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Test: Libratone ZIPP und Jawbone BIG JAMBOX

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Seite 2: Jawbone BIG JAMBOX

Jawbone BIG JAMBOX:

Auch bei der Jawbone BIG JAMBOX zunächst einmal ein Blick auf die technischen Daten:

  • Audioeingänge: AirPlay, 3,5 mm Klinke
  • Maße: 256 x 80 x 93 mm
  • Gewicht: 1,23 kg
  • bis zu 15 Stunden Akkubetrieb

Jawbone wählt mit der BIG JAMBOX einen etwas anderen Ansatz als Libratone mit dem ZIPP. Zwar handelt es sich auch hier um einen Lautsprecher mit der Möglichkeit das Audiosignal drahtlos zu empfangen, allerdings wird per Bluetooth-Verbindung eine breitere Kompatibilität sichergestellt und die BIG JAMBOX ist nicht nur als Lautsprecher ausgelegt, sondern erlaubt auch die Steuerung der Wiedergabe.

Im Lieferumfang befindet sich neben der BIG JAMBOX noch eine Transporttasche, ein Netzteil zum Aufladen des Akkus sowie ein Mikro-USB- sowie 3,5-mm-Stereokabel.

Jawbone BIG JAMBOX
Jawbone BIG JAMBOX

Die Jawbone BIG JAMBOX misst 25,6 x 8 x 9,3 cm ist damit etwas kleiner als der Libratone ZIPP. Die Formgebung ist mit dem rechteckigen Design offensichtlich eine andere. Mit 1,23 kg ist die BIG JAMBOX zudem deutlich leichter. Bereits an den ersten Bildern wird deutlich, dass Jawbone dem Nutzer mehr Kontrolle über die Musik gibt, als dies beispielsweise beim Libratone ZIPP der Fall ist. Hier aber später mehr.

Jawbone BIG JAMBOX
Jawbone BIG JAMBOX

Die Jawbone BIG JAMBOX ist in den Farben Grafit, Weiß und Rot erhältlich. Uns wurde die rote Variante zur Verfügung gestellt. Die äußere Hülle besteht aus einem Metallblech mit kleinen Löchern, dessen Oberfläche noch mit "Dellen" versehen sind. Diese kennt man vielleicht von Golfbällen und anderen Oberflächen, die aerodynamisch optimiert worden sind, was bei der BIG JAMBOX natürlich rein ästhetische Gründe hat.

Jawbone BIG JAMBOX
Jawbone BIG JAMBOX

Auf der rechten Seite befinden sich die Anschlüsse für die Stromversorgung, ein Micro-USB-Port, der 3,5-mm-Klinke-Eigang sowie der Ein/Ausschalter nebst Taster um die Verbindung aufzubauen. Per USB-Kabel lässt sich via "MyTalk"-App das Audio-Feedback bzw. dessen Stimme verändern. Es kann zwischen zehn verschiedenen Stimmen gewählt werden. Das Audio-Feedback wird immer dann angewendet, wenn beispielsweise eine Verbindung aufgebaut werden soll oder aber die Wiedergabe gesteuert wird. Die BIG JAMBOX gibt also nicht nur ein Feedback via LED-Anzeige, sondern auch per Sprachausgabe.

Jawbone BIG JAMBOX
Jawbone BIG JAMBOX

Auf der Kopfseite sind die Bedienelemente für die Steuerung der Audio-Wiedergabe zu finden. So ist es möglich die Lautstärke zu verändern, den Titel zu pausieren und wieder zu starten, in einem Album vor und zurückzuspringen oder aber sollte ein Anruf das iPhone erreichen über die Sprechtaste die BIG JAMBOX auch als Freisprecheinrichtung zu nutzen

Die Jawbone BIG JAMBOX arbeitet mit Bluetooth 2.1 und ist kompatibel zu den meisten iOS-, Android- und Windows-Phone-Geräten sowie Windows- und OS-X-Desktop-Systemen. Unterstützt werden die Profile "Advanced Audio Distribution Profile" (A2DP) 1.2, "Hands-Free Profile" (HFP) 1.5, "Headset-Profil" (HSP) 1.1 und "Serial Port Profile" (SPP). Im Unterschied zum Libratone ZIPP ist daher auch die Steuerung der Wiedergabe möglich, da das Signal nicht nur einfach via AirPlay weitergegeben wird, sondern auch ein Rückkanal vorhanden ist, über den Steuersignale geschickt werden können.

Fazit:

Im Vergleich zum Libratone ZIPP sind Abmessungen und Gewicht etwas geringer. Dafür besitzt der Klang etwas weniger Volumen - er reicht zwar sicherlich aus, um Hörer in nächster Nähe ausreichend zu beschallen, mit größeren Räumen hat die BIG JAMBOX allerdings so ihre Schwierigkeiten. An der Materialwahl und Verarbeitung ist nichts auszusetzen. Der Gummifuß gibt der BIG JAMBOX sicheren Halt und die robuste Metallhülle lässt auch bei einem Outdoor-Einsatz keine Ängste aufkommen.

Während der Libratone ZIPP das Audiosignal per WLAN empfängt, geschieht dies bei der Jawbone BIG JAMBOX per Bluetooth. Dies hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Das Setup ist denkbar einfach. Einschalten, Bluetooth-Verbindung herstellen und schon erkennen kompatible Geräte den Lautsprecher als Ausgabegerät. Unter iOS geschieht dies im AirPlay-Menü und in der Statusleiste wird dann auch der Akkustand der BIG JAMBOX angezeigt. Bluetooth hat allerdings eine geringere Reichweite im Vergleich zu WLAN und die BIG JAMBOX lässt sich auch nicht in das heimische Netzwerk einbinden. Die Kompatibilität zu simultanen Multipoint-Verbindungen erlaubt es aber zumindest zwei Geräten gleichzeitig mit dem Lautsprecher verbunden zu sein. Außerdem benötigen Bluetooth-Verbindungen deutlich weniger Energie, was der BIG JAMBOX zu einer Akkulaufzeit von zehn Stunden und mehr verhilft.

Jawbone BIG JAMBOX
Jawbone BIG JAMBOX

Was für den Libratone ZIPP galt, gilt auch hier: Echte Mobilität ist bei diesen Maßen und einem Gewicht über 1 kg schwierig. Libratone löst das höhere Gewicht durch eine Trageschlaufe, während die BIG JAMBOX etwas unhandlich bleibt. Die Soundqualität ist aus nächster Nähe sehr gut, größere Räume sind allerdings trotz "LiveAudio"-Optimierung nur sehr schwer füllend zu beschallen. Zudem sorgt "LiveAudio" dafür, dass Lautstärke und Klangdynamik verloren gehen. Wir empfehlen daher, diese Optimierung nicht zu verwenden. Neutral und ohne Optimierung betrachtet ist der Sound der BIG JAMBOX erstaunlich gut. Gerade der Bass poltert aus der kleinen Box, ohne sich dabei in den Vordergrund drägen zu wollen. Bei der Größe der Box war dies nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Hoch- und Mitteltöne werden nicht überlagert, sondern klar und deutlich dargestellt. Für die Schwingungen der Luft verantwortlich sind jeweils ein proprietärer Akustiktreiber (Stereo-Paar) und ein Dual-Passiv-Bass-Strahler.

Die Jawbone BIG JAMBOX kostet 299,99 Euro und ist damit gute 100 Euro günstiger als der Libratone ZIPP. Dafür steht sie bei der Klangqualität etwas hinten an und ist wegen der Bluetooth-Verbindung auch weniger flexibel. Doch die Verbindung hat auch ihre Vorteile, wenn es darum geht, die Wiedergabe auch zu steuern. Der ZIPP erlaubt nur die Veränderung der Lautstärke, mit den Bedientasten der BIG JAMBOX lassen sich auch Titel überspringen oder die Wiedergabe pausieren. Im Lieferumfang befindet sich auch noch eine Transporttasche, um das Gehäuse auf dem Transportweg zu schützen.

Positive Aspekte der Jawbone BIG JAMBOX:

  • gute Akkulaufzeit
  • hochwertige Materialien und Verarbeitung
  • einfaches Setup per AirPlay
  • Bluetooth-Verbindung erlaubt die Steuerung der Wiedergabe

Negative Aspekte der Jawbone BIG JAMBOX:

  • kein raumfüllender Sound
  • geringe Reichweite durch Bluetooth
 

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Kommentare (4)

#1
customavatars/avatar123789_1.gif
Registriert seit: 22.11.2009
NRW
Kapitänleutnant
Beiträge: 1960
Solche kleinen Tests für Zwischendurch finde ich sehr angenehm, muss ich sagen. Manchmal hat man einfach keine Lust ewig lange Tests zu lesen, vor allem, wenn es um solche Sachen wie Handy-Zubehör o.ä. geht - zumindest geht es mir so.

Bei Zeiten könntet ihr euch ja auch mal das iOnly Bass (SBX-200) von Onkyo vornehmen. ;)
#2
Registriert seit: 01.01.1970


Beiträge:
Die Libratone ZIPP würde bei mir schon komplett durchfallen, da iTunes Match unterwegs nicht nutzbar ist.
#3
customavatars/avatar32013_1.gif
Registriert seit: 25.12.2005
Flensburg
Stabsgefreiter
Beiträge: 279
Schwach finde ich, dass man zur Big jambox nirgendswo RMS- Angaben findet.
Und im Forum von Jawbone wird dieser Frage bewusst ausgewichen..
How many watts is the big jambox? - JAWBONE COMMUNITY
#4
customavatars/avatar3377_1.gif
Registriert seit: 15.11.2002
www.twitter.com/aschilling
[printed]-Redakteur
Tweety
Beiträge: 29105
Ja das mit dem WLAN hat so seine Vor- und Nachteile. Den ZIPP zu Hause ins WLAN einbinden zu können, überwiegt für mich aber den Nachteil der fehlenden Verbindung wenn ich unterwegs bin.
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