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Roccat Kave XTD im Test

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Seite 3: Roccat Kave XTD im Praxistest

Der Treiber des Roccat Kave XTD fällt, wie man es von Roccat nicht anders gewohnt ist, sehr umfangreich aus. Im Reiter "Main-Control" lassen sich essentielle Einstellungen im Betrieb des Headsets vornehmen. Hier kann zwischen Stereo- und Surround-Wiedergabe gewechselt werden, die Sampling-Rate ausgewählt, aber auch Mikrofonverzerrer und Co. einstellen. Der Punkt AVN gleicht die Lautstärkepegel ab, sodass alle Geräusche ausgewogen laut erscheinen.

roccat kave

Unter "Advanced Control" folgen dann Einstellmöglichkeiten für den Bass, die Musikwiedergabe aber auch für das Mikrofon.

Im dritten Reiter findet man einen Equalizer, um den Klang gemäß des eigenen Geschmacks anpassen zu können. Es liegen einige Presets vor, die man mit den Einstellungen der anderen Reiter zusammen in einigen Profilen abspeichern kann.

roccat kave

Da wir nicht über professionelle Räumlichkeiten und Messgeräte verfügen, spiegeln unsere Ergebnisse lediglich den Klangeindruck des Redakteurs wider. Subjektivität lässt sich daher nicht vermeiden, auch wenn der testende Redakteur bereits Erfahrungen mit vielen Lautsprechern, Kofhörern, Headsets und Soundkarten gemacht hat. Die Teststücke liegen als Flac oder CD vor, einige aber auch als MP3, um auch das durchschnittliche Quellmaterial darzustellen. Ebenso befinden sich nicht nur hochqualitative Aufnahmen in unserem Testparcours, sondern auch Stücke schlechterer Qualität. Als "Referenz" dienen ein paar ESI Unik 05 Studiomonitore sowie ein Beyerdynamic Custom One Pro Kopfhörer angeschlossen an eine ASUS Xonar Phoebus und Creative Soundblaster ZXR.

roccat kave

Die Grundabstimmung des Roccat Kave XTD ist relativ ähnlich zum Vorgängermodell, man merkt schnell, dass eine gewisse Verwandtschaft besteht. Das Klangbild wirkt recht linear. Bass und Höhen erscheinen zurückhaltend die mittlere Tonlage dafür erstaunlich präsent. Für Vocal-Musik à la Johannes Oerding oder Xaivier Naidoo mag diese Abstimmung gefallen, bei rockigeren Stücken wirkt unser Proband aber oftmals zu gelangweilt. Bei der Wiedergabe mag einfach nicht so recht Freude aufkommen. Gerade der Bassbereich ist einfach kaum vorhanden, sodass die Bassdrum ein ums andere Mal im klanglichen Allerlei untergeht. Hoch- und Mittelton sind tonal in Ordnung, es fehlt jedoch oft an Klarheit. Licht im Dunkeln fanden wir im Treiber des Roccat Kave XTD. Das Equalizer-Preset "Electro" verleiht dem Headset all das, was wir bislang bemängelten. Es bringt durch eine Badewannenabstimmung also Anhebung von Hochton und Bass eine deutlich lebhaftere Wiedergabe. Mit diesem Preset gefällt uns das Kave um Klassen besser. Nun hat es den Punch, den wir uns vorstellen und auch "obenrum" klingt es tonal um Welten besser. In dieser Einstellung kann das Kave XTD in seiner Preisklasse ganz oben mitspielen. Obwohl der technische 5.1-Aufbau vermutlich einen Großteil des Budgets verschlingt, klingt es nicht schlechter als Stereo-Konkurrenten etwa aus dem Hause Sennheiser. Die Auflösungsqualität der Details ist in Ordnung, bietet aber noch etwas Verbesserungspotenzial. Die Bühnendarstellung in Michael Bubles "Feeling Good" ist, wie es bereits das originale Kave vermuten ließ, auf sehr hohem Niveau. Alle Instrumente des Orchesters erhalten ihren Platz auf der sehr breit gestaffelten Bühne. Ein wenig Kritik lässt sich höchstens noch im Bereich der Basswiedergabe finden, die manchmal nicht ganz so akkurat ist.

Die Spieletauglichkeit durfte der Kandidat im Online-Taktik-Shooter Counter-Strike: Global Offensive unter Beweis stellen. Das Game ist dafür bekannt, enorm abhängig von der Geräuschkulisse zu sein, die oft über Sieg oder Niederlage entscheidet. In etlichen Stunden bewies das Kave XTD, dass es genau hier hingehört. Erst in Spielen kann man die hervorragende Räumlichkeit vollends ausnutzen. Gegnerraktionen waren stets sehr deutlich zuzuordnen, was uns enorme Vorteile verschaffte. Nicht nur die Richtung, sondern auch die genaue Entfernung war sehr leicht abzuschätzen. Die Surround-Leistung des Probanden ist wie auch beim Vorgänger auf sehr hohem Niveau, weshalb gerade Spieler hier definitiv einen Blick wagen sollten. Auch im Filmeinsatz bewiesen sich die Multimediaqualitäten erneut, sodass das Spektakel von Transformers mit dem Kave XTD einmal wieder eine echte Freude zu sehen und zu hören war.

 

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Kommentare (6)

#1
Registriert seit: 12.06.2012
D-63xxx
Kapitänleutnant
Beiträge: 1731
für den Preis kann ich mir was deutlich besseres vorstellen... sry
#2
customavatars/avatar185068_1.gif
Registriert seit: 22.12.2012

Leutnant zur See
Beiträge: 1062
Kollege hatte das ältere Kave und fühlte sich sehr klobig und billig an. Sound ist genau so grottig...
#3
customavatars/avatar167757_1.gif
Registriert seit: 08.01.2012
York Shin CIty
Hauptgefreiter
Beiträge: 243
Ich habe das alte Kave hier irgend wo rumliegen. Das Ding ist einfach zu schwer, der Sound ist dreck und man braucht einfach viel zu viele Anschlüsse. Das greift man besser zu einem netten Kopfhörer von Sennheiser, Beyerdynamics oder auch einem USB Wireless Headset die dem G930.
#4
customavatars/avatar183273_1.gif
Registriert seit: 01.12.2012
Rheinhessische Schweiz
Kapitänleutnant
Beiträge: 1973
Ich hatte schon zwei alte Kaves. Beim Ersten funktionierte der Bassregeler irgendwie nicht. Nun gut ab zurück mit dem Ding und ein Neues bestellt. Selbes Problem nochmal zudem ist von einer "Vibration" bei einem Realtek Chip oder auch bei einer ASUS Xonar D1 nichts zu merken. Auch nicht mit der Option "Bassmanagement". Ortung fand ich eigentlich ganz sauber gemacht, aber nach einer Zeit tut das Ding aufm Kopf einfach nurnoch weh. Der Sound war so oder so grausam, wie es bei so ziemlich allen Gamingheadsets der Fall ist. Nun habe ich "nurnoch" das Logitech G230 und habe es bei einer Aktion auf Amazon, für rund 35 € bekommen. Dort ist das Manko eigentlich nur das Kabel, das sich verdrillt. Sound ist annehmbar und zum Zocken eh alle Mal genug. Aluminiumbügel, anständige Polsterung (ja die kratzigen Polster, welche man am Anfang verspürt werden nach ner Zeit angenehmer und man merkt es auch nichtmehr), annehmbarer Sound, gutes Mikro, leicht, Ortung gut und rund 45 € günstiger als das Kave.
#5
customavatars/avatar132552_1.gif
Registriert seit: 03.04.2010

Oberleutnant zur See
Beiträge: 1413
@SkyL1nE
Bassproblem: Fehler in deiner Systemkonfig. Ein Anruf beim Support hätte gereicht.
Keine Vibration: Blödsinn. Wenn ich das Ding auf meinem Tisch liegen habe klappert es umher, weil die Vibration wunderbar funktoniert an nem ollen Realtek von 2010.
Tragekomfort: Den Bügel einfach weiter Richtung Hinterkopf schieben, dann tut gar nichts mehr weh.

Ortung is sehr gut bei den Kopfhörern und der Klang reicht allemal für Spiele.
#6
customavatars/avatar183273_1.gif
Registriert seit: 01.12.2012
Rheinhessische Schweiz
Kapitänleutnant
Beiträge: 1973
Zitat Cool Hand;22009345
@SkyL1nE
Bassproblem: Fehler in deiner Systemkonfig. Ein Anruf beim Support hätte gereicht.
Keine Vibration: Blödsinn. Wenn ich das Ding auf meinem Tisch liegen habe klappert es umher, weil die Vibration wunderbar funktoniert an nem ollen Realtek von 2010.
Tragekomfort: Den Bügel einfach weiter Richtung Hinterkopf schieben, dann tut gar nichts mehr weh.

Ortung is sehr gut bei den Kopfhörern und der Klang reicht allemal für Spiele.


Nichts lief da. Ich habe auch zwei Mal den Support angeschrieben, also so ist das nicht. Mit dem Realtek ALC889 funktionierte das jedenfalls nicht. Ein eigener Headsettreiber wäre anständiger gewesen, dann gibts auch keine Probleme von wegen "Dort gehts und dort nicht, muss man Glück haben".
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