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Roundup: Vier Netzteile der 600W-Klasse mit 80PLUS Bronze - OCZ ZT Series 650W

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Seite 4: OCZ ZT Series 650W

Die im letzten Quartal des Jahres 2011 eingeführte ZT-Series von OCZ deckt die "obere Mittelklasse" ab, spricht also User an, denen die High-End-Serie ZX, welche erst bei 850 Watt anfängt, eine Nummer zu groß ist. Auch hier stehen Leistung und Qualität zu einem angemessenen Preis im Vordergrund, wobei das Gesamtniveau aber höher als bei den Mainstream-Serien liegt. So bringt die ZT-Serie beispielsweise ein voll-modulares Kabelmanagement und 5 Jahre Herstellergarantie mit. Mit 80PLUS Bronze wird eine zeitgemäße und solide Effizienz erreicht. Das von uns getestete OCZ ZT 650W liegt mit einem Straßenpreis von ca. 80 Euro exakt auf dem Niveau des Antec HCG 620W oder auch des PC Power & Cooling MK III 600W.

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Auch die Verpackung des OCZ ZT 650W weist gleich auf die besonderen Merkmale des Inhaltes hin, ein voll-modulares Kabelmanagement und fünf Jahre Herstellergarantie.

 

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Der Lieferumfang des OCZ ZT 650W ist vergleichsweise umfangreich. Neben Netzteil und modularen Anschlusskabeln sind im Karton noch ein Handbuch, ein Netzkabel, ein Molex-Floppy-Adapter, ein Satz Kabelbinder mit Schrauben und eine Aufbewahrungstasche für die nicht benötigten Kabel mit dabei.

 

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Bis auf die markant gelben Elemente auf den Labeln an der Seite hat OCZ dem ZT 650W ein eher schlichtes Design verpasst. Das mit 175 mm Länge für diese Leistungsklasse überdurchschnittlich große Gehäuse beherbergt einen 140-mm-Lüfter, der ebenfalls ein Kugellager zur Lagerung des Rotors einsetzt. Demzufolge kann das ZT 650W in Sachen "Silence" auch keine neuen Bestmarken setzen, aber insgesamt geht die Lautstärke in Ordnung. Bei niedriger Last ist ein moderates Lüfterrauschen wahrzunehmen, wobei die Lager ebenfalls leicht herauszuhören sind. Bis hin zu einer mittelhohen Belastung ändert sich an der Lautstärkekulisse nichts, nur unter Volllast produziert das ZT 650W dann ein sehr deutliches Lüfterrauschen. Über den gesamten Betriebsbereich ist zusätzlich noch ein schwaches Sirren bzw. Zirpen der Netzteilelektronik selber zu hören, aber da dies nur in direkter Nähe zum Netzteil schwach wahrzunehmen ist und auch von den Lüftergeräuschen meist übertönt wird, erwähnen wir diesen Punkt nur der Vollständigkeit halber.

Für das OCZ ZT650 gilt also das Gleiche, wie für die anderen Netzteile dieser Klasse, die ihren Fokus primär auf gute Leistungswerte legen: In einem durchschnittlichen luftgekühlten Rechner dieser Leistungsklasse fällt es nicht auf, für ein Silent-System ist es hingegen nicht geeignet.

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Auf dem Typenschild des OCZ ZT 650W lassen sich die üblichen Leistungswerte finden. Die einzelne 12V-Schiene kann bis zu 54 Ampere liefern, was einer Leistung von 648 Watt entspricht. Mit bis zu 170 Watt zusammen auf den Nebenspannungen 3,3 und 5 Volt ist das OCZ ZT 650W auch hier recht stark aufgestellt.

 
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Das ZT 650W verfügt über ein modulares Kabelmanagementsystem, bei dem sich alle Kabel abnehmen lassen, also auch z.B. das ATX-Hauptkabel. Über den tatsächlichen Mehrwert eines voll-modularen gegenüber dem üblichen teil-modularen System lässt sich sicher streiten, aber letztendlich ist es ein nettes Features, welches das OCZ von den anderen Netzteilen im Vergleich abhebt. Das Kabelmanagementsystem selbst ist gut umgesetzt, alle Buchsen sind beschriftet und teilweise auch farblich kodiert.

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In Sachen Anschlussvielfalt bewegt sich das ZT 650W hingegen nur im Mittelfeld, denn maximal zwei PCI-Express-Anschlüsse und eine 8-Pin-CPU-Versorgung stellen für ein 650W-Netzteil nur die Minimalausstattung dar. Hat man die ZT-Series in die engere Auswahl gefasst, sollte man sich daher gleich das 750W-Model anschauen, welches vier PCI-Express-Anschlüsse mitbringt. Aufseiten der Peripherieanschlüsse sieht die Lage aber deutlich besser aus. Mit bis zu neun SATA- und sechs Molex-4P-Anschlüssen sind hier überdurchschnittlich viele Anschlussoptionen vorhanden.

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Die Anschlusskabel beim ZT 650W sind gut verarbeitet und auch ausreichend lang, sodass es in gängigen Systemen keine Probleme geben sollte. OCZ hat die Kabel nicht einheitlich gestaltet, sondern die Peripherie-Versorgungen mit Flachkabeln ausgestattet, wohingegen alle anderen Kabel in "klassischer Ausführung" mit Netzsleeves ausgeführt sind.

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Das OCZ ZT 650W bietet eine solide Ausstattung und macht in Sachen Leistungsfähigkeit einen guten Eindruck. Das voll-modulare Kabelmanagement zusammen mit fünfjähriger Herstellergarantie zeigt ebenfalls, dass die ZT Series durchaus in der oberen Mittelklasse mitspielen kann.

 

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Kommentare (10)

#1
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Registriert seit: 14.05.2011

Fregattenkapitän
Beiträge: 2592
Für den Preis gibt es doch schon bessere und effizientere Netzteile.
#2
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Registriert seit: 04.05.2001
Hannover
Chefredakteur
Beiträge: 30929
Das steht ausser Frage, dass es weitere interessante Modelle gibt.
#3
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Registriert seit: 06.12.2010
Dresden
Obergefreiter
Beiträge: 69
Die Auswahl der Testmuster ist schon gut, schön wäre aber z.b. noch ein Roundup mit 80Plus Standard gewesen wie das Fractal Design Tesla 650W. Oder das RAPM650 von Rasurbo, welches modular und sehr preiswert ist. Selbst für Bronze wollen nicht alle den Aufpreis zahlen.

Trotzdem: Sehr schöne Übersicht, das NZXT ist mir schon in einem anderen Test positiv aufgefallen, kommt afaik sogar von Seasonic.
#4
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Registriert seit: 13.04.2006
Nehr'esham
Kapitän zur See
Beiträge: 28782
Zitat JimJuggy;18320620
Trotzdem: Sehr schöne Übersicht, das NZXT ist mir schon in einem anderen Test positiv aufgefallen, kommt afaik sogar von Seasonic.

Ja, es basiert auf der Seasonic M12II Bronze Plattform. Allerdings ist es, im Gegensatz zu seinen Geschwistern mit 140er Lüfter, vor allem unter Last nicht gerade ein Leisetreter.
#5
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Registriert seit: 31.07.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 6732
Viele Seiten messen mittlerweile die Effizienz mit einer Teststation, aber ich finde euren Leistungsaufnahme-Vergleich mit einem realen System fast besser, weil er praxisnäher ist.

So ein Round-Up in der 300-400W Klasse würde mir gut gefallen, vielleicht inkl. dem FSP Aurum 400W oder Seasonic X-400FL, die ihr schon einzeln getestet habt. Auch das Be quiet E9 400W und das wohl bald erscheinende Seasonic 350W der G-Serie wären tolle Kandidaten. Oder einfach 1-2 aktuelle 300W 80+ Bronze-"Boliden". Das Ganze mit einem Sandy-Bridge- oder Llano-System (inkl. IGP-Betrieb) getestet und die Stromsparer wären glücklich^^
#6
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Registriert seit: 01.02.2006
Hessen\LDK
Moderator
Beiträge: 40036
Zitat che new;18322317
Viele Seiten messen mittlerweile die Effizienz mit einer Teststation, aber ich finde euren Leistungsaufnahme-Vergleich mit einem realen System fast besser, weil er praxisnäher ist.


die reine effizienzmessung an einer chroma z.b. ist schon auch interessant, aber ich finde es ebenfalls spannend zu sehen, wie es dann an einem realen system aussieht.
#7
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Registriert seit: 03.05.2007
Gießen / Exil-Münchner
la famiglia della banana
Beiträge: 13041
Mir fehlen die technischen Details der verbauten Komponenten, das könnte man verbessern.
#8
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Registriert seit: 31.07.2006

Vizeadmiral
Beiträge: 6732
Zitat thom_cat;18323881
die reine effizienzmessung an einer chroma z.b. ist schon auch interessant, aber ich finde es ebenfalls spannend zu sehen, wie es dann an einem realen system aussieht.


Natürlich sind die Effizienzmessungen im allgemeinen interessant, für mich als Watt-"Jäger" bleiben die Chroma-Messungen aber leider oft nur theoretisch interessant. Ich habe das Gefühl, dass die Messstationen nicht immer die Realität eines Systems wiederspiegeln. Wenn ein Earthwatts 380W Green (80+ Bronze) beispielsweise ein Aurum 400W (80+ Gold) im Leerlauf-Bereich (ca. 20W) eines stinknormalen aktuellen IGP-Systems (LGA1155 oder FM1) ohne jegliche Optimierungen abzieht, dann wünsche ich mir generell öfter solche Praxis-Vergleiche oder die Tester sollten etwas mit der Zeit gehen und in Zukunft nicht nur 10% Auslastung ins Testfeld einbringen, sondern auch 5% (was bisher kaum gemacht wird, ausser z.B. von pc-experience) und besser noch 2,5% Auslastung mitaufnehmen. Aber immerhin sagen mir die Chromatests wenigstens in einigen Fällen welches NT unter Teil-/Voll-Last effizienter/sparsamer für mein System wäre.
#9
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Registriert seit: 01.02.2006
Hessen\LDK
Moderator
Beiträge: 40036
ja, das sehe ich auch so.

ich finde es auch manchmal schwierig die tests in den alltag zu übertragen.
man kann sowas selbst ja dann auch nicht nachstellen und kann nur mit seinem system das ganze testen.

wäre auch sehr dafür, dass dort noch mit geringeren auslastungen gestestet wird.
also 5% last wäre wirklich sehr wünschenswert.
es ist ja auch so, dass moderne systeme trotz hoher leistung im idle sehr sparsam sein können.
je mehr werte man da ermittelt, desto besser ist das ganze auch.
#10
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Registriert seit: 03.08.2009
Hallein im wunderschönen Salzburg
Kapitän zur See
Beiträge: 3153
Danke für das Roundup.

Ich weiß es ist mekkern auf hohem niveau, aber beim "Antec
High Current Gamer 620W" ist unter der +12V Sparte die Schriftart zu gross geraten
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