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Test: Enermax Modu82+ II 525W und Rasurbo Real&Power 550W - Enermax Modu82+ II 525W

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Seite 2: Enermax Modu82+ II 525W

Wie in der Einleitung bereits erwähnt wurde, sind die Modu82+-Modelle von Enermax schon lange auf dem Markt. Zur Zeit ihrer Einführung legten sie die Messlatte in der Netzteil-Mittelklasse zwar ein Stück höher, aber inzwischen ist auch einige Zeit vergangen, in welcher die Entwicklung ungebremst voranschritt. Da die Modellreihe im Laufe der Zeit von Enermax nur  geringfügig überarbeitet wurde, stellt sich also durchaus die Frage, ob die Modu82+ II immer noch eine Empfehlung wert sind.

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Neben Leistung, Effizienz, leisem Betrieb und der Ausstattung ist der Preis eines der wichtigsten Produktmerkmale. Mit einem Straßenpreis von fast 100 Euro ist das Modu82+ II 525W im Handel zu finden. Angesichts der Tatsache, dass 80PLUS-Gold-Modelle mit moderner Technik nur ca. 10-15 Euro mehr kosten bzw. direkte Konkurrenzmodelle durchweg günstiger zu finden sind, ist das Enermax durchaus als teuer zu bezeichnen.

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Der Lieferumfang des Enermax-Netzteils ist sehr umfangreich. Für die nicht benutzten modularen Anschlusskabel ist eine Aufbewahrungstasche beigelegt. Neben dem Netzkabel, einigen Schrauben und einem Handbuch ist auch ein "Cordguard" genannter Metallbügel im Lieferumfang, der den Netzstecker vor einem unbeabsichtigten Herausziehen sichern soll. Die Montage ist optional, sodass regelmäßig über das Netzkabel stolpernde User auch in Zukunft den harten System-Shutdown einem Umkippen des Rechners vorziehen können.

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Das Design des Enermax Modu82+ II ist weitestgehend unverändert geblieben. Das anthrazitfarbene Gehäuse ist mit 140 mm Länge sehr kompakt und der darin verbaute 120-mm-Lüfter ist durch ein markantes goldfarbenes Lüftergitter mit Herstellerlogo in der Mitte vor Berührung geschützt. Enermax verwendet beim Modu82+ II allerdings nicht den bei "neueren" Modellen verwendeten eigenen Lüftertyp mit "Twister"-Lager, was sich auch akustisch bemerkbar macht. Sowohl im Idle als auch unter höherer Last macht sich das Lager des Lüfters bemerkbar. Das Lüfterrauschen hingegen ist im Idle kaum wahrnehmbar und hält sich auch unter hoher Last noch im sehr angenehmen Rahmen. Insgesamt ist das Modu82+ als recht leise zu bezeichnen. Ohne das Lagergeräusch könnte man das Enermax sogar als sehr leise bezeichnen.

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Das Modu82+ II 525W verfügt über drei 12V-Schienen von je 25 Ampere Leistungsfähigkeit. Kombiniert stehen auf 12 Volt insgesamt 40 Ampere zur Verfügung, was einer Leistung von 480 Watt entspricht. Damit ist auch der Betrieb von etwas anspruchsvolleren Systemen möglich.

Es lassen sich bis zu drei PCI-Express-Anschlüsse nutzen, die allesamt in der flexiblen 8(6+2)-Pin-Ausführung bereitgestellt werden. Abgesehen von der geringeren Leistung bietet das 525W-Modell die gleiche Steckplatzkonfiguration wie das 625W-Modell, nur wird anstelle des zweiten Anschlusskabels mit zwei PCI-Express-Abgriffen eines mit nur einem Stecker mitgeliefert. Bei den Peripherie-Kabeln kombiniert Enermax an einem Kabelstrang zwei SATA- mit zwei Molex-Steckern, sonst liegen zwei Kabel mit je drei SATA-Abgriffen und ein Kabel mit drei Molex-Anschlüssen plus Floppy-Stecker bei. Insgesamt lassen sich so acht SATA- und fünf Geräte mit 4-Pin-Molex-Buchse versorgen, womit das Enermax im Klassenvergleich sehr gut dabei ist.


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An der Länge der Anschlusskabel des Enermax Modu82+ II 525W ist nichts zu bemängeln. Alle Kabel sollten für normale Systeme ausreichend dimensioniert sein, sofern eine versteckte Verlegung nicht zu große "Umwege" erfordert. Die Kabel sind bis zum jeweils ersten Abgriff gesleeved und auch das Stecksystem des modularen Kabelmanagements ist gut und passgenau verarbeitet.

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In Sachen Verarbeitung und Ausstattung kann das Enermax auf jeden Fall sehr gut punkten. In Sachen Lautstärke kann es zwar ebenfalls eine gute Leistung zeigen, aber ist doch ein gutes Stück von der aktuellen Konkurrenz wie z.B. be quiet!s Straight Power E8-Serie entfernt. Leistungstechnisch bietet es der Klasse entsprechend solide Werte. Einzig der hohe Anschaffungspreis käme als wirklicher Kritikpunkt in Betracht.