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Test: Microlab B 77 - 2.0 zum kleinen Preis

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Seite 3: Microlab B77 - Praxistest

Da wir nicht über professionelle Räumlichkeiten und Messgeräte verfügen, spiegeln unsere Ergebnisse lediglich den Klangeindruck des Redakteurs wieder. Subjektivität lässt sich daher nicht vermeiden, auch wenn der testende Redakteur bereits Erfahrungen mit vielen Lautsprechern, Kopfhörern, Headsets und Soundkarten gemacht hat. Unser Testraum misst 4 m x 6 m, bei einer Deckenhöhe von 2,20 m. Die Wände der kürzeren Seiten bestehen aus Dachschrägen , welche bis knapp 30 cm an den Boden reichen. Die Teststücke liegen als Flac oder CD vor, einige aber auch als MP3, um auch das durchschnittliche Quellmaterial darzustellen. Ebenso befinden sich nicht nur hochqualitative Aufnahmen in unserem Test-Parcours, sondern auch Stücke schlechterer Qualität. Als "Referenz" dienen uns ein paar Adam A5X Studio-Monitore, ein AKG K701 sowie ein Beyerdynamic Custom One Pro angeschlossen an eine ASUS Xonar Phoebus.

Klanglich können die B 77 an ihren optischen Auftritt anknüpfen. Sie klingen wie sie aussehen, nämlich ausgewachsener als übliche 2.1-Systeme in der Preisklasse um 50 Euro. Die Abstimmung ist recht homogen. Der Hochton ist durchweg angenehm, nicht spitz oder nervig, sondern zeichnet sogar relativ fein Details ab. Die Mitten sind betont, was besonders ruhiger Musik mit mehr Gesanganteilen zugutekommt wie etwa Xavier Naidoo oder Adele. Weniger optimal klingt dies bei rockigen Stücken wie "Walking down the Line" von Royal Republic. Mit solch fetzigerem Material klingen die B 77 zum Teil etwas überfordert und vermögen es nicht mehr alles sauber und definiert wiederzugeben. Dies ist aber schon Kritik auf hohem Niveau, denn dies schafft kaum ein System der Preisklasse.

Dem Bassbereich sind aufgrund der Gehäuse- und Chassisgröße natürlich Grenzen gesetzt. Richtigen Tiefgang sucht man also vergebens. Dafür schaffen die B 77 zumindest innerhalb ihrer Möglichkeiten einen sauberen und präzisen Bass. Die Intensität des Basses ist dabei auf einem neutralen Niveau. Uns gefällt dies ganz gut, da Microlab nicht versucht fehlenden Tiefgang mit einem übermäßig aufgeblasenem Bass zu kaschieren. Wir sehen hier definitiv Qualität vor Quantität.

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Die Bühnendarstellung gelingt unserem Probanden erstaunlich gut. Hier merkt man, dass die Lautsprecher viel eher in Richtung des HiFi-Genres gehen. Entsprechend ziehen sie eine beachtliche Bühne auf, deren Breite angemessen ist und sogar ein Gefühl von Tiefe vermittelt. Das Auflösungsvermögen des günstigen B 77 überzeugt in seiner Preisklasse ebenfalls. Sicher, unsere Monitore aus dem Hause Adam schaffen klanglich noch einmal ganz andere Welten, kosten dafür aber auch fast das Siebenfache pro Stück als ein komplettes 2.0-System des B 77.

Bei der Wiedergabe unseres Referenz-Filmes Transformers kann sich erneut die gute Bühnendarstellung beweisen und vermittelt ein gutes "Mittendrin-Gefühl". Dialoge werden gut verständlich wiedergegeben, auch wenn letztlich diese Authentizität, wie sie die A5X bieten, nicht erreicht wird. In Transformers kracht es genregemäß an allen Ecken und Enden, dies wird verständlicherweise von den B 77 nicht so bombastisch wiedergegeben. Dazu fehlt es im Tiefton einfach zu sehr an Volumen und Druck. Wer seine Präferenzen eindeutig in diesem Bereich sieht, sollte entsprechend Abstand nehmen von unserem Probanden - Bombastlautsprecher sind - und vor allem wollen - die Lautsprecher gar nicht sein. Sie überzeugen viel mehr mit einem insgesamt kultivierten Klangbild.

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Kommentare (42)

#33
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Echt kein Platz für einen AVR unter dem Monitor?
#34
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Itzehoe
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Zitat Waermeleitpaste;19630988
Echt kein Platz für einen AVR unter dem Monitor?


Du weißt schon, dass du mit deiner AVR+passiv LS Empfehlung oftmals eher suboptimal berätst? HiFi Lautsprecher sind für solch geringe Entfernungen in den wenigsten Konstellationen geeignet.
#35
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Zitat HAWX;19631061
Du weißt schon, dass du mit deiner AVR+passiv LS Empfehlung oftmals eher suboptimal berätst? HiFi Lautsprecher sind für solch geringe Entfernungen in den wenigsten Konstellationen geeignet.


Wenn die Lautsprecher an der Wand montiert, auf Regalen verstaut oder auf dem Tisch etwas weiter entfernt aufgestellt werden können, ist das kein Problem.
Und diese Billiglösungen sind nicht gerade professionelle Aktivmonitore.
#36
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Fregattenkapitän
Beiträge: 2935
Ich würde mir für die LS auch gerne Standfüße kaufen aber dazu habe ich an meinem Schreibtisch einfach kein Platz und auch eine Wandmontage kommt leider einfach nicht in Frage.
Sie werden also auf dem Schreibtisch stehen müssen. Könntest Du mir ein paar geeignete Beispiele an passiven LSn nennen ?
#37
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Itzehoe
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Zitat Waermeleitpaste;19631289
Wenn die Lautsprecher an der Wand montiert, auf Regalen verstaut oder auf dem Tisch etwas weiter entfernt aufgestellt werden können, ist das kein Problem.
Und diese Billiglösungen sind nicht gerade professionelle Aktivmonitore.


An der Wand geht mit BR-Rohr nach hinten schon mal nicht. Auch ansonsten lassen sich an den wenigsten Orten vernünftige Hördistanzen schaffen an Schreibtischen. Lieber ein paar vernünftige Nahfeldmonitore hat man mehr von. ;)
#38
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Zitat HAWX;19631386
An der Wand geht mit BR-Rohr nach hinten schon mal nicht. Auch ansonsten lassen sich an den wenigsten Orten vernünftige Hördistanzen schaffen an Schreibtischen. Lieber ein paar vernünftige Nahfeldmonitore hat man mehr von. ;)

Es gibt auch geschlossene oder welche mit eine BR-Rohr vorne. Ich hatte mit Canton LE130 und Teufel M120F daher keinerlei Probleme. :)
#39
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Fregattenkapitän
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Der Test ist ja nicht so alt. Auch bei CB wurden sie getest 07/12, aber die Dinger scheinen ja kaum lieferbar zu sein. Ist wohl ein Preiskracher weil es ein Auslaufmodell ist? Welche 2.0 oder 2.1 sind den sonst so top?
#40
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Itzehoe
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Nein das sind keine Auslaufmodelle die sind generell so günstig.


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#41
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Fregattenkapitän
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Microlab B 77, 2.0 System Preisvergleich | Geizhals Deutschland



;)
#42
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Hauptgefreiter
Beiträge: 227


Dein (gehässiges) Bildchen kann man nur an dich zurückverweisen, denn du
kannst zwar eine geizhals-Listung verlinken, diese allerdings auch einmal zu
Lesen, hast du wohl vergessen?

Außer einem Händler, der über Amazon das Set für 90,87 EUR verkauft,
hat kein anderer Händler diese Lautsprecher lieferbar (und nein, wenn
jacob Elektronik "ist bestellt und im Zulauf" schreibt, bedeutet das, dass
sie einen auch mal mehr als einen Monat lang sitzen lassen, und zwar ohne
sich beim Kunden zu melden, dass ihr Distributor einen Artikel nicht liefern
kann).
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