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Antec a.m.p Pulse im Kurztest

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Seite 2: Antec a.m.p Pulse Klangeindruck und Fazit

Da wir nicht über professionelle Räumlichkeiten und Messgeräte verfügen, spiegeln unsere Ergebnisse lediglich den Klangeindruck des Redakteurs wider. Subjektivität lässt sich daher nicht vermeiden, auch wenn der testende Redakteur bereits Erfahrungen mit vielen Lautsprechern, Kopfhörern, Headsets und Soundkarten gemacht hat. Unser Testraum misst 3,5 x 4,5 Meter, bei einer Deckenhöhe von 2,50 Meter. Die Teststücke liegen als Flac oder CD vor, einige aber auch als MP3, um auch das durchschnittliche Quellmaterial darzustellen. Ebenso befinden sich nicht nur hochqualitative Aufnahmen in unserem Test-Parcours, sondern auch Stücke schlechterer Qualität. Als "Referenz" dienen ein paar ESI Unik 05 Studiomonitore sowie ein Beyerdynamic Custom One Pro Kopfhörer angeschlossen an eine ASUS Xonar Phoebus und Creative Soundblaster ZXR.

Wie viele Hörer, die für den mobilen Einsatz konzipiert worden, setzt auch Antec bei seinem Pulse auf einen recht dominanten Bassbereich. Gerade der Oberbass ist deutlich aufgedickt im Vergleich zum Rest des Frequenzspektrums. Leider wirkt der Sound dadurch oftmals nicht ganz so präzise, wie wir es für den Preis des Geräts erwartet hätten. In den tieferen Bassfrequenzen erscheint er jedoch etwas genauer aufzuspielen.

Die mittlere Tonlage fällt zugunsten der Badewannenabstimmung etwas ab. Diese Tonalität richtet sich an den Geschmack der breiten Masse, wird eine Badewanne doch von vielen Hörern als sehr angenehm empfunden. Nicht zuletzt klingt auch die Konkurrenz aus dem Hause Beats by Dr. Dre oder Bose oft nach dieser Abstimmung. Dadurch wird besonders Musik mit schlechterer Aufnahmequalität deutlich erträglicher. Leider klingen die Mitten manchmal etwas charakterlos, Stimmen fehlt es oft an wichtigen Nuancen.

Der Hochton des Pulse fällt deutlich besser aus: Seine Qualität erscheint deutlich hochwertiger. Er klingt sehr detailliert und warm ohne dabei nervig zu werden. Im hochtonlastigen "Feeling Good" von Michael Buble zeigt unser Proband, was in ihm steckt. Die Instrumente erscheinen klar und deutlich im Raum.

In Bezug auf die Detaildarstellung bleibt der Pulse im Mittelfeld. Wer das kleinste Hauchen der Sänger im Mikrofon hören möchte, sollte sich in anderen Preisregionen umsehen. Die Bühendarstellung ist dafür wirklich gelungen, gerade in Hinblick darauf, dass es sich um einen On-Ear-Hörer für unterwegs handelt.

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Alles in allem liefert Antec mit dem a.m.p Pulse dafür, dass es sich um einen Erstling handelt, ein ordentliches Produkt ab. Der Pulse erweist sich als praktischer Begleiter für den Musikkonsum unterwegs. Optisch macht er in den fünf verschiedenen Farbvarianten eine gute Figur. Dazu bringt er aufgrund seiner geringen Größe und Faltbarkeit Qualitäten mit, die sich als mehr als praktisch erweisen. Die Bluetooth-Verbindung funktioniert ohne Tadel - dank integriertem Akku locker 7 Stunden ohne Unterbrechung. Kritikpunkte sehen wir vor allem bei der Bedienung der deutlich zu kleinen Knöpfe. Ebenfalls hoffen wir, dass folgende Produkte klanglich noch eine Schippe drauflegen. Das Potenzial sehen wir auf jeden Fall, derzeit bewegt sich der Pulse aber nur im Mittelfeld seiner Preisklasse um 110 Euro und kann sich deshalb auf diesem Gebiet nicht aus der Masse hervorheben.

Positive Aspekte des Antec a.m.p Pulse:

  • gute Bluetooth-Verbindung
  • zusammenfaltbar

 

Negative Aspekte des Antec a.m.p Pulse:

  • Preisleistung derzeit nur durchschnittlich