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Test: Top-Netzteile im Re-Test

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Seite 2: be quiet! Straight Power E9 CM 680W

Die Straight-Power-Serie ist momentan be quiet!s Aushängeschild, obwohl sie gar nicht deren High-End-Linie darstellt. Die Straight-Power-Netzteile konnten bislang aber durch einen sehr leisen Betrieb, eine gute Effizienz und komfortable Ausstattung überzeugen. Mittlerweilen sind sie auch vom Preis her recht attraktiv aufgestellt. Vor kurzem hat be quiet! in einer Pressemitteilung auch eine Preissenkung angekündigt, die aktuell auch schon am Markt angekommen zu sein scheint. be quiet! scheint mit den Straight-Power-Netzteilen die Kundenwünsche sehr gut abzudecken, denn die Verkaufszahlen sollen sehr gut sein. Aufgrund des guten Mixes aus Effizienz, Ausstattung und Preis sowie dem Bonus des sehr leisen Betriebs sind die Straight Power E9 auch unsere Empfehlung für den Mittelklasse-Bereich. Mit dem Sprung von der E8- zur aktuellen E9-Revision hatte be quiet! einige Verbesserungen vorgenommen.

Wir haben das kleinere Schwestermodell BQT E9-CM-580W bereits im Januar getestet.

bequiet 03sAuch die aktuelle E9-Revision der Straight Power ist aufgrund des charakteristischen Design gut wiederzuerkennen.

Die aktuelle E9-Revision der Straight-Power-Serie verfügt nun über eine 80PLUS-Gold-Zertifizierung, welche mittlerweile auch im Mittelklasse-Bereich mehr und mehr anzutreffen ist. In Sachen Lautstärkeentwicklung hatte be quiet! in letzter Zeit bei aktiven Netzteilen (deutlich) die Nase vorn und auch das E9-CM-680W soll mit diesen Qualitäten ausgestattet sein.

 

bequiet 04sDie Buchsen des modularen Kabelmanagements sind beim E9-CM-680W nicht zu übersehen.

Neben Effizienz und Lautstärke bietet das Straight Power E9 CM 680W auch eine solide Ausstattung. Modulares Kabelmanagement und bis zu vier PCI-Express-Anschlüsse erlauben eine flexible Nutzung.

 

bequiet 12sDer Lieferumfang des E9-CM-680W ist der Klasse entsprechend angemessen.

Beim Straight Power E9 CM 680W liefert be quiet! alles nötige Zubehör mit, die obligatorischen Kabelbinder und Schrauben sind neben dem Handbuch ebenfalls mit dabei. Als einzige Modellreihe bei be quiet! kommen die Straight Power E9 mit einer fünfjährigen Herstellergarantie, im ersten Jahr sogar inklusive eines kostenlosen Vor-Ort-Austauschs.

bequiet 06sBei Betrachtung der Leistungsdaten des E9-CM-680W sind keine Besonderheiten festzustellen.

Auch bei der E9-Revision des Straight Power 680W setzt be quiet! wieder ein Design mit vier 12V-Schienen ein, welche jeweils mit 18 bzw. 22 Ampere angegeben sind. Die Gesamtleistung auf 12 Volt beträgt laut Datenblatt 660 Watt, womit fast die gesamte Netzteilleistung auf 12 Volt abrufbar ist. be quiet! greift für die E9 auf eine Plattform von FSP Fortron/Source zurück, die nach der Active-Clamp+SR-Topologie arbeitet. Diese Topologie bietet einen guten Wirkungsgrad und ist relativ preiswert, eignet sich aber nur für mittlere Leistungen bis zu 700 Watt, was im Falle der Straight Power aber gut passt.

bequiet 10sDer Lüfter E9-CM-680W basiert auf den Silent-Wings-Lüftern von be quiet! und arbeitet ebenfalls sehr leise.

Beim Sprung von der E8- zur E9-Revision konnte be quiet! die Straight Power noch etwas leiser machen, u.a. durch den Einsatz eines 135-mm-Lüfters anstelle des bisher verwendeten 120-mm-Modells. Da auch das E8 schon recht leise war, ist der Unterschied zu den E9 nur bei genauem Hinhören festzustellen, aber er ist vorhanden. Bei niedriger bis mittlerer Last ist der 135-mm-Lüfter in normaler Umgebung auch in direkter Nähe zum Netzteil nicht herauszuhören. Bei 80 Prozent macht sich die deutlich erhöhte Drehzahl bemerkbar, sodass der Lüfter schwach herauszuhören ist. Wie bei 100 Prozent Last und weiter erhöhter Drehzahl auch aber nur in direkter Nähe. Aber nicht nur der Lüfter arbeitet sehr leise, auch die Netzteilelektronik selber ist nicht zu hören. Wo die meisten anderen Netzteile mehr oder weniger schwache Geräusche produzieren ("Spulenzwitschern" & Co), ist beim E9-CM-680W absolute Stille.

 

 

bequiet 01sDas modulare Kabelmanagement ist durch die farbliche Gestaltung selbsterklärend.

Mit den vier PCI-Express-Anschlüssen in flexibler 8(6+2)-Pin-Bauweise könnte man theoretisch zwar zwei NIVIDIA GTX 690 anschließen, aber dafür ist das E9-CM-680W von seiner Leistung her nicht ausgelegt. Mit zwei Mittelklasse-Grafikkarten im SLI- oder CrossFire-Betrieb kommt das be quiet! hingegen sehr gut klar, daher ist es praktisch, dass das E9-CM-680W - wie auch das kleinere E9-CM-580W - gleich vier Anschlüsse mitbringt. In Sachen Versorgung von Peripheriegeräten stehen mit bis zu neun SATA- und sechs 4-Pin-Molex-Steckern genügend Anschlussmöglichkeiten bereit.

 

bequiet 02sDie Länge der Kabel beim be quiet! lässt keine Wünsche offen.

be quiet! hat mit den Straight Power E9 eine sehr attraktive Serie von Mittelklasse-Netzteilen im Angebot, bei denen Preis, Leistung, Effizienz und Ausstattung stimmen. Einen besonders leisen Betrieb gibt es noch obendrauf.

 

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Kommentare (27)

#18
Registriert seit: 23.07.2004
Erlangen
Bootsmann
Beiträge: 668
Na anscheinend hat sich Mathias nun mit der Chroma angefreundet und sich eingearbeitet. Ein schöner und lesenswerter Test!
#19
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Registriert seit: 27.06.2006
NRW
Kapitän zur See
Beiträge: 4024
Mir fehlt ein Vergleich des Enermax 850 Watt.

PS: Schöner Test!
#20
Registriert seit: 17.05.2012

Gefreiter
Beiträge: 51
Ich finde es sehr schade, dass kein Offline/Ruhezustand-Verbrauch angegeben wurde.
Mich würde da z.B. auch mal der technische Hintergrund interessieren, warum Netzteile über 700W auf einmal 20-60W im [U]ausgeschalteten[/U] Zustand ziehen, während bisher so 3-8 W üblich waren, bzw. welche (Power)Netzteile sich dort auch heute noch im einstelligen Bereich bewegen.

cu
#21
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Registriert seit: 01.02.2006
Hessen\LDK
Moderator
Beiträge: 40024
das sind dann aber eher ausnahmen.

hab das seasonic auch hier und da sind es definitiv keine 20 watt oder mehr wenn der rechner aus ist.
#22
Registriert seit: 17.05.2012

Gefreiter
Beiträge: 51
hmm, also ich hatte ein corsair 650HX (6W), dann Silverstone 850W ST85F-P (53W), dann corsair 750HX (25W), letzteres zieht sogar noch 18W wenn der Schalter am NT auf 0 ist, wo das 650HX noch wirklich aus ist. Bekannter hat irgendein Enermax Teil (33W), und wieder jemand anderes coolermaster (28W), be quite (30W). Irgendwo las ich dazu (es war ein Userbeitrag) mal etwas von Messfehlern, die durch im Netzteil vorgeschaltete Kondensatoren verursacht werden und keinen realen Verbrauch darstellen sollte. Daher hoffte ich bei entsprechenden Tests um eine eventuelle Aufklärung oder eben Angabe.
#23
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Registriert seit: 25.04.2006
Oben rechts in der Egge (S-H)
Vizeadmiral
Beiträge: 6507
Zitat Hornett;18912569
Mich würde da z.B. auch mal der technische Hintergrund interessieren, warum Netzteile über 700W auf einmal 20-60W im [U]ausgeschalteten[/U] Zustand ziehen (...)

Das ist ganz einfach:

Dein Schätzeisen ist fürn Eimer und phantasiert einfach. Das kann bei preiswerten Geräten (und ja, auch ein Gerät für 150€ ist preiwert) durchaus vorkommen, dass sie nicht in der Lage sind, die wahre Aufnahme abzuschätzen, insbesondere wenn man es nicht mit einem Ohmschen Verbraucher zu tun hat, der auch brav den Strom Sinusförmig aufnimmt. Dann gehen diese Teile auch gern mal nachm Mond als dass sie wirkliche messwerte ausgeben.

Also: einfach ignorieren oder mal schauen, dass du an ein vernünftiges Messgerät kommst, dass auch bei nicht sinusförmigen Leistungen keine Phantasiewerte auskotzt.[COLOR="red"]

---------- Post added at 14:48 ---------- Previous post was at 14:44 ----------

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Zitat Hornett;18912874
hmm, also ich hatte ein corsair 650HX (6W), dann Silverstone 850W ST85F-P (53W), dann corsair 750HX (25W), letzteres zieht sogar noch 18W wenn der Schalter am NT auf 0 ist, wo das 650HX noch wirklich aus ist. Bekannter hat irgendein Enermax Teil (33W), und wieder jemand anderes coolermaster (28W), be quite (30W). Irgendwo las ich dazu (es war ein Userbeitrag) mal etwas von Messfehlern, die durch im Netzteil vorgeschaltete Kondensatoren verursacht werden und keinen realen Verbrauch darstellen sollte. Daher hoffte ich bei entsprechenden Tests um eine eventuelle Aufklärung oder eben Angabe.

Wie oben geschrieben sind diese 'Messerte' fürn Eimer, da dein Schätzeisen Probleme mit nicht sinusförmigen Strömen hat, insbesondere im unteren Bereich. Das ist normal und kein Grund zur Sorge.

Dass auch ein Strom fließen kann, wenn der schalter auf 0 gestellt ist, liegt daran, dass nicht alle Schalter 2polig schalten sondern nur einpolig. Dann kann z.B. die Phase an der Elektronik anliegen, der Nulleiter aber nicht, was dann zu einer geringen Leistungsaufnahme führen kann, da hierbei die Kondensatoren etwas ge- und entladen werden.

Generell ist es auch nicht zu empfehlen, die an den Geräten vorzufindenden Schalter regelmäßig zu verwenden sondern externe Schalter (schaltbare Steckerleiste) zu verwenden, da die Schalter relativ stark belastet sind und ein Ausfall dieses Bauteiles den Ausfall des Netzteiles zur Folge haben kann.

Da ist es dann besser, einen externen Schalter zu verwenden, der bei einem Defekt ohne Probleme ausgetauscht werden kann.
#24
Registriert seit: 17.05.2012

Gefreiter
Beiträge: 51
Vielen Dank für Deine Ausführungen.
Allerdings „phantasieren“ diese Energieanzeiger dann wohl vorerst [U]nur[/U] bei diversen, leerlaufenden PC-Netzteilen und irgendwas müssen die ja nun trotzdem verbrauchen.
Umso mehr eben mein aufbegehren nach dieser Angabe bei unabhängigen Tests :-).

Egal ob Playstation, HiFi, TV, LED, Energiesparlampen, Batterieladegeräten wie auch div. Multimedia-Netzteilen, bisher passte das bei mir immer soweit ganz gut.

Offline zieht eine PS3 tatsächlich 10W, bzw. gibt es aktuelle Multimedialplayer, die in der Werkseinstellung ausgeschaltet weiterhin [U]den gleichen[/U] Verbrauch ziehen (18W – Dune) usw.


PS
und danke für den Tipp mit dem Schalter, muss ich bestätigen, nach häufigerem gebrauch(corsair vx450) gab es knallende und riechende Abrissfunken im Schalter, jeweils beim Strom (wieder-)anlegen :-(
#25
Registriert seit: 26.03.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1454
Zitat
Egal ob Playstation, HiFi, TV, LED, Energiesparlampen, Batterieladegeräten wie auch div. Multimedia-Netzteilen, bisher passte das bei mir immer soweit ganz gut.


Ein Messgerät das im Standby Modus sinusförmigen Strom messen kann kostet gerne mal ab ~400€. Gleiches gilt übrigens auch bei diversen Flachbildfernsehern.
Ein billiges Messgerät kann da leider nicht mithalten.
#26
Registriert seit: 17.05.2012

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Beiträge: 51
könnte das dann die Chroma-Teststation hier? :D
#27
Registriert seit: 26.03.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1454
Normalerweise benötigt man da ein externes Messgerät.
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