400€. Gleiches gilt übrigens auch bei diversen Flachbildfernsehern.
Ein billiges Messgerät kann da leider nicht mithalten.
#26
Registriert seit: 17.05.2012

Gefreiter
Beiträge: 51
könnte das dann die Chroma-Teststation hier? :D
#27
Registriert seit: 26.03.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1454
Normalerweise benötigt man da ein externes Messgerät.
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