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RHA T10i im Test - Durchdacht bis ins kleinste Detail

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Seite 2: Klangcheck und Fazit

 

Der Klangcheck

Nun aber zum Wichtigsten, dem Klang-Check. RHA setzt bei seinem High-End-Modell auf eine 1-Wege-Konstruktion und geht damit einen anderen Weg als viele Konkurrenten mit ihren hochpreisigen Lösungen. Die von RHA genutzten Treiber decken einen Frequenzbereich von 16 Hz bis 22 kHz ab, die Impedanz liegt bei 16 Ohm.

Zudem hat sich RHA aber eine Besonderheit einfallen lassen und stattet die In-Ears mit Filtern aus, um den Klang an die eigenen Gewohnheiten anzupassen. Neben den Standard-Filtern mit dem Namen "Reference" gibt es zwei weitere Ausführungen, die sich auf die In-Ears aufschrauben lassen und entweder den Tiefton- oder den Hochton-Bereich ein wenig anheben. Änderungen gibt es immer nur an einem Ende des Frequenz-Spektrums, ein „klassisches“ Badewannen-Sounding sieht RHA also nicht vor.

rha t10i 1
RHA T10i

Die meisten Nutzer fahren mit den Standard-Filtern vermutlich aber am besten, denn dann bieten die T10i einen sehr ausgewogenen, aber niemals langweiligen Klang. Trotz einer vergleichsweise linearen und damit sehr natürlichen Wiedergabe erweisen sich unsere Testkandidaten niemals als langweilig oder emotionslos, ein Problem, das viele neutral abgestimmte Lautsprecher besitzen.

Durch ihr gänzlich unaufgeregtes Auftreten eigenen sich die T10i bestens für das meiste Material. Egal mit welchem Material wir unsere Testkandidaten konfrontieren, die Ohrhörer fühlen sich stets wohl. Spielten wir unseren langjährigen Referenz-Song "Forgiven not Forgotten" der MTV-Unplugged-Aufnahme der Corrs zu, zeichnete sich bereits ab den ersten Sekunden ab, dass die anfängliche Solo-Geige sehr präzise aber dennoch luftig dargestellt wird. Gleichzeitig erscheint die Darstellung nie schneidend oder angestrengt - was erfreulicherweise auch bei hohen Lautstärken gilt. Die später einsetzenden Drums besitzen einen differenzierten Kick, auch wenn hier auffällt, dass die T10i keinesfalls dick im Bassbereich auftragen. Abgerundet wird die rundum gelungene Darbietung später von angenehm wiedergegebenen Stimme von Andrea Corr, die nichts von ihrem natürlichen Charme einbüßt. Ebenso arbeitet das Headset aus „Bright“ von Echosmith die anfängliche Akustik-Gitarre sehr differenziert heraus, die auch dann nicht untergeht, wenn das weitere akustische Set einsetzt. Gerade bei Live-Aufnahmen fällt darüber hinaus auf, dass die RHA T10i mit einer sehr gut gestaffelten Bühnenabbildung aufwarten können und den Zuhörer so direkt in das Geschehen hinein versetzen. Ebenso schrecken die In-Ears nicht vor größeren Lautstärken zurück.

Wer häufiger basslastige Musik genießt, der sollte auf jeden Fall die Tiefton-betonenden Filter ausprobieren, die den T10i in diesem Bereich zu einer größeren Durchschlagskraft verhelfen, ohne dass dabei zu dick aufgetragen wird. Da der weitere Frequenzgang nicht beeinflusst wird, bleiben die übrigen positiven Eindrücke bestehen. Wer hingegen die Hochton-Filter nutzt, wird als Zuhörer mit einer deutlich helleren und gefühlt schlankeren Wiedergabe belohnt. Das kann gefallen, war uns in unserem Test aber schon eine Stufe zu audiophil. Da RHA dem Käufer die freie Wahl lässt, sollte auf jeden Fall nach dem Kauf erst einmal ausführlich getestet werden.

Fazit

Kurz gesagt: RHA macht mit seinen T10i beinahe alles richtig und bietet ein durchdachtes und bis in kleinste Details überzeugendes Produkt an, das zwar nicht ganz günstig ist, dafür aber richtig Spaß macht.

Besonders wichtig ist bei einem Audio-Test natürlich der Klang. Bereits hier können die RHA T10i auf der ganzen Linie überzeugen. Wer Wert auf eine unaufgeregte, präzise und luftige Darstellung legt, ist mit dem Standard-Setting genau richtig – dann meistern die Ohrhörer im Grunde genommen alle Aufgaben mit Bravour und zeigen gerade bei Live-Aufnahmen, dass es die kleinen Details sind, die ihnen liegen. Dank der beiliegenden Filter kann der Klang zudem im Rahmen an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden – hier zeigt sich gut, mit welcher Akribie RHA an seinem High-End-Modell gearbeitet hat.

Das zeigt sich auch an anderer Stelle, denn die T10i besitzen ein sehr hochwertiges, exzellent verarbeitetes und gut designtes Gehäuse, das eine angenehme Passform besitzt – dank zahlreicher Ohrstöpsel kann aber auch hier gut nachjustiert werden. Gerade die kleinen Details, wie die Feder-Ummantelung an den Übergangsstellen zu den Kabeln und die angenehmen Haltebügel sind es aber, die das T10i auszeichnen.

Alles in allem hat sich das T10i von RHA unseren Excellent-Hardware-Award redlich verdient.

eh rha t10i

Positive Aspekte der RHA T10i:

  • sehr guter Klang
  • anpassbares Sounding dank Tuning-Filter
  • sehr hochwertige Verarbeitungsqualität
  • schickes Design
  • hoher Tragekomfort
  • federummantelte Kabelübergänge

Negative Aspelte der RHA T10i:

  • nicht ganz günstig
 

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Kommentare (11)

#2
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Registriert seit: 28.12.2006
Dornbirn
Flottillenadmiral
Beiträge: 4134
ich hab die rha ma750, sind genauso TOP für den Preis (kosten die Hälfte der T10i)
#3
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Registriert seit: 12.05.2013

Flottillenadmiral
Beiträge: 5106
Die Federummantelte Kabelübergänge sind echt interessant, warum da noch nicht andere Drauf gekommen sind?

Schade das es keine Android Version gibt, aber sowas kommt bestimmt noch.


Aktuell nutze ich JBL Synchros S200a, welche einen Sehr tollen Klang, Fernbedienung und rehct gutes Flachkabel haben, der Gewinkelte Stecker stört mich aber.
#4
Registriert seit: 19.04.2012

Korvettenkapitän
Beiträge: 2306
Zitat
Die meisten Nutzer fahren mit den Standard-Filtern vermutlich aber am besten, denn dann bieten die T10i einen sehr ausgewogenen, aber niemals langweiligen Klang.


Zitat
Wer häufiger basslastige Musik genießt, der sollte auf jeden Fall die Tiefton-betonenden Filter ausprobieren, die den T10i in diesem Bereich zu einer größeren Durchschlagskraft verhelfen, ohne dass dabei zu dick aufgetragen wird.


Hallo sprechen wir hier vom T10i? :hmm:

http://www.innerfidelity.com/images/RHAT10iReferenceFilter.pdf

http://www.innerfidelity.com/images/RHAT10iTrebleFilter.pdf

http://www.innerfidelity.com/images/RHAT10iBassFilter.pdf

Das ist ein Basshead vom feinsten, der Basslastige Grundton ist sehr präsent und ingesamt selbst mit den Höhen Filter, welcher den ~ 2,4 kHz Bereich etwas pusht, bleibt es ein sehr dunkles Klangbild.
#5
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Registriert seit: 06.10.2006
Ba-Wü & WÜ
Kapitän zur See
Beiträge: 3607
Zitat AG1M;23466944
Das ist ein Basshead vom feinsten, der Basslastige Grundton ist sehr präsent und ingesamt selbst mit den Höhen Filter, welcher den ~ 2,4 kHz Bereich etwas pusht, bleibt es ein sehr dunkles Klangbild.

Tjo, viele Leute haben irgendwie kein wirkliches Gespür mehr dafür, wie Bass "eigentlich" sein müsste. Erst wenns wirklich unangenehm wird, wirds von vielen als bassig / dröhnig wahrgenommen. Zeitgeist, wie mir scheint. Bass, Bass, wir brauchen Bass! Türlich, türlich...

Grüße
Thomas
#6
Registriert seit: 19.04.2012

Korvettenkapitän
Beiträge: 2306
Man sollte bei solchen Vergleichen lieber auch einen Referenz In-Ear nehmen, der fast komplett neutral (emotionslos) spielt. z.B. einen Etymotic Research ER-4S (mit einer der besten im Bereich bei 200 Euro) oder einen Hifiman RE-400 (mit einer der besten im Bereich bei 100 Euro), wenn man z.B. nur basslastige In-Ears gewöhnt ist, "stumpft" man schnell ab. Mich verwundern wie gesagt die Aussagen sehr. Was Verarbeitung, Zubehör und sonstiges angeht ist der RHA T10i sicher ein feines Teil, aber der Klang ist definitiv nicht ausgewogen. Es kommt bald der RHA T20 raus, der scheint schon "etwas" Bass ärmer zu sein: RHA - T20
#7
Registriert seit: 02.09.2010
Forchheim
Oberbootsmann
Beiträge: 1014
Also sind die doch basslastig? Dann sind sie wohl nichts für mich.
#8
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Registriert seit: 11.08.2007

Flottillenadmiral
Beiträge: 4386
Ich nutze den etwas kleineren RHA MA750i nun schon mehrere Monate (mit einem iPhone). Die Qualität der Fertigung ist bei RHA wie ich finde auf einem recht hohen Niveau was auch in dem Artikel zu lesen ist.
Wo ich persönlich Kritik ansetze (was u.a. auch in diversen Amazon Rezensionen auch immer wieder angemerkt wird) ist das Kabel. Es ist ein graues relativ dickes Gummi ummanteltes Kabel. Das hat zur Folge, dass es relativ störrisch ist und bedingt durch das Gummi auch gerne mal hängen bleibt bzw sich schwer ziehen lässt (wenn man es z. b. unter der Jacke trägt). Auch die Fernbedienung bleibt gerne irgendwo an der Kleidung durch ihre Kanten hängen. Sehr gut dagegen gefällt mir die Konstruktion der over Ear Kabel (das Kabel wird dabei über das Ohr gelegt) wodurch der KH selbst beim Joggen gut hält.
Klanglich spitze und neutral; ich finde nicht, dass der KH irgendwas überbetont. (Hatte direkt davor mal zum testen einen Dr. dre in ear schicken lassen, der war so dumpf und dröhnig, dass er gleich zurück ging.)
#9
Registriert seit: 19.04.2012

Korvettenkapitän
Beiträge: 2306
Zitat Uftherr;23468626
Also sind die doch basslastig? Dann sind sie wohl nichts für mich.


Ja ein richtiger Bass IEM. Schau dir die Frequenzverläufe an die ich geschrieben habe, das sagt alles. :fresse:

Zitat WickedClown;23469534
Ich nutze den etwas kleineren RHA MA750i nun schon mehrere Monate (mit einem iPhone). Die Qualität der Fertigung ist bei RHA wie ich finde auf einem recht hohen Niveau was auch in dem Artikel zu lesen ist.
...
Klanglich spitze und neutral; ich finde nicht, dass der KH irgendwas überbetont. (Hatte direkt davor mal zum testen einen Dr. dre in ear schicken lassen, der war so dumpf und dröhnig, dass er gleich zurück ging.)


Ja der MA750i ist da schon ein anderes Kaliber, der ist ganz gut ausbalanciert klanglich gesehen, „neutral“ würde ich ihn nicht bezeichnen, aber definitiv deutlich angenehmer als der T10i. Im übrigen wäre der auch mein Tipp.

http://www.innerfidelity.com/images/ReadHeathAcousticsMA750.pdf
#10
Registriert seit: 29.09.2011
Bochum
Oberbootsmann
Beiträge: 770
Negative Aspelte steht da ^^
#11
customavatars/avatar33802_1.gif
Registriert seit: 21.01.2006

Kapitänleutnant
Beiträge: 2025
Ich traue der Sache mit dem hohen Gewicht nicht. Zumindest wenn man geht oder gar läuft, dann wird sich das sicher dadurch bemerkbar machen, dass man die Dinger alle 50m neu reinstopfen darf damit sie ordentlich sitzen. Denn das passiert ja auch schon bei einfachen Plastik-In-Ears, häufig alleine durch das Eigengewicht des Kabels.
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