> > > > Test: Teufel Concept E150 Control und E350 Control

Test: Teufel Concept E150 Control und E350 Control

DruckenE-Mail
Erstellt am: von

Seite 4: Klangtest: Teufel E150 Control

Da wir nicht über professionelle Räumlichkeiten und Messgeräte verfügen, spiegeln unsere Ergebnisse lediglich den Klangeindruck des Redakteurs wieder. Subjektivität lässt sich daher nicht vermeiden, auch wenn der testende Redakteur bereits Erfahrungen mit vielen Lautsprechern, Kopfhörern, Headsets und Soundkarten gemacht hat. Unser Testraum misst 4 x 3,50 m, bei einer Deckenhöhe von 2,50 m. Die Teststücke liegen als Flac oder CD vor, einige aber auch als MP3, um auch das durchschnittliche Quellmaterial darzustellen. Ebenso befinden sich nicht nur hochqualitative Aufnahmen in unserem Test-Parcours, sondern auch Stücke schlechterer Qualität. Als "Referenz" dienen uns ein paar Adam A5X Studio-Monitore, sowie ein Beyerdynamic Custom One Pro angeschlossen an eine ASUS Xonar Phoebus.

Zunächst hörten wir also in Teufels Concept E150 Control herein. Bei der Verwendung unterschiedlicher Soundkarten stellten wir schnell fest, dass man hier nicht zu einem besonders teuren Modell greifen muss. Der Unterschied unserer Referenz Xonar Phoebus und dem Onboard-Sound fiel nur sehr marginal aus, der Wechsel von ersterer zu einer uns zur Verfügung stehenden Creative Soundblaster ZXR konnte dann gar nicht mehr sicher herausgehört werden.

Klanglich beweist sich das E150 so, wie wir es erwartet hatten, es ist und bleibt ein typisches Satelliten-Subwoofer-System in der günstigen 5.1-Klasse. Soll heißen: Das E150 kämpft mit den üblichen Problemen dieser Lautsprecher-Sets. Die kleinen Satelliten sind nicht in der Lage, ausreichend weit hinunterzuspielen, weshalb einige Instrumente in den unteren Mitten kaum wiedergegeben werden können. Auch die Oberbasswiedergabe, welche in den höchsten Lagen nicht auf den Subwoofer zurückfällt, bleibt unzureichend. Teufel geht hier den Kompromiss ein, den die geringen Ausmaße fast immer mit sich ziehen. Erfreulicherweise grummelt der dazugehörige Tieftöner jedoch nicht allzu "hoch" mit, weshalb zwar ein Frequenzloch entsteht, was aber den Gesamtklang, sofern der Hörer es nicht anders kennt, nicht so gravierend beeinflusst.

k-IMG 2890

Ansonsten liefern die Satelliten ein wirklich vernünftiges Klangbild ab. Besonders Stimmen klingen überraschend gut aufgelöst und deutlich besser, als es die Preisklasse vermuten lassen würde, zum Beispiel Jason Mraz' "Mr Curiosity" klingt beeindruckend natürlich. Weniger gut beweist sich das E150 bei rockigeren Stücken wie Royal Republics "Walking Down The Line" - die E-Gitarren klingen deutlich angestrengt. Man hat hier einfach den Eindruck das E150 sei mit der Musikrichtung überfordert. Im Hochton hingegen langen die Satelliten im Vergleich zu unseren relativ neutralen Monitoren recht stark zu, was zwar ein recht luftiges Klangbild liefern soll, im Direktvergleich jedoch fast schon etwas zu viel des Guten ist.

Die Bühne, die die Satelliten aufziehen, wirkt zwar relativ präzise zugeordnet, bleibt dafür aber doch recht gedrungen. Man hat teils das Gefühl die Instrumente stehen zu arg nah beieinander, da der Bühneneindruck weder sonderlich breit noch tief abgebildet wird. Das Auflösungsvermögen der Satelliten ist durchweg in Ordnung, was nicht zuletzt anhand der guten mittleren und oberen Mitten gehört, sondern auch der Anhebung im Hochton, welche die Auflösung natürlich zumindest subjektiv pusht.

Der Subwoofer des E150 agiert in 0-Uhrstellung ganz gut dosiert, er ist zur Stelle, sofern es etwa Michael Bubles "Feeling Good" erfordert, weiß sich aber ansonsten auch dezent im Hintergrund zu halten. Bei maximaler Bassregulierung am Subwoofer bleibt der kompakte 8 Zöller noch recht brav, dafür büßt er aber auch wenig an Präzision ein und überzeugt vielmehr mit Qualität statt Quantität. Hier liegt eine eindeutige Stärke des US 2108/6 SW. Er kann zwar nicht mit übermäßig viel Tiefgang und Pegel seine Muskeln spielen lassen, beherrscht dafür aber seine Frequenzbereiche erstaunlich zuverlässig. Schön!

Im Filmeinsatz liegt dann auch ganz klar die Stärke des E150 von Teufel. In unserem Referenzfilm Transformers zeichnete es die Kämpfe der Autobots wirklich überzeugend ab. Die für die Preisklasse ordentliche Detailwiedergabe macht hier im Vergleich zu anderen Systemen Spaß. So ertönt sebst das feinste mechanische Klicken der kleinsten Decepticons klar vernehmbar. Auch die Räumlichkeit wird angemessen transportiert, uns fehlte es jedoch trotzdem manchmal gerade im Rear-Bereich bei den hinteren beiden Lautsprechern etwas an Präsenz und Volumen im Klangbild, um den Surroundeindruck noch zu verbessern. Die einzige kleinere Schwachstelle stellt überraschend der Subwoofer dar, welcher zwar wieder mit ordentlicher Präzision und sehr kultiviertem Auftritt überzeugt, jedoch in der ein oder anderen Szene gerade im Vergleich zum großen Bruder doch etwas schwachbrüstig erscheint.

 

Social Links

Seitenübersicht

Kommentare (9)

#1
Registriert seit: 14.08.2010

Kapitänleutnant
Beiträge: 1924
Zitat
Aus diesem Grunde verleihen wir dem Concept E350 den Hardwareluxx Excellent-Hardware-Award.

Das stimmt aber nicht mit dem Award unter dem Artikel überein, dort hat das E350 den Preis/Leistungsaward bekommen.
#2
customavatars/avatar1_1.gif
Registriert seit: 04.05.2001
Hannover
Chefredakteur
Beiträge: 30960
Richtig, habe ich geändert :)
#3
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 435
300€ für Brüllwürfel? Hmmm da mag der Sub noch so hämmern wenn von der Seite nur mechanisches Gepläpper kommt. Aber macht doch mal ein Vergleichstest mit preislich gleichen Systemen.

http://www.amazon.de/gp/offer-listing/B004961CSK/ref=asc_df_B004961CSK12105035?ie=UTF8&condition=new&tag=geizhals10-21&creative=22566&creativeASIN=B004961CSK&linkCode=asm&smid=A3OSPSMZV7DOD8

Son Mist z.B. ;)
#4
customavatars/avatar136801_1.gif
Registriert seit: 03.07.2010
Itzehoe
[online]-Redakteur
Beiträge: 4335
Zitat Numrollen;20249557
300€ für Brüllwürfel? Hmmm da mag der Sub noch so hämmern wenn von der Seite nur mechanisches Gepläpper kommt. Aber macht doch mal ein Vergleichstest mit preislich gleichen Systemen.

http://www.amazon.de/gp/offer-listing/B004961CSK/ref=asc_df_B004961CSK12105035?ie=UTF8&condition=new&tag=geizhals10-21&creative=22566&creativeASIN=B004961CSK&linkCode=asm&smid=A3OSPSMZV7DOD8

Son Mist z.B. ;)


Bringt vor allem mehr Volumen mit, liegt aber leider in Bezug auf die Auflösung recht deutlich zurück. Zumindest im Vergleich zum H-200 ist aber eine ähnliche-identische Chassisbestückung. Und die Teufel Subs sind deutlich zu bevorzugen sehr viel präziser als das Microlab Pendant.
#5
Registriert seit: 09.03.2008
Schweinfurt
Oberstabsgefreiter
Beiträge: 435
Und dann führ beide (u.a.) mal einem normalen Nutzer vor der auch gerne zockt. Mag sein das die Feinheiten nicht so gut ist aber Volumen macht bei vielen Sachen mehr aus. Vor allem wenn es etwas lauter wird, wenn wirklich Action passiert. Der Sub ist bestimmt besser aber das reicht eben nicht aus.
#6
customavatars/avatar136801_1.gif
Registriert seit: 03.07.2010
Itzehoe
[online]-Redakteur
Beiträge: 4335
Zitat Numrollen;20250912
Und dann führ beide (u.a.) mal einem normalen Nutzer vor der auch gerne zockt. Mag sein das die Feinheiten nicht so gut ist aber Volumen macht bei vielen Sachen mehr aus. Vor allem wenn es etwas lauter wird, wenn wirklich Action passiert. Der Sub ist bestimmt besser aber das reicht eben nicht aus.


Gerade im Spielebereich sehe ich die Teufel eindeutig vorn. ;) Dem Microlab würde ich eher im musikalischen Bereich vorziehen, wobei das natürlich auch nicht die Hauptdisziplin eines Surround-Systems ist, sondern eher Nebensache.
#7
customavatars/avatar17378_1.gif
Registriert seit: 05.01.2005
Österreich
Stabsgefreiter
Beiträge: 268
Zitat HAWX;20249829
Bringt vor allem mehr Volumen mit, liegt aber leider in Bezug auf die Auflösung recht deutlich zurück. Zumindest im Vergleich zum H-200 ist aber eine ähnliche-identische Chassisbestückung. Und die Teufel Subs sind deutlich zu bevorzugen sehr viel präziser als das Microlab Pendant.


Das Microlab H-600 5.1 hat ja nur 64mm Chassis (dafür doppelt) und im Center und Rear nichtmal Hochtöner. Das H-200 2.1 ist da etwas besser bestückt (3,5" Chassis + Hochtöner).
Volumen bringt auch nicht viel, wenn die Chassis nicht ordentlich auflösen (Impulswidergabe etc..) und die Teufel Subwoofer sind auf jeden Fall besser als die Microlab da hast Du recht.
#8
customavatars/avatar136801_1.gif
Registriert seit: 03.07.2010
Itzehoe
[online]-Redakteur
Beiträge: 4335
Zitat [email protected];20259791
Volumen bringt auch nicht viel, wenn die Chassis nicht ordentlich auflösen (Impulswidergabe etc..) und die Teufel Subwoofer sind auf jeden Fall besser als die Microlab da hast Du recht.


Wie ich bereits sagte. :)
#9
Registriert seit: 15.03.2006

Stabsgefreiter
Beiträge: 314
Zitat von Seite 3
"Um die Bedienbarkeit weiter zu verbessern, gibt Teufel der Control-Station eine kleine, wenn auch nicht besonders hübsche oder hochwertig erscheinende, dafür aber sehr nützliche Fernbedienung mit auf den Weg, die noch einmal die Grundfunktionen der Box aufgreift."
Ist die FB so hässlich das ihr kein Foto davon zeigen wollt?
Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

Teufel Mediadeck im Test - spaßiger Klang trifft hochwertiges Gehäuse

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/TEUFEL_MEDIADECK/TEUFEL_TEASER

Soundbars- und -decks haben in den Wohnzimmern dieser Welt in den letzten Jahren einen regelrechten Siegeszug angetreten. Im heimischen Büro sieht das noch etwas anders aus, denn hier dominieren nach wie vor klassische Stereo- und Surroundsetups. Geht es nach dem Berliner Direktversender Teufel... [mehr]

Blu-ray 3D: Vom Hype auf das Abstellgleis

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2016/BLU-RAY_3D

Man kann nicht Drumherum reden: Der große Hype um 3D ist vorbei. Als 2009 James Camerons „Avatar: Aufbruch nach Pandora“ den Fokus der Aufmerksamkeit auf stereoskopisches 3D richtete, begann zunächst der große Rummel. Es blieb nicht nur bei Filmen in 3D, LG veröffentlichte sogar ein... [mehr]

Riva Audio Turbo X im Test

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/RIVA_TURBOX/RIVA_TURBOX-TEASER

Riva Audio möchte mit dem Turbo X den Markt der kompakten Bluetooth-Lautsprecher aufmischen. Dafür sorgen soll die Trillium-Technologie, die dank eines raffinierten Algorithmus und drei Kanälen einen besonders voluminösen und weitläufigen Klang generieren soll. Ob das gelingt, klärt unser... [mehr]

Retro auf Maximum - Edifier R2730DB im Test

Logo von IMAGES/STORIES/REVIEW_TEASER/EDIFIER_R2730DB-TEASER

Wer viel Platz auf dem Schreibtisch hat oder nach einem ausgewachsenen Lautsprecher-System für das Wohnzimmer sucht, für den hat Edifier sein Stereo-Set R2730DB im Programm, das optisch voll auf Retro setzt, das unter der Haube aber mit moderner Technik aufwarten kann. Wir machen den Test, wie... [mehr]

Razer bringt kabelloses Gaming-Headset ManO’War für 199,99 Euro

Logo von IMAGES/STORIES/LOGOS-2013/RAZER

Razer hat ein neues Gaming-Headset mit dem martialischen Namen ManO’War angekündigt. Die Kopfhörer kommen im Mai 2016 in Deutschland auf den Markt und werden 199,99 Euro kosten. Für diesen Preis erhalten Interessierte ein kabelloses Headset mit 7.1 Virtual Surround Sound, bis zu 14 Stunden... [mehr]

Razer ManO'War im Test - Voluminös und bequem

Logo von IMAGES/STORIES/GALLERIES/REVIEWS/RAZER_MANOWAR/RAZER_MANOWAR-TEASER_KLEIN

Sollte der Name Programm sein, hat Razer mit seinem neuesten drahtlosen Gaming-Headset einiges vor: ManO’War, das zeigt, dass das neue Headset in die Vollen gehen soll und gleichzeitig dann zur Stelle ist, wenn es einmal so richtig kracht. Wie gut das funktioniert klärt unser Test. {jphoto... [mehr]